Parkfest der Musikschule – das Open Air Musikfest mit fünf Stunden Programm im Stadtpark
Vom Zaubertrank und der Steinsuppe
Joachim Sum, Leiter der Musikschule Lampertheim, begrüßte das Publikum zum 33. Parkfest der Musikschule. Kinder der Goetheschule, Pestalozzischule und der Schillerschule rührten mit viel Spielfreude ihren musikalischen „Zaubertrunk“ an. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Strahlender Sonnenschein und Hitze - das Sommerwetter schickte sich am Samstagnachmittag beim Parkfest der Musikschule an, sämtliche Temperaturrekorde dieser Saison zu brechen. Ein schattiges Plätzchen im Stadtpark war durchaus von Vorteil, um sich dem vollen Genuss der Darbietungen widmen zu können. Ein grandioses Ereignis war dieses fünfstündige Open Air Musikfest, das auf eine gute Tradition von 33 Jahren baut und für alle Bürger offen war, freier Eintritt inklusive. Ein paar Hitzegrade weniger hätten sicher mehr Besucher in den Stadtpark gelockt. Während die Bühne im fliegenden Wechsel für das nächste Ensemble umgebaut wurde, hatten die Besucher Gelegenheit, sich im Budendorf mit Getränken, Kaffee und Kuchen zu versorgen. Über zwanzig Ensembles mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zählt die Musikschule, deren Leistungen das Publikum mit fleißigem Applaus bedachte.
Zur Eröffnung begrüßte der Schirmherr des Parkfestes, Bürgermeister Gottfried Störmer, die Musizierenden und das Publikum. Dr. Nikolaus Selzer, 1. Vorsitzender der Musikschule, rief dazu auf, die Musikschule der Stadt Lampertheim mit Spenden zu fördern und freute sich, dass er schon wenige Minuten später von Hans-Hinrich Meyer-Coconcelli einen symbolischen Spendenscheck in Empfang nehmen konnte - der Betrag von 500 Euro war bereits dem Konto der Musikschule gutgeschrieben. Die Kinder aus den Kursen an den Grundschulen eröffneten den musikalischen Reigen mit ihrem fröhlichen „Zaubertrank“. In großer Runde unter dem Schatten alter Bäume verfolgten die Zuschauer, was die Kinder aus der Musikalischen Früherziehung der Musikschule einstudiert hatten.
Der fast zahnlose hinkende Wolf hatte für das gemeinsame Mahl mit Henne, Schwein, Schaf und weiteren recht harmlosen Tieren eine Zutat aus dem Sack geholt, einen dicken Stein. Der landete genauso im Kochtopf wie das gesunde Gemüse – eine Geschichte mit herrlichen Rhythmen und mitreißender Instrumentalbegleitung unterlegt. Stunden später setzte die Band „A-Five“ mit ihren fünf jungen Musikerinnen zum Schlussakkord an. Das Parkfest ging zu Ende – das Lichterfest begann. Unter der Regie der Musikschule unterhielten Lehrer und Schüler der Musikschule nun ein Publikum, das mit Musik und romantischer Atmosphäre einen unvergleichlich schönen Sommerabend erlebte.