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So., 27. Januar 2019, 19:44 Uhr
CDU-Kandidatin setzt sich gegen Steffen Lüderwald (SPD/Grüne) durch / Wahlbeteiligung erschreckend schwach
Bärbel Schader erneut zur Bürgermeisterin gewählt
Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses der Bürgermeisterwahl in Bürstadt gratulierte Herausforderer Steffen Lüderwald (SPD/Grüne) der alten und neuen Bürgermeisterin Barbara Schader (CDU) zum Wahlerfolg. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT — Bürstadt hat gewählt – dabei setzen die Bürger auf Kontinuität und bestätigten Bärbel Schader als Bürgermeisterin. Ingesamt kam sie auf 52 Prozent der Stimmen, ihr Herausforderer Steffen Lüderwald kam auf gute 45,7 Prozent der Stimmen und damit zu mehr als einem Achtungserfolg. Insgesamt lag Barbara Schader am Ende 368 Stimmen vor ihrem Herausforderer.
Anna-Maria Sterz-Hofmeister, deren Namen ebenfalls auf dem Wahlzettel zu finden war, hatte bereits im Vorfeld erklärt, im Falle einer Wahl aus gesundheitlichen Gründen nicht für das Amt der Bürgermeisterin zur Verfügung zu stehen. Dennoch kam sie auf 2,3 Prozent der Stimmen.
Schwache Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung war sehr gering, lediglich 44,6 Prozent der Bürstädter gingen zur Wahl. Bei der Politprominenz hingegen war das Interesse groß, sowohl die Bürgermeister aus Lampertheim, Gottfried Störmer, als auch aus Biblis, Felix Kusicka waren im Bürgerhaus, um das Ergebnis abzuwarten und Bärbel Schader zu gratulieren. Auch Landrat Christian Engelhardt sowie die beiden Kreisbeigeordneten Diana Stolz und Karsten Krug waren vor Ort.
Erfolge für Schader in der Innenstadt
In Bürstadt selbst konnte Barbara Schader in mehreren Wahlbezirken punkten. So erreichte sie im Wahllokal Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth 56,7 Prozent, in der Schillerschule Pavillon 56,1 Prozent und in der ehemaligen Schillerschule 54,1 Prozent der Stimmen. Und auch die Briefwähler hatten sich mit 56,6 Prozent klar für die amtierende Bürgermeisterin ausgesprochen. Steffen Lüderwald lag seinerseits im Wahlbezirk Kinderkrippe Wichtelburg mit 51,6 Prozent knapp vorne und im Kindergarten Spatzennest mit 49,1 Prozent genau gleichauf mit Barbara Schader.
Lüderwald in Bobstadt vorn
Auffällig war das Ergebnis in Bobstadt. Hier kam Steffen Lüderwald in beiden Wahlbezirken auf einen deutlichen Vorsprung. Hier kam der Kandidat von SPD und Grünen auf starke 55 und 54,28 Prozent.
Unentschieden in Riedrode
In Riedrode waren Barbara Schader und Steffen Lüderwald nahezu gleich auf. Die CDU-Kandidatin kam auf 49,1 Prozent, ihr Herausforderer von SPD und Grünen auf 49,5 Prozent der Stimmen – Steffen Lüderwald hatte damit genau eine Stimme mehr.
Große Freude bei Schader
Barbara Schader war die Freude über den Wahlsieg deutlich anzusehen. „Erleichtert stehe ich hier, nach dem Krimi den wir heute erlebt haben. Es ist eine Riesenchance für die Demokratie, direkt wählen zu können, schade, wenn die Wahlbeteiligung so niedrig ist. Es ist schön, dass ich zum zweiten Mal das Vertrauen der Menschen in Bürstadt gewinnen konnte, vielen Dank hierfür!” Mit Blick auf das enge Ergebnis ergänzte sie: „Das Tempo in den vergangenen Jahren war sehr hoch, vielleicht für den ein oder anderen zu hoch und manch einer hat sich dadurch abgehängt gefühlt. Auch für meine Gesundheit wäre es sicher besser, einen Gang zurückzuschalten. Ich möchte mich bei Steffen Lüderwald für einen fairen Wahlkampf danken, es ist gut, dass Bürstadt die Wahl hatte. Es freut mich, dass wir am Montag zur Sacharbeit zurückkehren können.”
Steffen Lüderwald mit Ergebnis zufrieden
Steffen Lüderwald zeigte sich mit den Ergebnis zufrieden, „und ich denke, das können wir auch sein. Wir haben die Menschen mitgenommen und einen guten Wahlkampf geführt.” Bedauerlich fand er die Wahlbeteiligung: „Alle Parteien und Fraktionen müssen überlegen, wie man die Menschen wieder zu den Wahlen bringen kann. Dies wäre auch wichtig und gut für die Legitimation der Gewählten.”
Landrat Engelhardt ließ es sich nicht nehmen, Barbara Schader ebenfalls zu gratulieren: „Sie haben weiter die Geschicke dieser tollen Stadt mit Herz in der Hand und können diese weiterentwickeln. Herzlichen Glückwunsch!” Benjamin Kloos