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  • Mi., 18. März 2020, 10:10 Uhr
    Noch kein neuer Nutzungsvertrag - VfR-Vorstand appelliert an Stadtverwaltung 

    VfR Bürstadt fürchtet um Einnahmen bei Baubeginn des Bildungs- und Sportcampus 

    Wann geht es voran mit der Umgestaltung ihres Rasenplatzes in einen Kunstrasenplatz – Planungssicherheit wünscht sich der VfR Bürstadt. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Die Vorstände von VfR und Förderverein VfB sind sich einig: „Der Bildungs- und Sportcampus kommt und ist okay so“. Weshalb sie jedoch am Montagabend zu einer Pressekonferenz in die Stadiongaststätte eingeladen hatten, ist aus ihrer Sicht ein Problem, das an die Existenz des traditionsreichen Bürstädter Fußballvereins gehen kann. Der Verein für Rasensport Bürstadt 1910, in den 1980er Jahren in der 2. Bundesliga erfolgreich und aktuell in der Kreisoberliga Bergstraße unterwegs, sieht sich von der Stadtverwaltung im Stich gelassen. Und zwar ganz unabhängig von der Coronavirus-Krise, die bekanntlich zur Absage aller Veranstaltungen und Fußballspiele und auch des Trainings geführt hat. Die Unzufriedenheit und Sorge entzündet sich am Fehlen eines Nutzungsvertrags, das zur fehlenden Planungssicherheit ebenso beiträgt wie die Unsicherheit, wann denn endlich mit dem Bau des Bildungs- und Sportcampus begonnen wird. Ein kurzer Abstecher ins Freie führte an die große Hinweistafel. Dort ist zu lesen, dass die Bauzeit vom Juni 2019 bis voraussichtlich Frühjahr 2022 dauern wird. Das frühere Fußballstadion sei seiner Tribüne durch Abriss bereits beraubt, ein paar Bäume seien gefällt worden, aber seitdem habe sich nichts getan, beklagen die Herren einmütig. Da sie einer Meinung sind, täten Namen nichts zur Sache, das war der Wunsch für die Berichterstattung. Die alte Anzeigetafel, eine Erinnerung an alte Zeiten und damit Bestandteil der Vereinsidentität, sei glücklicherweise gerettet, lagere allerdings bei der Stadt Bürstadt. Den früheren Nutzungsvertrag habe die Stadt Bürstadt gekündigt, einen neuen brauche der Verein, um den Haushalt entsprechend planen zu können. Warum es seit zwei Jahren hakt, wüssten sie nicht. Einen Ausweichplatz habe man bis jetzt nicht gefunden, die Fußballvereine in Bürstadt hätten auf ihren Plätzen keine Zeiten mehr verfügbar, alles sei ausgelastet. Ein Vorschlag steht wohl im Raum: Der Sportplatz beim TV Bürstadt. Mit dem Nachteil verbunden, dass dort bei Heimspielen Bandenwerbung und eigene Gastronomie nicht möglich seien. Damit würden die Einnahmen von Sponsorengeldern und Bewirtung ausfallen, finanziell nicht verkraftbar. „Der Verein verlässt sich nicht auf die Stadt Bürstadt, macht eigene Anstrengungen“, versicherten die Vorstände und wiesen auf die große Spendentafel mit vielen Namenseinträgen am Eingang hin. Hier seien noch Felder frei – ein Feld kostet jährlich 25 Euro. Natürlich können die Spender auch mehr Geld locker machen. Wer sich an der Förderung des VfR Bürstadt beteiligen will, möge sich per E-Mail info@vfr-buerstadt.de an den Verein wenden. Der VfR habe 402 Mitglieder, der Förderverein 175 Mitglieder, teilten die Vorstände mit. Am Rande des Gesprächs wiesen sie auch auf die gemeinsame Jugendarbeit der drei Bürstädter Fußballvereine VfR, Eintracht und FSV Riedrode beim JFV Bürstadt hin, der 2011 gegründet wurde. Abschließend erklärten die Herren: „Wir wollen keinen Ärger, wir wollen Planungssicherheit“. Ein Appell, der sich an die Stadt Bürstadt richtet. Hannelore Nowacki

     

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