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  • Fr., 08. Juli 2022, 08:52 Uhr
    MITGESTALTEN: Bürgermeister und Erster Stadtrat werben für Teilnahme an der Wahl 

    Wahl zum neuen Jugendbeirat – Kandidaten für zwei  Jahre gesucht 

    Der neue Jugendbeirat wird von den über zweitausend wahlberechtigten Lampertheimer Jugendlichen im Wahlzeitraum vom 19., 20. und 21. September gewählt. Beim Pressegespräch mit Bürgermeister Gottfried Störmer (links) und Erstem Stadtrat Marius Schmidt (rechts) erzählten Arne Jaedke und Leonie Krämer von ihren positiven Erfahrungen. Jennifer Fröhlich (links) vom Fachdienst Jugendförderung ist Ansprechpartnerin. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Seit 2014 hat die Lampertheimer Jugend mit dem Jugendbeirat eine starke Stimme, parteipolitisch und konfessionell neutral. In den politischen Gremien werden die jungen Leute zu Themen gehört, die Kinder und Jugendliche in Lampertheim direkt oder indirekt betreffen, sie können Vorschläge machen, die Gremien beraten und unterstützen oder auch Kritik anbringen. Als Experten in eigener Sache können sie ihr Umfeld mitgestalten, an Projekten teilnehmen, Veranstaltungen für Jugendliche organisieren  und die Interessen der Lampertheimer Jugendlichen vertreten. Zwei Jahre beträgt die Amtszeit, dann sind wie in diesem Jahr im September Wahlen angesetzt. Satzung und Wahlordnung geben das Vorgehen für diese demokratische Wahl vor. Wählen kann nur, wer im Wählerverzeichnis von Amts wegen eingetragen ist. Wahlleiter im Wahlvorstand mit Fraktionsvertretern und Vertreter des Fachdienstes Jugendförderung aus dem Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt ist der Bürgermeister. Beim Pressegespräch mit Bürgermeister Gottfried Störmer und dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt am Mittwochnachmittag im Alten Rathaus erzählten Arne Jaedke, Vorsitzender des noch amtierenden Jugendbeirats und Mitglied Leonie Krämer, wie sie ihre Amtszeit erlebt haben und bei welchen Projekten und Veranstaltungen für Jugendliche sie sich engagiert haben. Das war trotz Corona-Pandemie eine ganze Menge. Bürgermeister Störmer wies auf Verbesserungsvorschläge für Spielplätze hin, speziell auch beim Spielplatz an der Ringstraße, auf die Mitwirkung am 8er-Rat und den jährlichen Bericht. „Der Jugendbeirat ist ein wichtiges Gremium“, betonte er. Von einer außerordentlich gelungenen Amtszeit sprach Erster Stadtrat Schmidt, dem die Mitwirkung des Jugendbeirats an der kinder- und jugendfreundlichen Stadt wichtig ist, ein Vorhaben, das ein ganzes Stück weitergekommen sei. Kinderrechte wurden auf den Weg gebracht und das Heimwegtelefon bekannt gemacht. Neben regelmäßigen Sitzungen spielt auch die politische Bildung eine Rolle und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, wie Arne Jaedke und Leonie Krämer berichteten. Neben den eher abstrakten Zielen waren es Aufgaben wie die Aktion „Sicherer Schulweg“ und das künstlerische Graffiti-Projekt am Toilettenhäuschen im Stadtparkt sowie der Austausch mit anderen Jugendlichen, die sie inspiriert haben. Auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Beiräten fällt ihnen auf der langen Liste der Pluspunkte ein, zum Beispiel die Mitwirkung im Fahrgastbeirat und Behindertenbeirat. Spaß hatten sie dabei allemal, doch das Engagement erfordert auch zeitlichen Einsatz. Diese Zeit will der 18-jährige Arne Jaedke nächstes Jahr in sein Abitur investieren, weshalb er nicht mehr kandidiert. Die 15-jährige Leonie Krämer möchte sich weiter im Jugendbeirat einbringen und kandidiert wieder. Erster Stadtrat Schmidt hofft auf viele Wahlvorschläge. „Wir suchen junge Menschen, die Lampertheim in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung,  Jugendförderung und Gremien mitgestalten und weiterentwickeln wollen“. Jennifer Fröhlich vom Fachdienst Jugendförderung berichtete, dass am 4. Juli das erste Anschreiben an die weit über 2.000 wahlberechtigten Jugendlichen im Alter von 11 bis 19 Jahren verschickt wurde, mit dem ersten Aufruf zur Einreichung von Wahlvorschlägen. Ein weiteres Anschreiben mit der Wahlbenachrichtigung wird folgen. In Abstimmung mit dem Jugendbeirat wurde der Wahlzeitraum auf den 19., 20. und 21. September festgelegt. In allen Stadtteilen wird ein Wahlbüro eingerichtet. Unabhängig von der Staatsangehörigkeit kann wählen oder gewählt werden, wer am Stichtag, das der Tag der konstituierenden Sitzung, das 11., ab er noch nicht das 19. Lebensjahr vollendet hat, vorausgesetzt der Hauptwohnsitz ist Lampertheim einschließlich der Stadtteile. Hannelore Nowacki

     

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