Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 08. März 2016, 11:16 Uhr
    Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mitte / Jugendfeuerwehr braucht mehr Nachwuchs

    Verstärkung für Tageseinsätze gesucht

    Gruppenbild vor dem neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 in der Fahrzeughalle mit Bürgermeisterin Barbara Schader, Wehrführer Burkhard Jakob (links), stellvertretendem Wehrführer Simon Lambrecht, die beförderten Einsatzkräften und Stadtbrandinspektor Uwe Schwara (rechts). Foto: Hannelore Nowacki

    Gruppenbild vor dem neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 in der Fahrzeughalle mit Bürgermeisterin Barbara Schader, Wehrführer Burkhard Jakob (links), stellvertretendem Wehrführer Simon Lambrecht, die beförderten Einsatzkräften und Stadtbrandinspektor Uwe Schwara (rechts). Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Zum schwungvollen Auftakt der Jahreshauptversammlung spielte der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehren Bürstadt und Hofheim unter der Leitung von Stabführer Erik Minnder den Krepsmarsch mit feierlichen Fanfarenklängen und „Des Kaisers Waldestöne“. Zur Totenehrung erklang das ergreifende „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Auch bei vielen weiteren Anlässen tritt der gefragte Musikzug auf, wie der ausführliche Bericht des Stabführers und die Bilderschau später zeigten. Dennoch sei es nur ein kleiner Ausschnitt aus dem ereignisreichen Jahr 2015. Von der Rotweinwanderung am Jahresanfang bis zur letzten Probe im Dezember mit Flammkuchenessen erlebten die 64 Mitglieder eine ganze Menge, erarbeiteten sich neue Stücke und erhielten Verstärkung durch Nachwuchs. Eine solide Ausbildung in Theorie und Praxis ist die Grundlage des Erfolges, machte Stabführer Minnder deutlich. Auch die  Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr braucht eine intensive Ausbildung, um Menschen helfen und retten zu können. Auf beeindruckende Weise zeigte Wehrführer Burkhard Jakob bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Lehrsaal des Feuerwehrstützpunktes in der Römerstraße, was die ehrenamtlich tätige Freiwillige Feuerwehr in Bürstadt Mitte im Jahr 2015 geleistet hat. Neben Stadtbrandinspektor Uwe Schwara und Bürgermeisterin Barbara Schader hatten auch Erster  Stadtrat Walter Wiedemann und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf auf dem Podium Platz genommen. Unter den Zuhörern im Saal waren Lokalpolitiker von CDU, SPD und FDP und Abordnungen benachbarter Feuerwehren vertreten. Hinter den Zahlen stehen Schicksale, viele ehrenamtlich erbrachte Arbeitsstunden zum Wohle der Bürger und auch Freude am ehrenamtlichen Wirken. Bei den Einsätzen geht es schon lange nicht allein ums Feuer. Überwiegend mit Klein- und Mittelbränden hatte es die Feuerwehr bei den 21 Brandeinsätzen zu tun. Beim Kellerbrand im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth erwiesen sich die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes als erfolgreich, dennoch entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Bei den 51 Hilfeleistungen wurde der Rettungsdienst 17-mal  unterstützt, das Hubrettungsfahrzeug wurde 7-mal benötigt, auch außerhalb des Stadtgebiets. Besonders die Unfalleinsätze auf den Bahnstrecken rund um Bürstadt seien körperlich besonders belastend gewesen, erklärte Wehrführer Burkhard. Zu sieben Verkehrsunfällen und acht Türöffnungen wurden die Feuerwehrleute gerufen, aber auch bei 19 Fehlalarmen musste sie ausrücken. Die Messeinheit wurde im gesamten Kreisgebiet angefordert. Beim Aufbau einer Notunterkunft in Viernheim half die Bürstädter Feuerwehr zweimal. 19 Menschen wurden im Jahr 2015 gerettet, 17 von ihnen waren verletzt. Bei neun Menschen konnten Feuerwehr und Rettungsdienst nicht mehr helfen. Auf 100 Stunden kam  die reine Einsatzzeit, dazu kamen weitere Zeiten für 20 Brandsicherheitsdienste bei Veranstaltungen. Dazu kamen noch Ausbildungszeiten für Atemschutzgeräteträger, Führungskräfte, Digitalfunk, chemische Mess- und Probenentnahme und vieles mehr. Dank einer Spende von zwei Firmen konnte für den Fuhrpark ein neuwertiges Flurförderfahrzeug, kurz Gabelstapler, angeschafft werden. Nach intensiver Schulung der Einsatzkräfte wurde am 20. Februar 2016 das neue Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 im Wert von 350.000 Euro im Beisein von Minister Peter Beuth offiziell übergeben. Diese Ersatzbeschaffung für ein 30 Jahres altes HLF 16 hatte die Feuerwehr im Dezember beim Hersteller abgeholt. Insgesamt eine positive Bilanz für die 57-köpfige Einsatzabteilung, die der Wehrführer vorlegte, doch fehlen mittlerweile 3 Einsatzkräfte. Nachwuchs wird gesucht, um die Tagesalarmstärke dauerhaft zu erhalten. Stadtbrandinspektor Uwe Schwara stellte fest: „Insgesamt war es ein gutes Jahr“.  Allerdings fehlt es der Jugendfeuerwehr mit nur 8 Mitgliedern weiter an Nachwuchs, immerhin seien drei neue Mitglieder gewonnen worden. Für das „Sorgenkind Jugendfeuerwehr“ sind weitere Ideen gefragt. Die Kinderfeuerwehr zählt 18 Mitglieder, die Alters- und Ehrenabteilung stützt sich auf 29 ehemalige Einsatzkräfte. Mit 64 Mitgliedern ist der Spielmanns- und Fanfarenzug stärkste Abteilung. Jugendwartin Kerstin Winkler berichtete von den zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Für die Kinderfeuerwehr, die „Feuerstrolche“, berichtete Michael Reischert in Vertretung von Nicole Held über das spielerische Lernen und viele Aktionen. Siegfried Gebhardt legte in seinem Tätigkeitsbericht zur Brandschutzerziehung ebenfalls eindrucksvolle Fakten vor. Insgesamt haben die Mitwirkenden 467 Menschen in allen Altersgruppen informiert und geschult. Sprachschwierigkeiten bei der  Unterweisung von Flüchtlingen wurden kreativ bewältigt. Im Anschluss nach einer kleinen Pause trat die Mitgliederversammlung des Feuerwehrvereins zusammen. Vorsitzender Alfred Engert gab einen Rückblick auf das Berichtsjahr 2015 mit durchweg positiver Bilanz und zahlreichen Aktivitäten. Hannelore Nowacki

    Wehrführer Burkhard Jakob verlas seinen Tätigkeitsbericht zum Jahr 2015, das ereignisreich verlief und 19 Menschen die Rettung brachte. Foto: Hannelore Nowacki


    Simon Lambrecht offiziell zum stellvertretenden Wehrführer ernannt

    Beförderungen in der Einsatzabteilung

    Nach Absolvierung der erforderlichen Führungslehrgänge wurde der gewählte stellvertretende Wehrführer Simon Lambrecht nun ganz offiziell von Bürgermeisterin Barbara Schader mit Verleihung der Urkunde auf fünf Jahre als Ehrenbeamter auf Zeit berufen. Mehrere Einsatzkräfte erhielten im Rahmen der Jahreshauptversammlung ihre Beförderungsurkunden.

    Jennifer Hildebrand wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Dennis Engelhardt zum Oberfeuerwehrmann. Manuel Hildebrand und Dominik Brüderl führen jetzt den Titel Hauptfeuerwehrmann. Die Urkunden überreichte Wehrführer Burkhard Jakob. Vom Löschmeister aufwärts ist Stadtbrandinspektor Uwe Schwara für Beförderungen zuständig. Seit Samstag ist Alexander Horn Löschmeister. Christian Schembs und Simon Lambrecht wurden zum Hauptlöschmeister befördert.

     

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 2