CDU-Sommertour mit Besichtigung von Bürgerhaus im Umbau
„Vorsicht – frischer Belag“
Die CDU hatte zur traditionellen Sommertour in Hofheim eingeladen, die wie immer am Bürgerhaus begann, wie Ortsvorsteher Alexander Scholl anmerkte. Fachdienstleiter Michael Köthe erläuterte den Besuchern die Baumaßnahmen und beantwortete viele Fragen. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Der CDU-Sommertour in Hofheim am Montagabend hatten sich Mitglieder aus Lampertheim, Bürger und Anwohner angeschlossen. Am Treffpunkt Bürgerhaus wartete schon Fachdienstleiter Michael Köthe, der den Besuchern die Umbaumaßnahmen erläuterte. Nach der Begrüßung durch den CDU-Fraktionsvorsitzenden Edwin Stöwesand und Ortsvorsteher Alexander Scholl erklärte Köthe die Planungen für die Außenanlage mit Spielplatz, Einfriedung und Fassadendämmung. Der Brandschutz erfülle die höchste Norm, erklärte Köthe, sowohl außen als auch innen. Das neue Brandschutzkonzept sehe zwei völlig getrennte Bereiche vor. Die Fenster der Kinderkrippe mit drei Gruppen sind bereits von außen durch die Farbgebung der Fensterrahmen in Gelb, Rot und Grün erkennbar. Die Klinkerfassade werde hinter der Wärmedämmung verschwinden, das sei nicht anders zu lösen, hörten die Besucher vom Fachmann. Mit dem Blick nach oben wies Köthe auf die Lüftungsanlage für den Saal hin, die auf dem Dach installiert ist. Ortsvorsteher Scholl sieht den Bedarf der Kinderbetreuung mit dieser neuen Kinderkrippe „vorerst gedeckt“. Nach dem Baubeginn vor einem Jahr sei man heute auf der „Zielgeraden“. Das umgestaltete Bürgerhaus mit Saal, Foyer und Räumen für Vereine sei „zukunftsfähig“ und „technisch fit“ und auch das Alte Rathaus werde mit dem Einzug der Verwaltungsaußenstelle, die zuvor im Bürgerhaus angesiedelt war, eine sinnvolle Nutzung erhalten. Ein Anliegen der Besucher konnte nicht abschließend geklärt werden – die Frage nach der Regelung des zu erwartenden zunehmenden Verkehrs, wenn die Eltern ihre Krippenkinder bringen und abholen. Scholl hob die wichtige Rolle des Informationskreises Umbau/Sanierung Bürgerhaus hervor, der die Bauarbeiten begleitet und viele Ideen eingebracht habe – neun von zehn Vorschlägen seien umgesetzt worden. „Transparenz und Akzeptanz sind von Anfang an geschaffen worden“. Auch habe die Stadt Lampertheim den Informationskreis ernst genommen. Wie sich das Bürgerhaus im Innern schon verändert hat, beeindruckte die Besucher. Einige erinnerten sich genau, wo einzelne Funktionsräume wie die Gaststättenküche früher waren. Dass der helle, überdachte Innenhof erhalten bleibt und von den Gruppen der Kinderkrippe genutzt werden kann, kam bei den Besuchern gut an. Schon im September soll die erste Krippengruppe einziehen, die Kinder aus der Schubertstraße. Fortschritte sind zu sehen. „Vorsicht – frischer Belag“ verkündete ein Schild vor einem Raum, der frisch gefliest war. Jede Krippengruppe mit jeweils 12 Kindern wird über einen Gruppenraum, einen Schlafraum und einen Wickelraum verfügen. Ein gemeinsamer Mehrzweckraum für Bewegung und Musik wird eingerichtet. Und wie sieht es mit der Akustik aus? Köthe klatschte zur Probe in die Hände. Kein unangenehmer Hall war zu hören, dank der speziellen Akustikdecken, die bereits eingebaut sind. Interesse weckten die technischen Einrichtungen wie die automatische Spüleinrichtung für die Trinkwasserleitungen und Belüftung von Saal und Bühne. Auf Nachfrage erklärte Köthe, dass der Kostenrahmen mit Investitionskosten von 2,2 Millionen Euro derzeit eingehalten werde. Offen sei noch das Parkett im Saal. Bei Sonnenschein, trotz dunkler Wolken am Hofheimer Himmel, machte sich ein Teil der Gruppe über den Friedhof auf den Weg zum Bahnhof, wo Ortsvorsteher Scholl über die zukünftige Infrastruktur sprach. Da die Stadt Lampertheim hier Flächen kaufen konnte, sei die Grundlage für eine mögliche Neugestaltung geschaffen worden. Die Planungen will Scholl vorantreiben, mit dem Ziel den Bahnhofsvorplatz zukünftig verkehrstechnisch optimal zu nutzen, mit barrierefreien, überdachten Bushaltestellen und ausreichenden Parkmöglichkeiten. Auch dürften die Grünflächen nicht zu kurz kommen. Am Ende solle ein Platz entstehen, wo man gerne hingehe und der den Stadtteil Hofheim insgesamt aufwerte. „Mein klarer Wunsch ist es dabei, dass die Planungen auf einer breiten Basis unter Einbeziehung aller Beteiligten stattfinden“, betonte Scholl. Im Einzelnen wies Scholl auf mehrere Neuerungen wie Fahrradständer auf der Westseite und einen Handlauf an der Rampe hin: „Viele, viele Kleinigkeiten rund um den Bahnhof sind schon passiert“. Zum Abschluss traf sich die Gruppe in der nahe Gaststätte zum gemütlichen Beisammensein und Gesprächen. Hannelore Nowacki