Di., 22. Oktober 2019, 09:17 Uhr
Vorstand des neuen Jugendrates in Groß-Rohrheim gewählt
„Was ihr aus dem Amt macht, liegt bei euch“
GROSS-ROHRHEIM – Vier junge Menschen haben sich als Jugendrat und Vorstand des Gremiums einer ganz besonderen Aufgabe gestellt, die sie nun mit Unterstützung aus Politik und Verwaltung der Gemeinde Groß-Rohrheim entwickeln wollen: Vorsitzender ist Anton Keil, sein Hobby ist Handball. Stellvertreter sind Aurelia Gruber, die in ihrer Freizeit tanzt, und Lennart Schüller, der auch Handball spielt. Tamara Menger gab bei der Vorstellung Turnen als Hobby an. Die sportlichen Jugendräte sind 12 Jahre alt und besuchen das Gymnasium in Gernsheim. Für zwei Jahre ist der Vorstand gewählt, was sie in dieser Zeit tun können, sprach Horst Menger an. Der stellvertretende Gemeindevertretervorsteher und Wahlleiter gab den neuen Jugendräten eine Empfehlung mit auf den Weg: „Was ihr aus dem Amt macht, liegt bei euch“. Als Beispiel, was man machen kann, nannte er die Skaterbahn, die einst geschaffen wurde. „Ihr seht, man kann was bewirken“. Mindestens vier Mal im Jahr soll eine Vorstandssitzung stattfinden. Mit Svenia Banasiuk, Vorsitzende des Ausschusses für Sport-, Kultur- und Jugendfragen, haben die vier Jugendräte eine tatkräftige Unterstützerin, die sich sogleich mit ihnen über das weitere Vorgehen besprach. Die Aufgaben des Schriftführers werden auf Vorschlag des Bürgermeisters von einer Verwaltungsmitarbeiterin übernommen. Bei der Sitzung im Rathaus war neben dem 1. Beigeordneten Georg Menger und dem Beigeordneten Heinz Delbrügge Bürgermeister Rainer Bersch mit einigen Verwaltungsmitarbeitern zugegen sowie die Jugendausschussvorsitzende, die den Jugendrat bei seiner Arbeit begleiten wird. Eine Studentin aus Viernheim, die ihre Bachelor-Arbeit zum Thema Kinder- und Jugendarbeit in Städten und Gemeinden schreibt, verfolgte das Geschehen interessiert. Eine lange Pause hat es seit der letzten Wahl eines Jugendrates gegeben, die im Jahr 2013 stattgefunden hatte, seit sechs Jahren waren die Jugendlichen ohne eigene Vertretung. Zur
konstituierenden Sitzung des Jugendrates waren von ursprünglich fünf gewählten Jugendratsmitgliedern nur die vier gekommen, ein Mädchen hatte sich mit E-Mail bei der Gemeindeverwaltung abgemeldet. Zur Jugendversammlung im Treff 21, an der zwölf Jugendliche teilnahmen waren, hatte die Gemeinde Groß-Rohrheim öffentlich eingeladen und 350 Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren persönlich angeschrieben. Hannelore Nowacki