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  • Fr., 28. Juni 2019, 07:57 Uhr
    Grüne für Neubau und eine Bauernhofkindergartengruppe

    Vierte Kindergartengruppe bei St. Michael mit Anbau beschlossen

    LAMPERTHEIM – Im Sozialausschuss hatte die Fachbereichsleiter Bernd Ranko den Kita-Bedarfsplan vorgestellt. „Eine tolle Präsentation“, wie Stadtverordnete Christiane Krotz (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend betonte. Und im Haupt- und Finanzausschuss (Hufa) am 12. Juni hätten auch die Grünen der Verwaltungsvorlage „Ermöglichung einer vierten Kindergartengruppe in der Katholischen Kindertagesstätte St. Michael Hofheim“ zugestimmt. Dennoch hatten die Grünen einen Änderungsantrag eingebracht, der in der  Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend zum Tagesordnungspunkt mit Beratung wurde. Die Grünen forderten einen Neubau für drei Gruppen anstelle eines Anbaus an die Kita St. Michael für eine Gruppe. FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Bittner stellte die Dringlichkeit für einen Anbau heraus, da für 2019 Fördermittel vorhanden seien. Simon hatte in seiner kritisiert, dass der katholischen Kirche 400.000 Euro für den Anbau geschenkt würden. Für 1,4 Millionen Euro hätte man dagegen ein eigenes Haus. „Kein Staat darf sich von einer Religionsgemeinschaft abhängig machen“. In ihrem Debattenbeitrag meinte Krotz ebenso wie Alexander Scholl (CDU) sich anschließend: „Ich habe den Eindruck, dass mit heißer Nadel gestrickt wurde“. Am Ende sprachen sich in der dreiteiligen Abstimmung 33 Stadtverordnete gegen den Neubau und die übergangsweise Nutzung des Turnraums für eine Gruppe aus, jeweils fünf Stadtverordnete stimmten für diese beiden Punkte des Änderungsantrags.  Was die Einrichtung einer Bauernhofkindergartengruppe angeht, zeigten sich alle Fraktionen gegenüber einer Prüfung offen. Einstimmig wurde das Thema in den Sozialausschuss verwiesen. Erster Stadtrat Jens Klingler, als Kämmerer für die Finanzen der Stadt Lampertheim zuständig, befand die im Hufa „nach diversen Abwägungen getroffene Entscheidung „die beste Alternative“ im Sinne von „Hofheim first“. Im Bedarfsplan seien 202 Plätze für 2021 vorgesehen, aktuell gebe es 175 Plätze. Die 27 benötigten Plätze ergäben eine weitere Gruppe. Klingler berichtete von einer kommenden Initiative der Kommunen zu den Kita-Kosten, die auch Lampertheim nicht mehr alleine stemmen könne. „Einen 10-Millionen-Euro-Betrag gibt der Haushalt nicht her – deswegen halten wir uns zurück“. Der Anbau sei ein Entgegenkommen des Trägers, machte Klingler deutlich, „wir müssen dankbar sein, dass wir solche Träger haben“. An Simon gerichtet, der den Änderungsantrag der Grünen begründet hatte, sagte Klingler: „Manchmal schießen Sie über das Ziel hinaus, manchmal ist weniger mehr“. Wie Scholl (CDU) sieht Klingler einen Bauernhofkindergarten nur als mögliches Zusatzangebot, ein Rechtsanspruch könne damit nicht erfüllt werden. Es werde Familien geben, die dieses Konzept nicht wollen. Zu bedenken gab Klingler, dass der Waldkindergarten zwei Jahre bis zur Umsetzung gebraucht habe. Die Verwaltungsvorlage für einen Anbau wurde bei fünf Enthaltungen und 33 Ja-Stimmen beschlossen. Hannelore Nowacki

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