Feuerwehr und THW sichern Dach nach Frostschaden / 400 Quadratmeter Plane verlegt / Ware gesichert
Wassereinbruch in Fachmarktzentrum
THW und Feuerwehr im Einsatz: Unter Hochdruck wurde das Dach eines Fachmarktzentrums nach einem Wassereinbruchs abgedichtet. Foto: oh
LAMPERTHEIM - Am 2. Januar wurde die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim-Mitte von dem Eigentümer eines Gewerbeobjektes in der Otto-Hahn-Straße alarmiert. In die drei in diesem Gebäude ansässigen Ladengeschäfte brach durch die Decke großflächig Wasser ein. Die gesamten Lagerbestände sowie die Ladenreinrichtungen waren gefährdet, teilweise war es auch bereits zu Wasserschäden gekommen. Bedingt durch den Schneefall der vergangenen Tage und dem damit einhergehenden Frost, wurde ein Teil der Dachhaut stark beschädigt. Es bildete sich eine Vielzahl von Rissen. Das Tauwetter und ein starker Regenguss brachten die Nässe von oben. Durch die Risse in der Dachhaut konnte sich das Wasser in der Nacht unbemerkt den Weg in das Innere des Gebäudes suchen. Betroffen waren ca. 400 Quadratmeter der insgesamt über 2000 Quadratmeter großen Dachfläche, die nun abgedichtet werden mussten. Die immer noch anhaltenden Regenfälle zwangen zu einem schnellen Handeln.
Nach der ersten Erkundung forderte Einsatzleiter Markus Wagner den Zugführer des Lampertheimer THW, Manuel Iden an. Ebenfalls wurde Carsten Aust hinzugezogen, der als ausgebildeter THW-Baufachberater Gebäudeschäden beurteilen kann. Gemeinsam wurde das weitere Vorgehen abgestimmt.
Die Aufgaben wurden in zwei Hauptbereiche aufgeteilt: Im Inneren des Gebäudes wurde mit dem Abpumpen des Wassers begonnen. Außerdem gingen die Einsatzkräfte den Mitarbeitern der Geschäfte zur Hand und halfen bei der Sicherung und Abdeckung der Ware mit Folien und Planen. Das hierfür benötigte Material wurde aus dem Technischen Zentrum zur Einsatzstelle transportiert. Gleichzeitig erfolgten die Arbeiten zur behelfsmäßigen Abdichtung des Daches. Hierzu wurden ebenfalls großflächige Planen und Vierkanthölzer aus dem Technischen Zentrum mit LKW beigeführt. Mithilfe des Kranfahrzeugs des THW wurden die schweren Kanthölzer auf das Dach gehoben. Dort wurden die Planen von den Einsatzkräften ausgebreitet und teilweise auch zugeschnitten. Mit den Kanthölzern wurden die Planen beschwert, sodass diese auch bei der stürmischen Witterung liegen blieben.
Der gesamte Einsatz gestaltete sich als sehr materialintensiv. Neben über 600 Quadratmeter Plane wurden 40 Kanthölzer mit je vier Metern Länge verlegt. Das THW Viernheim half im Verlauf des Einsatzes mit weiterem Material aus, zwei Helfer brachten mit einem LKW weitere Planen und Sandsäcke nach Lampertheim.
Nach einer abschließenden Beschau der Abdichtungsmaßnahmen durch den Eigentümer, dessen Architekten, sowie durch Stadtbrandinspektor Klaus Reiber und durch den Baufachberater, konnten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW nach fünfeinhalb Stunden Einsatz wieder abrücken. An dem Einsatz waren 35 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen beteiligt. zg