SPENDE: Firma SIMA-Bau Siegler spendet 1.500 Euro an die Tafel / Kühlfahrzeug-Reparatur nötig
Versorgung der 490 Tafel-Kunden durch Spenden
Tafelkoordinatorin Dr. Ute Weber-Schäfer (links) und die beiden Teamleiterinnen der Dienstagsausgabe, Erna Schöcker (rechts) und Klarissa Humm, freuten sich über die große Spende der Firma SIMA-Bau Siegler von 1500 Euro, die Daniela und Mirko Siegler mit dem symbolischen Spendenscheck sichtbar machten. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Als Daniela und Mirko Siegler am Dienstagmorgen die Bürstädter Tafel im Bildstock 79 besuchten, um den vorweihnachtlichen Spendenscheck von SIMA-Bau Siegler zu überbringen, lief der Betrieb schon auf Hochtouren. Das Helferteam beeilte sich, alle angelieferten Kisten der Warenspenden zu sortieren, Obst, Gemüse und anderes ansprechend in den Regalen zu präsentieren, auch die Kühlregale waren zu füllen. Der Duft von allerlei Backwaren lag in der kühlen Luft. Zu den Öffnungszeiten am Nachmittag strömen dienstags und donnerstags die Tafel-Kunden herein und geben sich die Klinke in die Hand, berichtete Dr. Ute Weber-Schäfer den Besuchern. Die hauptamtliche Tafelkoordinatorin beim Diakonischen Werk Bergstraße, die die Besucher wenig später noch durch die Räumlichkeiten führte, bedankte sich herzlich für diese „große Spende“ der Firma SIMA-Bau Siegler, die schon auf dem Konto eingegangen war. Die Tafel finanziere sich über Spenden, erklärte sie, ihre Spende käme wie gerufen, denn das alte Kühlfahrzeug musste wegen defekter Kupplung und anderer wichtiger Teile zur Reparatur, was über 5.000 Euro kostete. Ein neues Kühlfahrzeug sei schon länger bestellt, aber es gebe wegen der bekannten Lieferprobleme noch keinen Liefertermin. Mit über 50 Haushalten pro Ausgabetag innerhalb von drei Stunden sei für die Tafel personell und räumlich die Kapazitätsgrenze erreicht, auch die gespendete Warenmenge müsse stimmen. Sonst würde es heißen: Mehr Kunden, aber weniger Lebensmittel für jeden. Für die Bestandskunden solle es Verlässlichkeit geben, meinte die Tafel-Koordinatorin. Dies sei als Hilfe zu sehen, nicht um Defizite der Politik auszugleichen. In ihren Weihnachtsgrußkarten an die Kunden hatten Daniela und Mirko Siegler erklärt, dass sie anstatt der Kundengeschenke mit dem Betrag die Tafelausgabestelle unterstützen wollen und darauf hingewiesen, dass die 50 Helferinnen und Helfer über 480 bedürftige Personen mit Lebensmitteln versorgen, darunter über 200 Kinder. Wie sie auf die Idee kamen, ihre Spende an die Tafel zu geben? Die Tafel hatten sie schon einmal unterstützt und einen Einblick erhalten, wie mit den Spenden umgegangen wird, erzählte Daniela Siegler. „Uns hat die Community der ehrenamtlichen Helfer und die direkte Hilfe bei den Menschen beeindruckt“. Zugang zu Essen und Trinken als Grundbedürfnis sollte jedem zustehen, meinen Daniela und Mirko Siegler. „Leuten zu helfen, bei denen dies zur Notlage wird, finden wir eine gute Unterstützung“. Wenn dadurch die eine oder andere Sorge weniger wird, würden sie sich sehr freuen. Hannelore Nowacki