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  • Do., 26. November 2020, 08:52 Uhr
    KITA REGENBOGEN: Auch in diesem Jahr wurde Spendenaktion für Wormser Frauenhaus organisiert

    „Viele Frauen kommen zu uns und haben nichts“

    Strahlende Augen waren zu sehen – über die vielen Spenden für das Wormser Frauenhaus freuten sich Beate Siebecker (rechts) vom Leitungsteam und Heilpädagogin Barbara Piechocki, zuständig für den Kinderbereich des Frauenhauses sowie Kita-Leiterin Iris Armada, die für geschenkte Herz einen schönen Platz in der Kita aussucht. Foto: Hannelore Nowacki


    RIEDRODE – Teilen mit Menschen, die nichts oder zu wenig haben, diese vorbildliche Haltung geht auf den Heiligen Martin zurück, ist aber auch mit der alljährlichen Spendenaktion zugunsten des Wormser Frauenhauses zum St.-Martinsfest seit über dreißig Jahren Tradition bei der Kita Regenbogen. Der St.-Martins-Umzug fand dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt, aber die Spendenaktion gab es trotzdem. Eine riesige Menge an haltbaren Lebensmitteln, Spielzeug und anderen Dingen war zur Freude von Hauptorganisatorin Maria Zeißner und Kita-Leiterin Iris Armada zusammengekommen. Frisches Obst hatte eine Spenderin erst kurz zuvor gebracht. Vor dem Kita-Eingang hatten sie einen Teil der Sachspenden für den Fototermin am Mittwochmorgen dekorativ aufgebaut, viel mehr noch sei in der Kita zur Abholung gelagert. Wegen der Coronaregeln blieben die Kinder diesmal drinnen und die Besucher draußen. Eltern, auch ehemalige Eltern und viele Bürstädter Bürger seien treue Spender, berichtete Kita-Leiterin Armada. Ganz stolz seien Kinder, wenn sie ein Spielzeug von zuhause mitbringen. Viele Spenden sammle Maria Zeißner in ihrer Nachbarschaft. Die ehemalige Erzieherin organisiert die Spendenaktion schon seit 33 Jahren, sie kannte noch die Gründerin der Sammelaktion für das Wormser Frauenhaus. Über die „großartige Spende“ freuten sich Beate Siebecker vom dreiköpfigen Leitungsteam des Frauenhauses und Heilpädagogin Barbara Piechocki, die im Frauenhaus für den Kinderbereich zuständig ist. „Viele Frauen kommen zu uns haben nichts“, erzählte Siebecker. Im Frauenhaus unter der Trägerschaft des DRK finden sieben Frauen und elf Kinder Platz, manche bleiben ein Jahr und länger, weil sie keine Wohnung finden. Wohnbereich, Küche und Bad werden geteilt, es sei wie eine große WG. Das Frauenhaus finanziere sich von Stiftungsgeldern, die der Förderverein verwaltet, von Zuschüssen durch Land und Stadt sowie durch Spenden. Ein ganz besonderes Herz aus Holzspielzeug hatte die künstlerisch begabte Heilpädagogin aus Worms als Dankeschön mitgebracht – Kita-Leiterin Armada will dem Kunstwerk einen prominenten Platz geben. Was Teilen bedeutet, werde mit den Kindern besprochen. Hannelore Nowacki

     

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