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So., 08. November 2015, 15:15 Uhr
Volksbühne Lampertheim begeistert bei Premiere / Restkartenverkauf am Montag und Mittwoch
„Was henn Sie gäje mich? Ich kumm doch nit aus Bärstadt!"
Zwei Stunden beste Unterhaltung: Auch in diesem Jahr sorgt die Volksbühne Lampertheim für viele Lacher. Foto: Frank Meinel
LAMPERTHEIM – Für viele Spargelstädter gehören die Kerwe, das Spargelfest und die Aufführungen der Volksbühne zu den wichtigsten Terminen des Jahres im Lampertheimer Veranstaltungskalender.
Am Freitag war wieder einer dieser Termine – die Volksbühne Lampertheim e.V. lud zur Premiere des neuen Stücks „Schwaddz gschlachd!" in die ehemalige Notkirche ein,die bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Die Geschichte ist schnell erzählt: „Schroinameeschda Hoina Gloddz" (Peter Bischoff) und „soin Gsell Hoannes Summa" (Michael Tschirner) schlachten zwei Säue im Keller des Hauses – haben allerdings nur einen Schlachtschein erworben.
Die zweite „Schwaddz gschlachd!" Sau sorgt dann für allerlei Wirbel, als die beiden vermuten, sie wurden vom „Rasiara Ignadz Ibbseid" (Frank Griesheimer, der als Neuzugang ebenso wie Nina Siegel sehr überzeugte) bei der Ortsverwaltung in Person von „Oaddsvoaschdejarin Glara Boxhoima" (Claudia Mandel) angeschwärzt. Natürlich dürfen auch in diesem Stück einige Seitenhiebe auf die Nachbarstadt nicht fehlen – so stellt „Kall Ibbseidz" (Florian Uhl) die Frage „Was henn Sie gäje mich? Ich kumm doch nit aus Bärstadt!", als er um die Hand von "„Maria Gloddz" (NIna Siegel) anhält und spürt, dass Vater „Hoina" nicht begeistert ist.
Der neue „Parre" Theo Held (Michael Heiß) kann sich dann auch nur über seine neuen Schafe wundern. Für weitere Verwirrung sorgt die etwas einfältige Haushaltshilfe „Abbolonia" (Ilse Prüssing). Klaus Jenner ist in diesem Stück leider nur in einer eher kleinen Rolle als Briefträger zu sehen. Sven Soldan vervollständigt als Hilfspolizist das diesjährige Ensemble.
Regie führte einmal mehr Gerhard Baum, während Peter Bischoff für die Gesamtleitung verantwortlich zeigte .
Das Stück bietet – wie man es von der Volksbühne gewohnt ist – zwei Stunden bester Unterhaltung mit vielen Lachern – für Lampertheimer und Zugezogene. Besser kann man die nur sieben Euro Eintritt nicht anlegen.
Wer noch keine Karten hat und schnell ist: Am Montag und Mittwoch werden Restkarten in der Notkirche verkauft – eine telefonische Bestellung ist unter 06206/56240 möglich. Frank Meinel