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Di., 27. Januar 2015, 10:37 Uhr
Ordinationsgottesdienst von Pfarrvikar Stefan Geil in der Domkirche
Von Gott berufen und beauftragt und den Menschen zugewandt
Im Rahmen eines feierlichen Ordinationsgottesdienstes in der Domkirche gelobte Pfarrvikar Stefan Geil seine Arbeit zu Ehren Gottes und zum Besten der Gemeinde auszuüben. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang in der Notkirche feierte Stefan Geil am Sonntag seine Ordination in der Lukasgemeinde als Nachfolger von Pfarrer Mario Hesse-Keil. Musikalisch umrahmte die Dekanatskantorei unter Leitung von Heike Ittmann den Gottesdienst mit Teilen aus der Misa di Tango Palmeri. Nach dem feierlichen Einzug von Pröpstin Karin Held, Dekan Karl-Hans Geil, Pfarrerin Sabine Sauerwein, Pfarrer Adam Herbert, Stefan Geil, dem Kirchenvorstand der Lukasgemeinde sowie der Dekanatskantorei, hieß Kirchenvorstand Hermann Schneibel die Gottesdienstbesucher willkommen, unter ihnen einige Angehörige, Weggefährten und Freunde von Stefan Geil sowie seine Lebensgefährtin Annika Fröhlich, seine Schwester Annette Geil, Studienkollege Peter Schüz sowie Heike Ihnofeld vom Kirchenvorstand der Lukasgemeinde, die bei der feierlichen Einführungshandlung assistierten und die Segensworte sprachen. Der junge Pastor versprach mit einem festen „Ja, mit Gottes Hilfe“, sich seiner neuen Aufgabe zu stellen, der Kirchenvorstand bestätigte mit den gleichen Worten, den Pfarrvikar bei seinem Wirken zu unterstützen.
Noch vor der öffentlichen Berufung in diesen besonderen Dienst blickte Pröbstin Karin Held auf das Ergebnis eine Umfrage über den Stellenwert des Berufs Pfarrer, die eine hohe Erwartungshaltung deutlich mache. „Sie sollen einen vorbildlichen Charakter haben, sollen glaubwürdig sein und sollen für christliche Wertmaßstäbe einstehen und sich in der eigenen Lebensführung daran halten“, so sei die Vorstellung der befragten Kirchenvorstände im Rheinland. Die Pfarrer allerdings sähen das anders: „Sie empfinden sich nicht als bessere Menschen und fühlen sich durch die Vorbildrolle eingeengt“, sagte Held. Im Vordergrund stehe für Pfarrer, kompetent Glaubensfragen fachgerecht zu beantworten, „sie wollen vertrauenswürdig sein, so dass Gemeindemitglieder ihnen ihre Sorgen anvertrauen und sie wollen traurige und freudige Ereignisse im menschlichen Sinne gestalten“, führte Held weiter aus. Ein Pfarrer habe zwei Auftraggeber, Gott und die Menschen und müsse beides versprechen: seine Aufgabe zu Ehren Gottes und zum Besten der Gemeinde auszuführen. Dann führte die Pröbstin die Ordination durch. Nach den Gebeten für den Pfarrvikar legte sie ihre Hände auf sein Haupt. Er ist nun bevollmächtigt zu predigen, zu taufen und das Abendmahl auszuteilen. Der frisch ordinierte Pfarrvikar hielt anschließend die Predigt. Beim anknüpfenden Empfang in der Notkirche überbrachten unter anderem Bürgermeister Gottfried Störmer, Pfarrer der Martin-Luther-Gemeinde Ralf Kröger, Dekan Karl-Hans Geil sowie Kirchenvorstand Hermann Schneibel Grußworte. Eva Wiegand