Reit- und Fahrverein Lampertheim stellte sich beim Tag der offenen Tür vor
Von der Longe zu den Leistungsklassen
Manuela Feiler aus Lorsch zeigte mit Hengst „Cody“ einige Zirkustricks, die sie ohne Strick durchführte. Foto: Manuel Ding
LAMPERTHEIM – Am Sonntag ab 16 Uhr konnten Interessierte Gäste einen Einblick in die Arbeit des Reit- und Fahrvereins Lampertheim (RuF) gewinnen. Zum Tag der offenen Tür mit Nikolausfeier hatte sich der RuF ein facettenreiches Programm einfallen lassen, dass den Verlauf einer Vereinslaufbahn widerspiegeln sollte. So starte man als Kind vor den ersten Reitstunden an der Longe, so dass die oder der Reitlehrerin, bzw. Reitlehrer noch volle Kontrolle über das Pferd habe, bevor man dann zum Springen übergehe, so Cora Wunder, 2. Vorsitzende und Pressesprecherin des Vereins. Reitlehrerin Birgit Höfer moderierte die Stationen.
Danach wurden die Hauptakteure etwas kleiner, denn es waren nicht die Pferde, die die Zuschauer begeisterten: Die Hunde des Bergsträßer Agility-Clubs (BAC) trainieren bereits seit mehreren Jahren auf dem Gelände und in der Halle des RuF und trugen ebenfalls zum bunten Programm auf dem Tag der offenen Tür bei. Unter Führung der jeweiligen Frauchen, bzw. Herrchen ging es für die Vierbeiner durch einen Parcours aus Hindernissen und Tunnel. Nachdem sich die Hunde des BAC ausgetobt hatten, wurde die Halle noch einmal umgebaut und die Spring-Quadrille Sabrina Strubel, Anna Zehnbauer sowie die Brüder Brüdern Jan und Denis Kühn zeigten an einem Hindernis Sprünge, die aufeinander abgestimmt parallel, entgegengesetzt, oder auch zu viert auf einmal durchgeführt wurden. Alle vier vorgestellten Springreiter seien derzeit sehr erfolgreich. Die Brüder Kühn, so Wunder, bewiesen sich in diesem Jahr erstmals in der Leistungsklasse „S“, welches die höchste der Klassen sei.
Für das Pas-de-deux, wurde das statische Turnpferd in die Halle geschoben. Dabei zeigen Doppelpaare ein Programm der besonderen Art. Aufgrund der Schwere der gezeigten Figuren trainiere man bis zuletzt an besagtem Übungspferd und neben der Schwierigkeit der Leistung steht auch ein originelles Motto und Kostüme im Vordergrund. Auch eine Voltigiervorführung stand auf dem Programm des Tags der offenen Tür. Die Gruppe unter der Leitung von Carolin Kieser zeigte eine Vorführung zum Thema Black Swan, bevor Manuel Feiler aus Lorsch, zusammen mit Hengst „Cody“ und zahlreichen „Spielgeräten“ die Halle betraten um ihre Zirkusnummer vorzuführen. „Manuela hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Pferd beizubringen, ohne Strick und auf Kommando zu folgen“, erklärte Cora Wunder, „Als Reitsportler möchte man keine Sportgeräte, sondern zuverlässige Partner.“ Der junge Cody sei allerdings als Vertretung eingesprungen und dadurch noch etwas unerfahren, da das eigentliche Pferd erkrankt sei, so Feiler zu Beginn der Vorführung. Davon war in der Halle aber, außer einer besonders großen Neugier den Geräten gegenüber, nichts anzumerken.
Für die zahlreichen Kinder unter den Gästen des Tags der offenen Tür stand gegen 17.30 Uhr dann ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Als das Licht in der Halle erlosch und festliche Glocken ertönten, hielt der Nikolaus, begleitet von seinen Weihnachtswichteln, Einzug. Auf Pferden betraten sie die Halle - und wer unter den kleinen Gästen mochte, konnte ein Gedicht oder Lied vortragen. Als Belohnung hatte der Nikolaus eine schokoladige Überraschung vorbereitet.
Zum Ausklang des Abends durften die mutigen unter den Kindern auch einmal selbst in den Sattel steigen, um auf den Rücken der Schulpferde selbst einmal erste Reiterfahrung zu sammeln. Manuel Ding
Am Abend wurde es dann festlich: Als die Lichter in der Reithalle erloschen und festliche Glocken ertönten, erhielt der Nikolaus Einzug. Gemeinsam mit seinen Wichteln verteilte er schokoladige Geschenke an die kleinen Gäste des Abends. Foto: Manuel Ding