Sa., 15.08.2026
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  • Do., 21. August 2025, 14:10 Uhr
    KONZESSION VERLÄNGERT: Bürstadt und Lampertheim haben Weichen für langfristige Wasserversorgung gestellt / Verträge mit Wasserried für volle 40 Jahre bis 2065 unterschrieben

    Versorgung mit Trinkwasser in trockenen Tüchern

    Im Konferenzraum von Wasserried in Lampertheim wurden am Donnerstag die neuen Konzessionsverträge als Grundlage für die regionale Wasserversorgung im Ried unterzeichnet. Von links: Boris Wenz, Bürgermeister Bürstadt, Christoph Lang, Erster Stadtrat Bürstadt, Frank Kaus, Geschäftsführer Wasserried, Hans-Christian Sorge, Technischer Leiter Wasserried, Gottfried Störmer, Bürgermeister Lampertheim, Marius Schmidt, Erster Stadtrat Lampertheim.
    Foto: Steffen Heumann

    BÜRSTADT/LAMPERTHEIM – Am Donnerstag wurden die Weichen für eine langfristige, verlässliche wie auch nachhaltige Wasserversorgung gestellt. Die Kommunen Bürstadt und Lampertheim unterzeichneten gemeinsam mit Wasserried die neuen Wasserkonzessionsverträge, die ab Januar 2026 für die Dauer von 40 Jahren bis Dezember 2065 Gültigkeit besitzen. Frank Kaus, Geschäftsführer Wasserried GmbH & Co. KG, sprach von einem historischen Ereignis und freute sich, dass mit den neuen Verträgen gleichzeitig der letzte offene Schritt des Fusionsprozesses vollzogen wurde. Das Wassergeschäft der Energieried KG wurde im Rahmen einer Umstrukturierung in der neu gegründete Wasserried fortgeführt. Wasserried hält zusätzlich 15,27 Prozent der Aktienanteile an der GGEW AG, wodurch Bürstadt und Lampertheim mittelbar auch an der GGEW AG beteiligt bleiben.

    „Nach guten Verhandlungen wurde ein qualitativ hochwertiges Ergebnis erzielt“, so Kaus. Gegenseitiges Vertrauen habe den Weg geebnet, um gemeinsam die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser auf Dauer zu sichern. „Nicht nur ein Auftrag, auch eine Verpflichtung”, betonte Frank Kaus. In den Konzessionsverträgen wird die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege zum Betrieb und zur Weiterentwicklung der Versorgungsnetze geregelt. 

    Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer teilte ebenfalls die Freude an der Mitwirkung an diesem historischen Prozess. Um mit Bürstadt als Kooperationspartner gemeinsam die künftigen Aufgaben zu bewältigen und Synergien gemeinsam nutzen zu können, habe die Stadt den bisherigen noch 2031 gültigen Konzessionsvertrag geändert. „Ein gelungenes Zeugnis einer guten Zusammenarbeit“, ergänzte Störmer. Diese werde in gewohnt guter Weise fortgesetzt. Nicht zuletzt weil Wasser das Lebensmittel Nummer 1 sei. „Der alte Vertrag war schon gut, der neue stellt sogar eine Verbesserung dar“, fügte Frank Kaus augenzwinkernd an. Boris Wenz, Bürgermeister von Bürstadt, lobte ebenfalls den Schulterschluss beider Städte mit dem kommunalen Unternehmen. „Eine Partnerschaft auf Augenhöhe“, bilanzierte Wenz, „die es auch künftig auszubauen gilt“. 

    Nicht nur Licht – auch etwas Schatten

    Die Kommunen Bürstadt und Lampertheim zahlen einen einheitlichen Preis. Der muss von Zeit zu Zeit neu kalkuliert werden. Einerseits um kostendeckend zu arbeiten, aber auch, um die Unternehmensziele zu erreichen. „Der Wasserpreis wird in der Erzeugung ansteigen“, prognostiziert Geschäftsführer Frank Kaus. Gottfried Störmer goss ebenfalls einen Tropfen Wasser in den Wein. „In Trockenperioden sind Regulierungen nicht ausgeschlossen“. Denn auch der Verbraucher könne einen Beitrag dazu leisten, die Ressource Wasser zu schützen. 

    Steffen Heumann

     

     

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