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  • Mo., 06. Januar 2014, 14:13 Uhr
    Grünspecht kann Nistkästen testen / NABU Bürstadt nimmt an Forschungsprojekt teil

    Vogel des Jahres 2014 hat freie Auswahl

    Die NABU-Mitglieder Günter Ochsenschläger, Michael Held und Christine Winkler machten sich am Sonntag an die Arbeit und brachten die Nistkästen jeweils in der Höhe von fünf bis sechs Metern an. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, hat ab sofort auf dem NABU Gelände die freie Auswahl an Nistkästen. Zwar hat sich der Bestand des Vogels in den letzten 20 Jahren verdoppelt, sein Lebensraum verkleinert sich allerdings zunehmend mit dem Verschwinden von Streuobstwiesen, Waldrändern und Auwäldern, aber auch Gärten und Parks oder städtische Brachflächen. Die Ortsgruppe Bürstadt nimmt nun an einem überregionalen Forschungsprojekt teil, in dessen Rahmen insgesamt 50 Gruppen auswerten, welche Art von Nistkästen der Grünspecht bevorzugt. „Normalerweise zimmert der Grünspecht seine Bruthöhle selbst in alte Bäume“, berichtete Michael Held, deshalb mache die Forschungsaktion gerade dort Sinn, wo zwar Nahrung, bevorzugt Ameisen, aber kein Alt- oder Totholz vorhanden sei.

    „Wir beobachten die Grünspechte regelmäßig, deshalb ist das ein gutes Gelände für die Forschungsaktion“, meinte auch Christine Winkler. Insgesamt drei verschiedene Nistkästen, darunter auch ein Dohlen-Nistkasten sowie ein Nistkasten „zum Fertigbauen” wurden dann am Sonntagmorgen auf dem NABU-Gelände jeweils in Höhe von fünf bis sechs Metern angebracht. Da Grünspechte nur selten in neu angelegten Höhlen brüten, ist es wahrscheinlich, dass geeignete Kästen vom Grünspecht angenommen werden.

    Seit einigen Jahren experimentiert die Firma Vivara, Kooperationspartner von NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz), mit Grünspecht-Nistkästen. Insbesondere Modelle „zum Fertigbauen” durch den Specht scheinen erfolgversprechend. „Wir dokumentieren, ob und welche Nistkästen angenommen werden. So lässt sich dann mit den Daten der anderen Gruppen ein Trend feststellen“, erklärte Michael Held. Bis zum Sommer läuft das Projekt, denn im Februar/März beginnt die Balz, im April werden die Eier gelegt und im Mai schlüpfen die Jungvögel.

    Eva Wiegand

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