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    Beeindruckende Vernissage der Künstlerin und amtierenden Spargelkönigig Nadine Tannreuther

    „Voyage – das Leben ist eine Reise“

    Die amtierende Spargelkönigin Nadine Tannreuther eröffnete am 2. Februar mit einer Vernissage die Ausstellung ihrer beeindruckenden Fotografien, gemeinsam mit Kulturamtsleiter Rolf Hecher (l.) und Kulturamtsmitarbeiterin Gabi Wesp. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM – Eine ganz besondere Ausstellung erwartet die Gäste seit dem 2. Februar  im Haus am Römer: Die amtierende Spargelkönigin Nadine Tannreuther präsentiert bei der 60. Ausstellung im Rahmen der Reihe „Bildkultur“ im Haus am Römer ihre Werke – mit Unterstützung der Volkshochschule Lampertheim. Gezeigt werden Fotografien, darunter bildliche Momentaufnahmen aus der Spargelstadt sowie ihrer Wahlheimat und Landeshauptstadt Wiesbaden, ergänzt durch Bilder, die aus ihrem Studiensemester auf der grünsten Insel Griechenlands Korfu stammen. Zusätzlich seien laut Nadine auch „zwischendrin“ einige Schnappschüsse entstanden.

    Die seit 2006 existierende Reihe „Bildkultur“, die im Jahr 2016 vom Lampertheimer Stadthaus in das Haus am Römer verlegt wurde, ist bei Lampertheimer Künstlern äußerst beliebt. Kulturamtsleiter Rolf Hecher lobte die diesmal „königliche Ausstellung“, die etwas ganz Besonderes sei, auch in der Art und Weise der Ausstellung. Denn Nadine nimmt den Betrachter auf eine individuelle Reise mit: „Jeder kann die Reise antreten, hier selbst seinen individuellen Weg gehen und eine eigene Geschichte rausnehmen“ merkte Nadine im Rahmen des Pressegesprächs an – in Anlehnung an das Motto „Voyage – das Leben ist eine Reise“. Auch durch die Wahl verschiedener Blickwinkel beim Fotografieren ist es ihr gelungen, außergewöhnliche Momentaufnahmen entstehen zu lassen.

    Bisher veröffentlichte die junge, in München geborene, Künstlerin Malereien mit haptischen Strukturen der Acryltechnik. Ihre Malkünste hat sie bei der VHS-Dozentin Anouk Bourrat-Moll erworben. Diesmal freute sie sich besonders, ihre erste eigene Fotografie-Ausstellung mit Fokus auf Natur, Gebäude und Stillleben vorstellen zu können, die mit einer Vernissage am 2. Februar eröffnet wurde.

    Bereits im Alter von vier Jahren begann Nadine zu malen und sich zunehmend für Kunst und später Design zu interessieren. Mit dem Bachelor im Bereich Medien- und Kommunikationsdesign legte sie den Grundstein ihrer kreativen Arbeit in den Medien und spezialisierte sich mit dem Master „Leadership in the Creative Industries“ auf die Teamleitung und Konzeption medienübergreifender Kampagnen. Heute selbständig und wohnhaft in Wiesbaden und Lampertheim entwickelte Nadine eine Leidenschaft für Malerei und Fotografie – ihre kleine Panasonic DMC1 Spiegelreflex-Kamera mit Leica-Objektiv ist seit einigen Jahren ihr ständiger Begleiter, um Momentaufnahmen festzuhalten. Aushängeschild ihrer medialen Arbeit ist die mit Yasar Honneth gegründete Initiative „Das Gutleutviertel – in interaktiver Spaziergang“ - eine transmediale Stadtteilpräsentation in Frankfurt am Main. Ihre Ausstellung im Haus am Römer, die bis zum 18. April zu bestaunen ist, beinhaltet die Darstellung von verschiedenen Stimmungen und Eindrücken an ihren Wohnorten zwischen 2015 und 2017, aber auch Aufnahmen „zwischendrin“. Unterstützt wurden die Momentaufnahmen bei der Vernissage von einer eindrucksvollen Sound- und Video-Installation.

    Die Treppenstufen im Haus am Römer waren in Blautönen beleuchtet, der Titel „Voyage“ war an die Decke projeziert und eine Geräuschkulisse mit vielfältigen Tönen erklang im Hintergrund: Straßengeräusche auf Korfu waren zu hören mit Motorgeräuschen von vorbeifahrenden Rollern sowie schimpfenden und jubelnden Menschen. Auch das Morgengrauen in Wiesbaden Sonnenberg oder die Geräuschkulisse am Lampertheimer Altrhein gehörten dazu. Verschiedene Sounds klangen zum Betrachten von Momentaufnahmen von Gebäuden, Fußgängerzonen und Landschaften. Aufnahmen von der Lampertheimer Kerwe und Spargelwanderung gehörten dazu, wie das Spargelbild und das Foto vom Lampertheimer Dom mit außergewöhnlicher Perspektive in warmen rötlich-braunen Farbttönen. Besonders stach ein Foto hervor, das an einem alten Flughafenplatz in Zweibrücken entstanden ist und einen Ast zeigt, der in eine zerbrochenene Glasscheibe ragt. „Das Bild hat etwas mystisches“ erwähnte Nadine. Beeindruckende Fotos entlang des Fahrstuhls erzählten eine Geschichte, die jeder Betrachter selbst interpretieren konnte. „Die Übergänge sind flüssig, leicht und auch mal eckig – wie im wirklichen Leben“ fügte Nadine hinzu. Mit dem gezeigten surrealen 5-minütigen Kurzfilm „Expanded Cinema“, war Nadine in Zusammenarbeit mit dem Fotografen und Filmproduzenten Yasar Honneth Preisträger des Lichter Filmfestes 2015 sowie beim 41. Open Air Filmfest Weiterstadt.

    Etwas völlig Neues wird es laut Hecher während der sechswöchigen Ausstellung geben: Mit dem eigenen Smartphone oder Tablet mit Internetzugang (WLAN im Haus am Römer vorhanden) und einem QR-Code Scanner werden zusätzliche Interaktionen ermöglicht - kostenlose Apps hierzu können im Internet hochgeladen werden.

    Die Ausstellung kann bis zum 18. April während der gesamten Öffnungszeiten des Haus am Römer besichtigt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Gabi Wesp, Kulturamtsmitarbeiterin, unter 06206/935304. Sigrid Samson

     

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