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Di., 19. Januar 2021, 08:52 Uhr
POLITIK: Als Ehrengäste waren die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht und Landratskandidat Karsten Krug dabei
Virtueller Neujahrsempfang der SPD Lampertheim
Auch in diesem Jahr hätten der SPD-Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt, die SPD-Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jens Klingler (v.l.) gerne mit den SPD-Mitgliedern auf das neue Jahr angestoßen – doch coronabegdingt fand der Neujahrsempfang 2021 digital statt. Archivfoto: TIP-Verlag
LAMPERTHEIM – Es war der erste virtuelle Neujahrsempfang der SPD Lampertheim – und hoffentlich auch der letzte. Das wünscht sich zumindest der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jens Klingler und damit ist er sicher nicht allein. „Letztes Jahr ist das Alte Rathaus aus allen Nieten und Nähten geplatzt“, blickte er am vergangenen Samstagsmittag zurück. Damals habe man sich schon überlegt, sich für das nächste Jahr aufgrund der vielen Gäste etwas neues einfallen zu lassen. Das diesjährige Format allerdings ist kein würdiger Ersatz. „Den persönlichen Kontakt kann nichts ersetzen, aber es ist zumindest eine Möglichkeit, in so einer Zeit den Kontakt zu halten“, begrüßte er über 30 Gäste zum Neujahrsempfang im virtuellen Raum, die es sich mit den am Vormittag am Schillerplatz abgeholten Neujahrsbrezeln und einem Glas Sekt zu Hause vor dem Bildschirm gemütlich gemacht hatten. Zu den Gästen zählten neben dem Landratskandidaten Karsten Krug auch der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer, der ehemalige Bürgermeister Erich Maier sowie die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht (SPD). Sie war die erste, die sich mit Neujahrsgrüßen und einem Rück- sowie Ausblick an die Genossen wandte. Unvorstellbar sei es für sie gewesen, dass sie solche Grundrechtseingriffe, wie sie derzeit aufgrund der Corona Pandemie notwendig sind, mittragen müsse. „Schwierige Entscheidungen werden getroffen, die immer eine Abwägung zwischen den Grundrechtseingriffen und der Gesundheit und dem Leben nötig machen“, machte Lambrecht deutlich. Nun gehe es darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, dass schnell und flächendeckend geimpft werden könne, damit wieder ein bißchen Normalität in das Leben zurückkehren könne. Außerdem wandte sich auch Landratskandidat Karsten Krug an die Zuschauer, der davon ausgeht, dass die Pandemie die Bürger noch lange und intensiv beschäftigen wird. „Die Geduld und Akzeptanz der Maßnahmen steht und fällt damit, wie nachvollziehbar sie letztendlich sind und von denen die ein oder andere doch zu hinterfragen sind“, betonte er. Zu früh verlangte Impfbereitschaft, obwohl keine Impfstoffe da waren, sorgten für Unverständnis bei den Bürgern. Missmanagement sieht Krug auch beim Thema Homeschooling. Bürgermeister Gottfried Störmer bedankte sich zuallererst bei den politisch engagierten Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit in der Partei in das Gemeinwesen einwirkten. Für die Zukunft stellte er „ein Fahren auf Sicht“ in Aussicht. Auf Lampertheim bezogen nannte er als die wesentlichen Aufgaben, den Neubau des Bauhofs sowie den Neubau der Kita, die es weiter zu verfolgen gelte. In Sachen Altrhein werde derzeit der Vertrag mit der Generaldirektion Schifffahrt unterschrieben, der ein weiteres Vorgehen möglich mache. Als letzter Redner ergriff schließlich der Fraktionsvorsitzende der SPD Lampertheim Marius Schmidt das Wort, der sich momentan auf das Amt des Ersten Stadtrats vorbereitet - dieses tritt er am 1. Februar an. Um Solidarität in die Gesellschaft zu bringen, seien die Sozialdemokraten vorne mit dabei. Mit der Schaffung einer Einkaufshilfe für Senioren sowie gespendeten Einkaufsgutscheinen an Obdachlose sind die Parteimitglieder gleich zu Beginn der Pandemie aktiv geworden. Auf Anregung der SPD habe die Stadtverwaltung im neuen Jahr schnell reagiert und nun eine Impfhotline eingerichtet. Außerdem stellte Schmidt den Erlass von Kindergartengebühren bei nicht in Anspruch genommener Leistung in Aussicht. Von seinem Amtsvorgänger Jens Klingler übernehme er ein „sehr gut bestelltes Haus“. Wer wolle, dass Jens Klingler weiter politisch arbeite, solle sein Kreuzchen der SPD geben. „Wir reden nicht nur, wir handeln. Es lohnt sich, uns weiter das Vertrauen auszusprechen“, so Schmidt. Eva Wiegand