Der Vorstand des Förderkreises für die ökumenische Diakoniestation wurde einstimmig wiedergewählt. Im Bild: Schriftführerin Emma Klingler (von links), Beauftragte der Martin-Luther-Gemeinde Dr. Bärbel Kilian, Förderkreisvorsitzender Dr. Helmut Holz, 2. Vorsitzender Karl-Heinz Theiß und Petra Mettra, langjährige Kassiererin, die nicht mehr kandidierte. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Erfolg des Förderkreises für die ökumenische Diakoniestation mit seinen 215 Mitgliedern drückt sich in Zahlen aus, ist aber auch sichtbar und erfahrbar. Bei der Mitgliederversammlung am Dienstag in einem Gemeinderaum der Lukasgemeinde legte Petra Mettra den Kassenbericht mit positivem Ergebnis vor. Wie sie berichtete, konnten drei Fahrzeuge im Gesamtwert von 40.950 Euro angeschafft werden – zwei Autos hat die Diakoniestation erhalten, ein Meriva steht für die Abholung der Gäste in der Tagesbetreuung „Meine Zeit“ zur Verfügung. Einen VW Caddy für den Transport der Rollstuhl fahrenden Gäste hatten Lionsclub und Rotarier gespendet. Aus persönlichen Gründen stellte die langjährige Kassiererin ihr Amt zur Verfügung. Dr. Helmut Holz, Erster Vorsitzender des Vereins, dankte den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand sowie den beiden Kassenprüferinnen Karin Götz und Christa Herweh für ihre Arbeit, besonders jedoch Kassiererin Petra Mettra, die zusammen mit Schriftführerin Emma Klingler die meiste Arbeit geleistet habe. Die Vorstandsposition des Kassierers bleibt fürs erste vakant, da sich trotz intensiver Bemühungen des Vorstandes bislang niemand für die Nachfolge gefunden hat, wie Holz bedauerte. Auch bei der satzungsgemäß anstehenden Vorstandswahl sollte sich zeigen, dass sich aus dem Kreis der anwesenden dreizehn Förderkreismitglieder kein Kandidat für dieses Amt meldete. Der bisherige Vorstand, der bereit war nochmals zu kandidieren, wurde einstimmig wiedergewählt. In einer Übergangszeit ist die Diakoniestation bereit, die Kassenführung zu übernehmen. Ein herzliches Dankeschön des Vereinsvorsitzenden galt Christa Gerhardt, der Leiterin der Diakoniestation, und den über 60 Mitarbeitern für ihr erfolgreiches Schaffen. Auch betonte Holz die besondere Verbundenheit des Förderkreises mit allen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Mit Spannung erwartete die Mitgliederversammlung den Vortrag ihres Vorsitzenden Dr. Holz, der das Thema „Warten“ auf ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Weise aus historischer und persönlicher, philosophischer und psychologischer Perspektive beleuchtete – überraschende Details inklusive Ein Fazit: „Warten hat erst dann eine positive Kraft, wenn es freiwillig geschieht“. Deutlich machte Holz auch: „Wir schätzen das Warten meist nur in der Theorie“. Begeisterter Applaus belohnte Holz für seine Ausführungen. Werner Hahl, 1. Vorsitzender des Vorstandes der Diakoniestation Lampertheim, berichtete über die Tätigkeit der Diakoniestation und der Tagesbetreuung in der Kaiserstraße, die seit 1. Juli letzten Jahres für Demenzkranke und in ihrer Alltagskompetenz behinderte Menschen offen steht. Räumlichkeiten und Standort seien ideal, betonte Hahl, die Teilnahme am pulsierenden Leben in der Innenstadt sei möglich und werde gern für einen Ausflug zum Beispiel zu Eis Oberfeld genutzt. Das Betreuungsangebot umfasst Frühstück, Spiele, Spazierengehen, Filme anschauen und vieles mehr. Die Gäste kommen aus Lampertheim und Hofheim, sogar aus Bürstadt und Riedrode. Bis zu zehn Gäste können jeweils vormittags und nachmittags betreut werden, wobei an den Vormittagen noch Kapazitäten frei seien. Für die Kücheneinrichtung hatte die 2011 gegründete Diakoniestiftung 15.000 Euro gespendet. „Es ist schon ein tolles Netzwerk, das wir hier haben“, stellte Hahl fest. Zum Jahrestag der Eröffnung präsentiert sich die Tagesbetreuung „Meine Zeit“ in der Kaiserstraße 38 am 4. Juli zum Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit. Zum Ausklang der Mitgliederversammlung zeigte ein Kurzfilm mit dem Titel „Lampertheim – die Spargelstadt“ die Vielfalt und Wohlfühlatmosphäre der Stadt und der umgebenden Naturschönheiten. Hannelore Nowacki