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Mo., 12. Mai 2014, 10:23 Uhr
Freiwillige Feuerwehr Bobstadt seit 50 Jahren mit Jugendfeuerwehr
Volles Haus beim Tag der offenen Tür mit Regen, Wind und Sonne
Die Stimmung war gut und es schmeckte bei der Freiwilligen Feuerwehr Bobstadt - ob draußen nach dem Regen oder in der Fahrzeughalle. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Die Sonnenschirme waren aufgestellt, Tische und Bänke vor der Fahrzeughalle standen einladend da und vom Küchenstand wehten Appetit anregende Düfte in die Nase. Serviert wurden herrliche Schnitzel in mehreren Variationen. Die Speisekarte bot darüber hinaus viel Abwechslung – mit Steaks, Pommes, Currywurst, Bratwurst und Wedges. Am Getränkestand schenkte das Team routiniert die Durstlöscher aus. Nur die Sonne ließ auf sich warten. Nach dem ersten heftigen Regenschauer zur Mittagszeit wurden schnell alle Tische und Bänke mit einem großen Wischer abgetrocknet. Erste Sonnenstrahlen lockten einige warm angezogene Besucher zum Essen ins Freie. In der nahezu voll besetzten Fahrzeughalle hatte sich der Musikzug der Feuerwehren Bürstadt und Hofheim unter der Leitung von Stabführer Erik Minnder für sein mehr als halbstündiges Konzert auf schmalem Raum an der Wand entlang positioniert und befeuerte die gute Stimmung mit schwungvollen Stücken. Eine reich bestückte Kuchen- und Tortentheke erwartete die Gäste in der Cafeteria – alles selbst gebacken von Feuerwehrfrauen und Frauen von Feuerwehrleuten. Den Besuchern war außerdem eine beeindruckende Fahrzeugausstellung geboten. Die Türen waren zur Besichtigung offen und weil das 50-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr gefeiert wurde, waren die Kinder als besondere Attraktion zur Rundfahrt mit einem großen Löschfahrzeug LF 8/6 bis zum Kreisel nach Bürstadt eingeladen. Eine einmalige Gelegenheit, die es so noch nicht gegeben hatte und vielen Kindern Spaß machte. Fahrer Kevin Wiedemann hatte zahlreiche wissbegierige Fragen zu beantworten, wie er nach der ersten Fahrt erfreut berichtete. Die jungen Fahrgäste saßen vorschriftsgemäß mit Sicherheitsgurten angeschnallt auf eigens angeschafften Kindersitzen. Wehrführer Sebastian Kaiser zeigte sich angesichts der Wetterlage mit der Besucherzahl zufrieden. Zahlreiche Vertreter der Lokalpolitik waren gekommen und auch Alt-Bürgermeister Alfons Haag stattete den Bobstädter Brandschützern einen Besuch ab. Unter den benachbarten Feuerwehren waren auch die Rhein-Dürkheimer Kameraden mit einer starken Abordnung vertreten. Pressewart Marco Reinhardt hoffte, dass vielleicht doch noch die Hüpfburg aufgeblasen werden könnte. „Der Wind ist das Problem“, erklärte er. Deshalb sei auch kein Zelt aufgestellt worden. Für die vorgesehene Kletterwand sah er wegen der angekündigten Sturmböen keine Chance. Dafür war im Untergeschoss der Feuerwache einiges los. Kinderschminken und Glitzertattoos waren bei den Besuchern sehr gefragt. Als Experten erwiesen sich die Jugendfeuerwehrleute im Stechen und Legen von Knoten. Unter Anleitung von Kinderfeuerwehrleiter Marcel Reinhardt brachten am Maltisch die Kinder mit Feuereifer Farbe aufs Papier. Da loderten prachtvolle Flammen, die wie die anderen ausgemalten Motive auch für Buttons verwendet werden konnten. Noch mehr Bastelmaterial enthielt die große Bastelkiste - der Feuerwehrverein hat es gespendet. Über fünfzig Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, sie trugen rote Namensschilder in Form von Feuerwehrautos, die bei der Kinderfeuerwehr unter tatkräftiger Unterstützung der Betreuer entstanden waren. Die vor fünfzig Jahren gegründete Jugendfeuerwehr zählt zurzeit acht Mitglieder, bei der vor zwei Jahren ins Leben gerufenen noch nicht sehr mitgliederstarken Kinderfeuerwehr sind bereits weitere Kinder angemeldet. Verstärkung ist jederzeit willkommen, das machten Jugendfeuerwehrwart Christian Ludwig und Kinderfeuerwehrleiter Marcel Reinhardt im Gespräch deutlich. Zur Kinderfeuerwehr gehen die sechs- bis zehnjährigen Kinder, bei der Jugendfeuerwehr sind die zehn- bis 17-Jährigen. Hannelore Nowacki
50 Jahre Jugendfeuerwehr – das ist eine Erfolgsgeschichte. Jugendfeuerwehrwart Christian Ludwig ist stolz auf seine Mannschaft. Foto: Hannelore Nowacki