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  • Mi., 29. November 2023, 16:20 Uhr
    KITA REGENBOGEN: Spendenaktion für das Wormser Frauenhaus fand wieder großen Anklang / Unterstützung seit 1984

    Vor allem an Hygieneartikeln herrscht Bedarf

    Seit 1984 wird durch die Kita Regenbogen die Tradition gelebt, die Arbeit des Wormser Frauenhauses durch eine Spendenaktion zu unterstützen. Darüber freuen sich die Akteure und Begünstigten gleichermaßen. Foto: Steffen Heumann


    BÜRSTADT – „Die Namensbezeichnung „Regenbogen“ ist ein Zeichen, das für Geborgenheit, Liebe und Vertrauen steht und eine Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellt.“ So heißt es in der Einleitung auf der Homepage des Bistums Mainz über die katholische Kindertagesstätte in Riedrode. Es spricht für die Werte, die in der Kita vermittelt werden, dass bereits seit 1984 eine Spendenaktion zugunsten des Wormser Frauenhauses durchgeführt wird. Dorthin flüchten Frauen, vor der Gewalt in der häuslichen Gemeinschaft. Sie suchen Schutz für sich und ihre Kinder.

    Von Anfang an für gute Sache engagiert

    Maria Zeißner, 30 Jahre lang als Mitarbeiterin in der Kita Regenbogen aktiv, fühlt sich auch im Ruhestand dem Wunsch der Eltern von damals verpflichtet, die Aktion für in Not geratene Frauen in der Gegenwart fortzuführen. Das Echo fand in der Kita, bei den Eltern der Kita-Kinder, sowie bei Bürgern in Riedrode wieder Gehör. Kita-Leiterin Iris Armada freut sich über den Erfolg der Gemeinschaftsaktion, durch die wertvolle Unterstützung geleistet werden kann. Neben zahlreichen Lebensmitteln kamen 100 Euro als Erlös aus dem Martinsfest der Kindertagesstätte hinzu. Edeka Krebs spendierte zusätzlich eine Fülle an Hygieneartikeln. „Die werden im Frauenhaus immer benötigt werden“, wie Beate Siebecker und Nina Balkenohl vom Frauenhaus-Team berichten.

    Zufluchtsorte sind am Limit

    Betroffene Frauen und Kinder, die vor ihren gewalttätigen Ehepartnern flüchten, hätten oft nur das Allernötigste dabei. Hygieneartikel stünden da während des Aufenthaltes ganz oben auf der Wunschliste. Bis zu sieben Frauen und elf Kinder können im Wormser Frauenhaus aufgenommen werden und dort von dem Erlebten Ruhe finden. Allerdings würden mehr Kapazitäten, aber auch mehr Personal benötigt. Worms sei da kein Einzelfall, auch landes- und bundesweit stoßen die Zufluchtsorte meist an ihre Aufnahmegrenzen. Perspektivisch wünsche man sich eine gesicherte Finanzierung für jedes Frauenhaus. „Wir können leider nur von Jahr zu Jahr planen“, bedauern die Frauenhaus-Mitarbeiterinnen, dass der Wunsch nach einer besseren Finanz- und Personalausstattung von der Politik stets gekonnt ignoriert wird. Weitere Infos unter www.frauenhaus-worms.de

    Steffen Heumann

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