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  • Do., 30. März 2023, 10:15 Uhr
    JUGENDBEIRAT: Ideen zu Verbesserungen in Lampertheim an Ersten Stadtrat übergeben / Von Umsetzung würden alle profitieren

    Vielfältige und wichtige Ideen für Kinder und Jugendliche 

    Elias, Melisa, Leni, Anna (v.r.) und die Vorsitzende Leonie (l.) vom Jugendbeirat übergaben ihre Ideen für ein kinder- und jugendfreundlicheres Lampertheim an den Ersten Stadtrat Marius Schmidt (2.v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es sind vielfältige und vor allem auch sehr sinnvolle Ideen, die zur Verbesserung des Lebens in Lampertheim allgemein und besonders für Kinder und Jugendliche beitragen können, sofern diese auch umgesetzt werden: Am Mittwoch übergaben Leni, Anna, Melisa, Elias und Leonie vom Jugendbeirat im Beisein von Jennifer Fröhlich von der Jugendförderung ihre Ideensammlung an den Ersten Stadtrat Marius Schmidt. 

    „Wir freuen uns, heute unsere Ideenvorschläge präsentieren und übergeben zu dürfen. Gemeinsam haben wir überlegt, was fehlt, verändert und für Kinder und Jugendliche verbessert werden könnte”, erläuterte die Vorsitzende des Jugendbeirates, Leonie Krämer. 

    Die Skateranlage am Spielplatz in der Ringstraße war als Ort für die Übergabe gut gewählt worden: Denn der Jugendbeirat wünscht sich eine Erneuerung und /oder Verschönerung des Skateparks, da dieser nicht wirklich sehr ansprechend für viele Jugendliche ist. Hierzu habe man sich eng mit der Skater- und Rollergruppe um Tobias Kilian ausgetauscht und deren Ideen mitgenommen. 

    Mobilität, auch in Verbindung mit dem Thema Sicherheit, spielt für die Jugendlichen eine große Rolle. So besteht einerseits der Wunsch nach einer besseren Busverbindung für den Rosengarten, da „dort nur zweimal pro Stunde ein Bus fährt und man somit oft auch auf Menschen mit Führerschein angewiesen ist, um zum Beispiel zum Sport oder auch zu Freunden in der Kernstadt zu kommen.” Darüber hinaus ist der Wunsch nach mehr Sicherheit an der Biedensandstraße sehr ausgeprägt, da „dort morgens vor der Schule und mittags nach Schulschluss sehr viel Verkehr ist und man sich als Fahrradfahrer dort manchmal durch den vielen Verkehr sehr unsicher fühlt.” Mit Blick auf die jüngeren Lampertheimer würde sich der Jugendbeirat über eine Fahrradverkehrsübungsplatz freuen, „da viele Kinder erst gegen Ende ihrer Grundschulzeit das Radfahren erlernen dürfen, da es oftmals auf der Straße zu gefährlich ist.”

    Das Thema Sicherheit spielt auch in einem anderen Bereich eine große Rolle: So spricht sich der Jugendbeirat für mehr Beleuchtung im Stadtpark sowie am Bahnhof Hofheim und in der dortigen Bahnhofsstraße aus. 

    Ein besonderer Aspekt ist derWunsch nach einer „Minijob Bar”, beispielsweise in Form einer Website, da es als Jugendlicher oft schwer sei, einen Nebenjob zu finden. Hier könnten alle freien Stellen speziell für Jugendliche auf einen Blick gefunden werden. Zudem sei mehr WLan an öffentlichen Plätzen wie am Bahnhof, in der Innenstadt oder im Stadtpark sinnvoll.

    Und natürlich steht auch die Freizeit im Blick der jungen Lampertheimerinnen und Lampertheimer. Hier steht der Wunsch nach einem Open-Air-Kino im Sommer in Hüttenfeld ganz oben auf der Wunschliste, für den Winter eine „Eisflächenveranstaltung auf dem Parkplatz vor der Hans-Pfeiffer-Halle, da dies eine Veranstaltung für Groß und Klein ist.”

    Marius Schmidt zeigte sich angesichts der Vielfalt der Ideen beeindruckt. „Unter den Ideen ist vieles, was man direkt auf den Weg bringen kann. Wir nehmen alle Themen ernst und ich nehme die Vorschläge gerne mit und auf”, betonte der Erste Stadtrat, der sich für das Engagement der Jugendlichen bedankte. Er zeigte sich davon beeindruckt, dass die Jugendlichen sich im Rahmen einer dreitägigen Klausurtagung so intensive Gedanken gemacht hatten. Zum Wunsch nach einer Eisfläche betonte er, dass diese durch die Stadtverordnetenversammlung bereits vor vielen Jahren beschlossen wurde. Die vergangenen Winter seien aber nicht kalt genug gewesen. „Gut, dass der Jugendbeirat noch einmal für dieses Thema sensibilisiert!”. Mit Blick auf den Wunsch nach einem Open-Air-Kino in Hüttenfeld ergänzte er, dass er die entsprechenden Kontaktdaten eines Anbieters bereits an die Jugendförderung weitergegeben habe, zudem bot er an, sich einen Film für das Open-Air-Kino in den Biedensand Bädern im September zu wünschen. 

    W-Lan sollte eigentlich sowohl durch Hotspots am Bahnhof als auch am Schillerplatz abgedeckt sein, hier versprach Marius Schmidt, dies zu überprüfen. Bezüglich der „Minijob-Bar” wird er dieses Thema an den Arbeitskreis Berufsorientierung der Stadt Lampertheim weitergeben. Und auch die Idee des Fahrradverkehrsübungsplatzes fand der Erste Stadtrat „sehr sympathisch”, ebenso wie er den Wunsch nach besseren Busverbindungen nach Rosengarten spannend findet. Zur Sicherheit in der Biedensandstraße ergänzte er, dass das Ordnungsamt bereits lange an diesem Thema dran sei, um hier für mehr Sicherheit zu sorgen – „schön, dass auch die Jugend hier Impulse gibt.” 

    Der Jugendbeirat möchte darüber hinaus nicht nur mit Ideen für Verbesserung sorgen, sondern selbst mit Veranstaltungen zu einem besseren Angebot für Kinder und Jugendliche beitragen – so sind in diesem Jahr unter anderem ein Beachvolleyball-Turnier in den Biedensand Bädern und ein Familienpicknick im Stadtpark geplant. Benjamin Kloos

     

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