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Do., 16. April 2015, 09:28 Uhr
Lese-Omas im Ehrenamt tätig, auch Lese-Opas gesucht
Vorlesen und mehr – ein kostbares Zeitgeschenk
Die gelungene Aktion Lese-Omas gibt allseits Anlass zur Freude: Andrea Siegler (links) von der Kinderkrippe Villa Kunterbunt, Bürgermeisterin Barbara Schader, Lese-Oma Hildegard Schmidt, Birgit Keiber, Lese-Oma Petra Diehl und Anja Kuhn von der Kindertagesstätte „Zwergenwald“. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Zwei neue Lese-Omas haben im Rahmen eines Pressegesprächs ihre Ehrenamtsvereinbarung mit der Stadt Bürstadt unterzeichnet. Damit sind sie bei ihrer Tätigkeit in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen versicherungsrechtlich abgesichert. Hildegard Schmidt engagiert sich in der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“, Petra Diehl bei den Kindern in „Zwergenwald“. Elisabeth Münch, früher als Erzieherin bei der Stadt Bürstadt beschäftigt, will die „Villa Kunterbunt“ unterstützen, war jedoch am Montag verhindert. Andrea Siegler von der Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ und Anja Kuhn von der Kindertagesstätte „Zwergenwald“ freuen sich auf ihre neuen Lese-Omas. Bürgermeisterin Barbara Schader erinnerte an den Beginn dieser ganz besonderen Partnerschaften mit ehramtlich tätigen Mitarbeiterinnen in den städtischen Kinderkrippen und Kindertagesstätten. Im Herbst 2013 lagen am Informationsstand der Stadt Bürstadt Listen aus, in die sich mehrere interessierte Frauen eingetragen hatten. „Daraus haben sich tolle Partnerschaften entwickelt“, stellte Bürgermeisterin Schader fest, „und eine Win-Win-Situation auf beiden Seiten“. Auf der einen Seite strahlende Kinderaugen, auf der anderen Seite Frauen, die Freude an ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit mit den Kindern haben. Eigene Kinder oder Enkelkinder muss man nicht haben. Schader dankte den beiden neuen Lese-Omas für ihr „Ja“ und sprach ihre Anerkennung aus: „Sie stellen Ihre Zeit zur Verfügung, Sie schenken etwas sehr Kostbares“. Die Aktion entwickelte sich unter dem Namen „Lese-Omas“, weil sich bislang nur Frauen gemeldet hatten. Das könnte sich jederzeit ändern, wenn sich auch „Lese-Opas“ bereitfinden, den Kindern vorzulesen und andere interessante Dinge mit ihnen unternehmen. Die Lese-Omas lesen nicht nur vor, sie begleiten die Kinder auch bei Ausflügen und Waldspaziergängen. Es komme vor, dass Lese-Omas aufhören, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen, erklärte Schader, deshalb entstehe immer wieder neuer Bedarf. In allen fünf städtischen Einrichtungen sind Lese-Omas aktiv. Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung Bürstadt ist Birgit Keiber, Telefon 06206/701-232, E-Mail birgit.keiber@buerstadt.de. Wer Zeit und Interesse hat, sollte sich mit ihr in Verbindung setzen. Hannelore Nowacki