NABU Bürstadt installiert Nistkasten für Schleiereulen
Vielleicht kehrt sie zurück
Eine Schleiereule mit Beute. Foto: NABU/ Hans Pollin
BÜRSTADT – Die Schleiereule braucht zum Nisten einen störungsfreien und dunklen Platz. Am besten in einer Scheune `alten Stils`, d h eine nicht hermetisch abgeschlossene Scheune wie es die modernen Scheunen sind, sondern eine Scheune mit Ritzen in der Holzverkleidung oder Öffnungen im Dach. Früher, im bäuerlichen Bürstadt bis in die 60er Jahre des 20ten Jahrhunderts, gab es überall noch solche geeigneten Nistplätze. Die Schleiereule war deshalb bei uns ein weit verbreiteter Brutvogel. Ähnlich wie die beiden Schwalbenarten Mehl- und Rauchschwalbe erlebte sie aber mit dem Verschwinden der Bauernhöfe aus dem Stadtgebiet, dem Abriss bzw. der Renovierung der alten Scheunen einen starken Rückgang im Bestand - in Bürstadt ist sie inzwischen vermutlich komplett verschwunden. Mit dem Angebot einer Nisthilfe in einer geeigneten Scheune in Riedrode versucht die Naturschutzbund (NABU) Gruppe in Bürstadt, diesen seltenen Vogel wieder in unserer Gemeinde heimisch werden zu lassen. Die NABU-Aktiven hoffen nun auf die Rückkehr dieser schönen Eulenart in Bürstadt. zg