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  • So., 27. Juli 2014, 14:28 Uhr
    Arbeitskreis Dorferneuerung – Erdgeschoss des Alten Rathauses zur Kerwe fertig

    Vorplatz mit drei neuen Bäumen und Sitzen

    So könnte der Vorplatz des Alten Rathauses aussehen. Den skizzierten Plan von Landschaftsarchitekt Ronald Ofenloch hielt Arbeitskreissprecher Volker Utz zur Ansicht hoch. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Zur Bobstädter Kerwe vom 22. bis 25. August wird der Innenausbau des Alten Rathauses im Erdgeschoss fertig sein. Das steht schon fest, wie Helmut Dollak, bei der Stadt Bürstadt zuständig für die Baumaßnahme, bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung im Katholischen Pfarrzentrum bekanntgab. Auf dem Vorplatz wird sich einiges verändern, um einen Aufenthaltsort mit Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Zugleich soll für Festlichkeiten wie die Kerwe genügend Raum für Zelte und Bewirtung bleiben. Nach Vorschlägen und Ideen der Arbeitskreismitglieder hatte  Landschaftsarchitekt Ronald Ofenloch ein Konzept entwickelt, dessen aktuelle Fassung er vorstellte. Zukünftig werde es zwei Parkplätze geben, die alten Lindenbäume werden durch drei neue Baumpflanzungen ersetzt. Diese werden durch ihren natürlichen Wuchs für leichte Beschattung sorgen, aber den Blick auf das Alte Rathaus nicht verstellen. Gedacht ist, ähnlich wie auf dem neuen Marktplatz in Bürstadt, an lockerkronige Bäume wie den Fächerblattbaum mit einem anfänglichen Stammumfang von 25 Zentimetern, die nicht beschnitten werden müssen.

    In der Diskussion betonten Arbeitskreissprecher Volker Utz und weitere Mitglieder, dass Aufenthaltsqualität mit genügend Sitzgelegenheiten und Veranstaltungen problemlos möglich sein müssen. Das wird nun gewährleistet durch die Installation abschraubbarer Sitze. Bei den Wasserspielen ließen sich die Kosten von 8.400 Euro auf 4.800 Euro reduzieren, wenn von den drei geplanten Steinen nur eine Stele aktiv wäre – ein Vorschlag, der den Arbeitskreis nicht überzeugte. Arbeitskreismitglied Frank Cornelius stellte seine Ideen zur Entwicklung des Ortskerns in einem detailreichen Vortrag vor, den er mit Bildern illustrierte. Als Architekt bisher vor allem in Vorarlberg tätig, liege ihm Bobstadt als Heimatort jedoch am Herzen, wie er zum Ausdruck brachte, das elterliche Haus steht in der Bergstraße. Die Pläne zur Dorferneuerung erscheinen ihm nicht emotional genug, eine Kritik an der Planungsgruppe, die Moderator Stefan Lösch und Arbeitskreismitglieder  mit dem Hinweis zurückwiesen, dass der kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden musste. Arbeitskreissprecher Volker Utz erklärte, es sei nicht Aufgabe des Arbeitskreises Privateigentümer anzusprechen.

    Der Knackpunkt für die Dorferneuerung liege zum Teil bei den Eigentümern, die sich mit Investitionen zurückhalten. Arbeitskreismitglied Rudi Pumm weiß aus Gesprächen: „Die Leute sind zufrieden, mit dem was sie jetzt haben“. Was ist eine Dorfidylle? Frank Cornelius hat zu dieser Frage ganz konkrete Vorstellungen, die er an vielen Beispielen aufzeigte. Vor allem viel Grün sollte den öffentlichen Raum prägen. Die Vorgärten sieht er als grüne und blühende Vorposten, die sich ohne Begrenzungen und Zäune zur Straße hin öffnen sollten. Leben in den Ort bringen möchte er auch durch breitere Gehwege, während die Straßenbreite bei etwa fünf Metern liegen könnte. Kommunalpolitiker Werner Klag stellte heraus, dass Investoren ihre Bebauungspläne vorlegen können. Aber die Stadt habe kein Geld, „nicht einmal für die Sanierung der Industriestraße, obwohl tausende Autos durchfahren“. Moderator Lösch ist sich sicher: „Das Thema wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen, wenn sich Investoren interessieren, finden wir eine Lösung“.

    Hannelore Nowacki

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