
BIBLIS – Bei schönem Wetter und wenn es nicht regnet haben die Kinder der Schule in den Weschnitzauen seit einer Woche viel Platz für sportliche Bewegung, zum Toben und Spielen, denn der erste Bauabschnitt für den neuen Schulhof ist fertiggestellt. Die freundliche Bodengestaltung wirkt einladend, seitlich in hellem Blau sowie in dezentem Gelb im Zentrum und orange umrahmt als imaginäre Laufzone, zwei Bodentrampoline und Balanceelemente fallen auf. Für weite Sprünge gibt es eine sandgefüllte Sprunggrube. Auf noch unbefestigten Wegen wurden fürs erste Hackschnitzel aufgebracht. Landrat Christian Engelhardt hatte die Presse zu einem Besichtigungstermin und einer Bildpräsentation eingeladen, an dem Simone Kurt, kommissarische Schulleiterin, und Stellvertreterin Nora Snaschel teilnahmen sowie Johannes Kühn vom Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße, um die neue Situation und die nächsten Baumaßnahmen vorzustellen.
Foto: Hannelore Nowacki
Bis zum Sommer soll auch der zweite und letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein und damit das neu gestaltete Außengelände als abwechslungsreicher Schulhof mit Spielgeräten, Bäumen, Rasenflächen und Pflanzbeeten den 200 Kindern der Grundschule in den gemeinsamen Pausen und in der Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stehen. Eine erste Probe bestanden Bodentrampolin und die Balanceelemente, indem Landrat Engelhardt es nicht beim Schauen beließ. Am Schulgebäude schließen sich die Bereiche zum Chillen an, mit bereits angepflanzten Hainbuchenhecken angelegt sind und im Sommer grünen Sichtschutz bieten, eine regionale und umweltfreundliche Bepflanzung wie Kühn erläuterte. Die Sitzbänke werden im Frühjahr montiert. Die Flächen werden zurzeit gerne zum Kicken und Ballspielen genutzt.
Umplanung hat Zeit gekostet
Zunächst stehen die Entkernung des alten Schulgebäudes und dessen Abriss an, um für den kompletten neuen Schulhof Platz mit insgesamt nahezu 3.000 Quadratmetern Platz zu schaffen – für jedes Kind werden mehr als zwölf Quadratmeter berechnet. Bis es soweit ist, wird für die Pausen zusätzlich der Bereich an der Riedhalle genutzt, wobei die Kinder jeweils nach Jahrgängen in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Bei Regen bleiben die Kinder in ihren Räumen, so wie es in Schulen üblich sei, erklärte Schulleiterin Kurt. Im neuen Schulgebäude sei die Clusterstruktur mit dem eigenen Bereich für einen Jahrgang auch bei Regenwetter von Vorteil. Die Riedhalle, die auch Schulsporthalle ist, für die Pausen zu nutzen, wie von der Gemeinde angeboten, komme nicht in Frage, da der Boden verschmutze und Umkleiden zeitlich nicht praktikabel sei. Da der Schulförderverein die frühere Hausmeisterwohnung erhalten wollte, habe die Umplanung mehr Zeit gekostet, erklärte Engelhardt. Auf die Riedhalle angesprochen machte Engelhardt deutlich, dass er den Verbleib der Riedhalle favorisiere, doch habe die Gemeinde zu entscheiden. Wie anderswo auch, würde sich der Kreis als Schulträger an den Kosten beteiligen. Spielgeräte und Kleinspielzeug für die Pausen werden an der Riedhalle in blauen Behältern aufbewahrt und Fußballtore werden aufgestellt, damit es in den Pausen nicht langweilig wird..
Baggerbiss am alten Schulgebäude nach Entkernung
Zuerst wird der einstöckige Flachbau abgerissen, um Platz für die Baugeräte und Material zu schaffen, dann erst kommen die schweren Arbeiten am alten Schulgebäude in etwa vier Wochen, nachdem alle Fenster, Türen, Leitungen, Außenjalousien und sonstiges Material entfernt ist. Demnächst werden die Anwohner in einer Versammlung informiert, die Einladungen seien bereits verschickt. Messgeräte messen mögliche Vibrationen bei den Abbrucharbeiten. Wie Kühn berichtete, wurden Häuser der Anwohner begutachtet.
Hannelore Nowacki








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