Aktuell mehren sich Beobachtungen der Tier an Straßen im Ried – besonders in der Dämmerung und in der Nacht
Vorsicht Wildschweine!
Derzeit wieder verstärkt am Straßenrand zu beobachten: Wildschweine. Foto: pixabay.com
RIED – Aktuell werden immer wieder Wildschweine direkt am Fahrbahnrand oder in der Nähe von Straßen beobachtet. Ob zwischen Neuschloß und Hüttenfeld, zwischen Lampertheim und Bürstadt oder an der B 47 Richtung Einhausen und Lorsch – besonders zwischen 17 Uhr abends und 8 Uhr morgens besteht die Gefahr, auf einzelne Wildschweine oder gar eine ganze Rotte zu treffen, da in dieser Zeit die Nahrungssuche stattfindet und die Wildschweine in diesem Zusammenhang auch an Straßenrändern und auf den Straßen selbst unterwegs sind.
Wenn Sie Wildschweine sehen ist es besonders wichtig, den Fuß vom Gas zu nehmen und immer bremsbereit zu sein, warnt der ADAC. Denn „Wildtiere können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und warten nicht am Fahrbahnrand, bis Sie vorbeigefahren sind. Auch, wenn das Tier Sie sieht, kann es trotzdem unmittelbar vor Ihrem Auto auf die Straße springen.”
Daher gilt: Wenn Sie ein Tier am Straßenrand sehen, müssen Sie deutlich langsamer werden oder sogar ganz abbremsen. Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – dadurch bleibt es nämlich stehen. Hupen Sie zusätzlich, das verscheucht das Wild in den meisten Fällen ganz. Achtung: Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs. Einem Tier können weitere folgen.
Wildunfall – was nun?
Wenn Sie das Tier zu spät sehen, ist ein Zusammenstoß oft nicht zu vermeiden. Bremsen Sie dann möglichst stark ab und weichen Sie niemals unkontrolliert aus, rät der ADAC und gibt weitere Tipps: „Halten Sie das Lenkrad gut fest. Schalten Sie nach einem Zusammenstoß die Warnblinkanlage ein und sichern Sie die Unfallställe ab. Ganz wichtig: Bewahren Sie Ruhe! Informieren Sie die Polizei unter der Rufnummer 110 und geben Sie Ihre Koordinaten durch. Auf dem Smartphone oder Navigationsgerät können Sie die genauen Koordinaten ablesen. Informieren Sie bei einem Wildunfall zusätzlich noch einen Jäger. Lassen Sie das angefahrene Tier liegen und fassen Sie es nicht an. Wildschweine beispielsweise können sehr aggressiv werden, wenn sie verletzt sind. Warten Sie am Unfallort, bis Polizei oder Jäger da sind.”
Wildunfälle machen laut ADAC etwa fünf Prozent aller Straßenverkehrsunfälle aus. Jedes Jahr meldet das Statistische Bundesamt mehr als 200.000 Wildunfälle, bei denen rund 2500 Menschen zu Schaden kommen. 10 bis 20 verunglücken dabei tödlich. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere bei Unfällen ums Leben. Die meisten Kollisionen gibt es mit Rehwild. Unfälle mit Wildschweinen nehmen laut DJV jedoch weiter stark zu. Deshalb gilt: Seien Sie vorsichtig und achten Sie besonders in der Dämmerung und in der Dunkelheit vorsichtig! zg