Sie sind hier:
Startseite
» Nachrichten » Verschärfte Kontrollen gegen Wohnungseinbrecher in den Sommerferien
Mo., 25. Juli 2016, 15:22 Uhr
Neue Technik für mehr Sicherheit
Verschärfte Kontrollen gegen Wohnungseinbrecher in den Sommerferien
HESSEN - „Von Mitte Juli bis Mitte September verstärkt die hessische Polizei die Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen gegen Wohnungseinbrecher“, lobte der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Alexander Bauer, die von Innenminister Peter Beuth heute vorgestellte Sommerkampagne zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. „Wir wissen, dass die Sommerferien zu den besonders gefährdeten Zeiträumen zählen und sich Diebesbanden die Urlaubsabwesenheit zunutze machen möchten. Daher setzen wir mit verschärften Kontrollen schlagkräftig dagegen.“ Die Autobahnen seien die Verkehrsadern, auf denen nicht nur die Urlauber verreisen, sondern auch Diebe zu Tatorten anfahren und Beute wegschaffen. „Deshalb werden die Fahndungs- und Kontrolleinheiten der hessischen Polizei hier besonders wachsam sein“, erläuterte Bauer und dankte dem großen Engagement der Einsatzkräfte. Nicht nur auf Autobahnen, sondern auch im öffentlichen Personennahverkehr würden die Kontrollen erhöht. „Jeder kann auch selbst einen wirksamen Beitrag leisten, um Wohnungseinbrüche zu verhindern“, appellierte der CDU-Politiker an die Bürgerinnen und Bürger, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Dinge zu unterlassen, die es Dieben leicht machen. „Bevor der Briefkasten überquillt, kann man vielleicht Freunde und Bekannte bitten, ihn während einer Urlaubsreise regelmäßig zu leeren“, nannte Bauer ein Beispiel. Man solle sich auch dreimal überlegen, ob man Urlaubsreisen im Internet bekannt gebe. So schön es sein mag, Urlaubsfotos über soziale Netzwerke zu veröffentlichen, so sehr könnten diese Informationen Dieben in die Hände spielen. „In 43,8 Prozent der Fälle scheiterten Wohnungseinbrecher in Hessen im vergangenen Jahr. Ihre Taten blieben im Versuch stecken – so viele wie seit 1995 nicht mehr“, erläuterte Bauer. „Das zeigt, dass Sicherungsmaßnahmen wirken.“ Das Bewusstsein für Eigensicherungsmaßnahmen sei erfreulicherweise gewachsen. Dazu trage die hessische Polizei gezielt mit bei. Lokale Aktionen wie „Wachsamer Nachbar“, Präventionsstreifen, Bürgergespräche und Vorträge der hessischen Polizei zum Einbruchschutz schaffen Aufklärung und helfen den Bürgerinnen und Bürgern, sich richtig zu verhalten. In Hessen seien die Mittel für die Prävention gegen Wohnungseinbrüche in diesem Jahr um 125.000 Euro erhöht worden. Die CDU habe sich außerdem erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Einbau von Sicherungstechnik an Wohnungen und Häusern mit KfW-Mitteln gefördert werden kann.
„
Wir sagen den Wohnungseinbrechern den Kampf an“, erklärte Bauer. Die Verstärkung der Kontrollmaßnahmen und der Prävention seien daher nur ein Baustein des hessischen Zehn-Punkte-Programms gegen Wohnungseinbrecher. Weitere Maßnahmen seien spezielle polizeiliche Einheiten, eine täterorientierte Ermittlung, eine intensiver länderübergreifende Zusammenarbeit mit Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und der Einsatz modernster Technik, wie etwa das in Hessen entwickelte Computerprogramm „KLB-operativ“, das der Polizei helfe, Einsatzkräfte dort zu konzentrieren, wo aufgrund vorheriger Taten weitere Wohnungseinbrüche wahrscheinlich sind. Hessen sei insgesamt ein sicheres Land, machte Bauer deutlich. So habe sich die Straßenkriminalität im 20-Jahres-Vergleich mehr als halbiert. „Noch nie hat es in Hessen weniger Kriminalität auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen gegeben“, sagte der CDU-Politiker. „Über 1.000 zusätzliche Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten sind ein weiterer Schritt für noch mehr Sicherheit in Hessen. Von diesem Sicherheitspaket wird auch die Bekämpfung der Wohnungseinbrecher profitieren. Vorfahrt für die Sicherheit war und ist der Grundsatz, nachdem die CDU seit Übernahme der Regierungsverantwortung in Hessen handelt. Nach dieser Devise gehen wir konsequent auch gegen Wohnungseinbrecher vor“, sagte Bauer. zg