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  • Mo., 30. September 2019, 11:06 Uhr
    „Lebensretter gesucht“ - Bobstädter Feuerwehr lädt am 27. Oktober zur Registrierungsaktion ein

    Wattestäbchen statt Wasserschlauch

    Hoffen auf eine erfolgreiche Aktion: Vereinsvorsitzende Susanne Merl und Wehrführer Sebastian Kaiser (Mitte) sowie die Spender Manuel Gengnagel (li.) und Kevin Wiedemann. Foto: Petra Gahabka


    BOBSTADT - In der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sind mittlerweile 9,4 Millionen Spender weltweit erfasst. Um weitere zu gewinnen führt die Freiwillige Feuerwehr Bobstadt am Sonntag, 27. Oktober, von 11 bis 17 Uhr im Gerätehaus eine Registrierungsaktion durch. 2004 führten die Floriansjünger erstmals eine solche Aktion durch, bis heute wurden drei aktive Mitglieder zur Stammzellenspende gebeten. Durch diesen Erfolg bestärkt, macht die Feuerwehr nun erneut mobil gegen den Blutkrebs. Dazu ist es erforderlich, dass sich möglichst viele Menschen bei der DKMS registrieren lassen, sagte Manuel Gengnagel beim Pressegespräch. Dem Brandschützer ist die Aktion eine Herzensangelegenheit, im Januar dieses Jahres wurden ihm Stammzellen entnommen, im März hat er zudem Leukozyten gespendet. Beide Spenden wurden für eine junge Frau aus den USA benötigt. „Der Deutsche Feuerwehrverband unterstützt das auch“, merkte Wehrführer Sebastian Kaiser an, unter dem Motto „Leben retten liegt uns im Blut“ arbeiten der DFV und die DKMS zusammen. Die Aufgabe der gemeinnützigen Organisation besteht darin, Aufmerksamkeit auf das Thema Blutkrebs zu lenken, potenzielle Stammzellspender in ihrer Datei zu registrieren und so zweite Lebenschancen zu vermitteln. Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, jeder zehnte Patient findet keinen Spender. Dabei ist das Helfen so einfach. „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“, fasste Gengnagel die Typisierung, die über einen Abstrich der Wangenschleimhaut erfolgt, zusammen. Er gehört, ebenso wie seine Spender-Kollegen Christian Ludwig und Kevin Wiedemann zu dem Team, das beim Ausfüllen der Einverständniserklärung hilft, den Abstrich vornimmt und für Fragen zur Verfügung steht. Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Spender registrieren lassen, der mindestens 50 Kilo wiegt und einen BMI von 40 nicht überschreitet. Vor allem junge Spender sind immens wichtig, denn pro Monat scheiden durchschnittlich 5 500 Spender altersbedingt aus der Datei aus.

    Aber auch wer am 27. Oktober bei der Feuerwehr etwas isst und trinkt hilft mit. Den Kuchen- und Getränkeverkauf organisieren die Brandschützer, Edeka Krebs sorgt mit Deftigem vom Grill für das leibliche Wohl der Gäste. Unterstützt wird die Aktion auch von der Raiffeisenbank Ried eG, die die Plakate bezahlt, durch den Riedroder Schaustellerbetrieb Schneider, auf dessen Karussell die Kinder kostenlos Verweilen dürfen sowie die Rhein-Neckar Löwen, deren Maskottchen Conny da sein wird – inklusive Autogramme der Handballer. „Der Erlös der Einnahmen wird komplett der DKMS gespendet, denn jede Registrierung kostet die Organisation 35 Euro“, teilte die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Susanne Merl, mit. Gerne könnten die Spender diesen Betrag auch selbst übernehmen. Zahlreiche Helfer werden am Aktionstag im Einsatz sein, darunter auch das Bürstadter Prinzenpaar Manuela II. und Marcel II. Weitere Unterstützer sind willkommen. „Wir hoffen, dass viele Spender kommen und viele Leben gerettet werden können“, so Merl abschließend. Petra Gahabka

     

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