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Fr., 27. Mai 2016, 09:46 Uhr
Generalversammlung der Volksbühne zeigte Fortschreibung der Erfolgsgeschichte
Vorstandvorsitzender Klaus Jenner wiedergewählt
Der Vorstand der Volksbühne (von links): Erster Vorsitzender Klaus Jenner, Zweite Vorsitzende Ilse Prüssing, 1. Beisitzer Michael Tschirner, Schriftführerin Jula Bischof, 2. Beisitzer Florian Uhl und Geschäftsführer Gerhard Baum. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Volksbühne Lampertheim braucht sich um ihre Zuschauerzahlen keine Sorgen zu machen, als Institution für den guten Humor mit Lampertheimer Zungenschlag kommt es fast einer Ehrung gleich, wenn man eine Eintrittskarte ergattert hat. Diese Erfolgsgeschichte begann vor vierzig Jahren so richtig in Fahrt zu kommen, als Peter Bischof die Idee hatte, Mundartstücke aufzuführen. Als Stückeschreiber, Schauspieler und Spielleiter ist Bischof aktiv, der stets die Gesamtleitung der Stücke hat. „Der Vorstand ist dir, Peter, zu großem Dank verpflichtet“, sagte Vereinsvorsitzender Klaus Jenner, der in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2015 auch die schöne Feier zum 70. Geburtstag von Peter Bischof hervorhob. Zur Generalversammlung des Vereins waren die Mitglieder so zahlreich gekommen, dass der Nebenraum im Gasthaus „Zur Krone“ voll besetzt war. 600 Mitglieder hat die Volksbühne, wie Geschäftsführer Gerhard Baum in seinem Finanzbericht mitteilte. Achtzehn neue Mitglieder schlossen sich der Volksbühne an, zwölf Mitglieder verließen den Verein. Auch die aktiven Schauspieler haben mit Nina Siegel, Frank Griesheimer und Sven Soldan Zuwachs bekommen, was den Vorsitzenden und den Spielleiter freute. Seit vielen Jahren ist die Volksbühne für ihre hohen Spenden bekannt, mit denen der Verein soziale Einrichtungen und Zwecke unterstützt. Da die Volksbühne alles ehrenamtlich meistert und die Kosten im Griff hat, konnte sie insgesamt 502.500 Euro spenden. Die „Aktion für krebskranke Kinder Heidelberg e. V. erhielt vor der Aufführung am 14. November 2015 einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro. Im Juni spendete die Volksbühne der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule die Einnahmen aus der Seniorenvorstellung – 2.000 Euro im Beisein des Bürgermeisters und damaligen Vorsitzenden des Seniorenbeirates Heinz-Dieter Schäfer. Bei der Feier zum 90. Jubiläum der Volksbühne wurden 30.000 Euro gespendet. „Solche Spenden sind nur möglich, weil wir das nach wie vor aus Spaß und „foa die umme“ machen, gab Jenner zu bedenken. Die Versammelten gedachten der verstorbenen Mitglieder, die wie Ehrenpräsident Josef Weidenauer, Mitspieler Ernst Legleiter und Hans-Jürgen Fluske im technischen Apparat, viele Jahre im Verein aktiv waren. „Doch wie immer geht der Alltag des Lebens weiter“, sagte Jenner und führte die Zuhörer zurück in ein überaus erfolgreiches Jahr mit den Kassenschlagern „Kuddlmuddl oam Gerischd“, das im Januar noch sechsmal gespielt wurde, und „Schwaddz gschlachd“, das Anfang November Premiere hatte. Abordnungen der Volksbühne besuchten zahlreiche Veranstaltungen befreundeter Vereine und pflegten die Geselligkeit bei vielen eigenen Unternehmungen und Ausflügen. Die Anerkennung der Stadt Lampertheim drückte sich in der Verleihung des Vereinsförderpreises 2014 mit dem ersten Platz in der Kategorie Kultur aus, den auch der evangelische Posaunenchor Hofheim erhalten hatte. Humor und Lachen kamen beim Geschäftsbericht nicht zu kurz, passend zur heiteren Stimmung im Raum. Spielleiter Peter Bischof berichtete in bester Loambada Sprooch, was sich in der Spielsaison 2015/ 2016 zugetragen hat. Den „technischen Apparat“ lobte Bischof wie Vorsitzender Jenner ganz besonders – der habe ein Bühnenbild hingezaubert. Sehr zufrieden war er auch mit „unsere Spieler, die habe sich sehr mit ihrer Rolle identifiziert.“ Optimaler könne man eigentlich nicht spielen, wenngleich es ohne Souffleuse nicht gehe. Die Satzung sah die Wahl des Ersten Vorsitzenden, des Schriftführers, des zweiten Beisitzers und der Kassenprüfer vor. Einstimmig durch Handzeichen wurde der bisherige Vorsitzende Klaus Jenner wiedergewählt, ebenso Schriftführerin Jula Bischof. Zum zweiten Beisitzer wurde Florian Uhl gewählt, nachdem Sven Bronnert nicht mehr kandidierte. Ihm folgte Nina Siegel als Kassenprüferin nach. Sven Soldan bleibt noch ein Jahr im Amt. Hannelore Nowacki