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  • Fr., 30. Oktober 2020, 08:48 Uhr
    Frank Griesheimer neuer Vorsitzender – Klaus Jenner trotzdem nicht im Ruhestand

    Volksbühne blickt auf ereignisreiches Jahr 2019 zurück 

    Der Vorstand hat mit Frank Griesheimer (Mitte) einen neuen Ersten Vorsitzenden, einstimmig auf Vorschlag seines Vorgängers Klaus Jenner (links) gewählt. Jula Bischof (von links) wurde erneut zur Schriftführerin gewählt, Ilse Prüssing ist 1. Beisitzerin, Michael Tschirner ist Zweiter Vorsitzender. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das Jahr 2019 war für die Volksbühne ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr. Davon berichtete der Erste Vorsitzende Klaus Jenner in seinem Geschäftsbericht zur Generalversammlung am Dienstagabend im großen Saal des Gasthauses „Zur Krone“. Die Vorstellungen des über die Grenzen von Lampertheim hinaus bekannten Mundarttheaters waren wie immer ausverkauft. Mit dem Stück „E bissl bleed – iss a meschugge“ erbrachte das Ensemble eine „großartige Leistung“, sagte Jenner und krönte seine Anerkennung mit den Worten „ich bin stolz auf euch“. Der Humor hat bei der Volksbühne ein Zuhause, was auch bei dieser Generalversammlung trotz Corona-Abständen und Umständen deutlich wurde. Bei den Proben wurde häufig bis spät abends gearbeitet, aber auch gelacht wie Jenner berichtete. 33 Proben mit insgesamt 187 verbuchten Stunden und umgerechnet 21 Arbeitstagen wurden geleistet. „Un des ohne Lohn“, merkte Jenner an. Jenners Dank galt ebenso allen Helfern und dem technischen Apparat, der sich von Jahr zu Jahr beim Bühnenaufbau gesteigert habe. Außerdem müsse der Saal hergerichtet werden und eine Mannschaft die Zuschauer mit Getränken und Bretzeln versorgen. Auch das neue Stück „In Moann schbeeld variggd“, das im November 2019 elf Mal aufgeführt wurde, war ein Renner. Jenner war und ist von der „Truppe“ begeistert und habe gesehen, „dass wir Älteren in den wohlverdienten Ruhestand gehen dürfen“, machte aber Hoffnung auf weiteres Mitwirken: „Was nicht heißen soll, dass wir nicht mehr gebraucht werden“, kündigte Jenner an. Als Glück sieht es Jenner, dass in den letzten Jahren Theaterspieler dazugekommen sind, „die einfach zu uns passen“. Nach über 40 Jahren Bühnenerfahrung wisse er, was einen guten Laiendarsteller ausmacht. Am Faschingsumzug und am Vereinsfrühschoppen nahm die Volksbühne als Verein teil und erhielt von der Stadt Lampertheim für das Jahr 2018 den Vereinsförderpreis von 400 Euro. Gemeinsame Treffen außerhalb der Theatersaison mit vielen Unternehmungen gehören zum regen Vereinsleben dazu. In der Vereinsspitze kam es am Dienstag zu einem Generationenwechsel, wie Jenner selbst die Wahl ankündigte. Mit 72 Jahren er Platz für einen Jüngeren. Zu wählen waren turnusgemäß der 1. Vorsitzende, der Schriftführer, der 2. Beisitzer und ein Kassenprüfer. Einstimmig entschieden sich die Mitglieder auf Jenners Vorschlag für den 56-jährigen Frank Griesheimer, der seit fünf Jahren bei der Volksbühne ist und als talentierter Schauspieler auf der Bühne stand. Das Amt der Schriftführerin übernimmt nach einstimmiger Wahl weiterhin Jula Bischof. Florian Uhl hatte seine Bereitschaft für das Amt des 2. Beisitzers erklärt und wurde in Abwesenheit als 2. Beisitzer gewählt. Neu im Zweierteam der Kassenprüfer mit Susanne Legleiter ist für zwei Jahre Angelika Jenner. Zweiter Vorsitzender ist Michael Tschirner, 1. Beisitzerin ist Ilse Prüssing. Geschäftsführer ist Gerhard Baum, der seit 65 Jahren Vereinsmitglied ist und in den vergangenen 50 Jahren im Vorstand war und seit 40 Jahren als Geschäftsführer engagiert ist. Die Laudatio auf Klaus Jenner hielt Tschirner in mundartlicher Rede. Weil der Peter (Bischof) ihn gelockt habe, sei er 1976 zur Volksbühne gekommen, ab 1992 war Beisitzer,  als Vorstand seit 2002 „ist er unser Macher“  und „sei Mimik ist a Wucht“, begann das große Lob, dem ein kräftiger Applaus folgte. Als Präsent erhielt Jenner ein Buch mit seiner bebilderten Laufbahn im Verein und einen Gutschein, seine Frau Angelika bekam einen Blumenstrauß. Auch auf die Frau kommt es an, hatte der Laudator betont: „Des geht nur mit a passender Fraa“. Wie jedes Jahr verteilte die Volksbühne Spenden für soziale Zwecke. Der Erlös der Seniorenveranstaltung im April von 1.554 Euro, aufgestockt von der Volksbühne auf 2.000 Euro, kam dem Förderverein Notfallseelsorge mit Sitz in Heppenheim zugute. Theatervorführungen gibt es dieses Jahr nicht - Corona macht der Volksbühne einen Strich durch die Planung. Auch die persönlichen Ehrungen während der Generalversammlung fielen weg. Die zu ehrenden Mitglieder, sofern sie sich gemeldet hatten, werden die Ehrung auf anderem Weg entgegennehmen. Hannelore Nowacki

    Information

    Die Volksbühne kann auf viele langjährige Mitglieder zählen, die mit Urkunde und einem Präsent geehrt werden. 65 Jahre: Gerhard Baum und Dieter Beth. 40 Jahre: Claudia Mandel. 25 Jahre: Willi Drackert, Elke Dubois-Voss, Udo und Petra Gorth, Johannes Greven, Gudrun Gröninger, Monika Hoffmann, Rosita Hotz, Markus Karb, Ursula Klotz, Birgit Liebner, Anette Marin, Mathias Mocsnek, Heike Rach, Christel Rach, Elisabeth und Uwe Schmidt, Günter Schneibel, Gerhard und Marlene Tremmel, Thomas und Christine von Dungen, Sonja Wegener und Dirk Weinheimer. 

    Gratulation nach Corona-Art – Klaus Jenner und Frank Griesheimer. Foto: Hannelore Nowacki

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