Wirtschaftsförderung Bergstraße präsentierte die Ergebnisse einer Studie zum Breitbandausbau
Wege in die Gigabit-Gesellschaft
Die Informationsveranstaltung fand im Nibelungensaal im Alten Rathaus Lorsch statt. Foto: WFB
KREIS BERGSTRASSE - „Wir sind stolz darauf, dass unser Landkreis bereits seit Juni dieses Jahres flächendeckend über schnelles Internet in allen Kommunen verfügt“, so Landrat Christian Engelhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsregion Bergstraße / Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB). „Doch wir wollen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen und die Breitbandversorgung zukunftsorientiert weiter verbessern“, führte Landrat Engelhardt aus. Denn die zur Verfügung stehenden Internetanschlüsse mit 50 Mbit/s in der ganzen Wirtschaftsregion Bergstraße sei nur die erste Stufe im Breitbandausbau. In der nächsten Stufe sollen Internetanschlüsse mit höheren Übertragungsgeschwindigkeiten, beispielsweise von einem Gigabit, erreicht werden. Für dieses Ziel hat die WFB eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Möglichkeiten des weiteren Breitbandausbaus beleuchtet. Dafür hatte sie im Jahr 2016 Fördermittel des Bundes nach der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ akquiriert. Mit der Durchführung wurde die Broadband Academy GmbH, ein Spezialist in der Beratung für den Breitbandausbau, beauftragt. Da für die neun Odenwald-Kommunen und die Stadt Heppenheim, die an das Interkommunale Breitbandnetz IKbit angeschlossen sind, parallel eine eigene Untersuchung stattgefunden hat, beschäftigt sich diese aktuelle Studie mit den weiteren zwölf Städten und Gemeinden im Kreis Bergstraße – Bensheim, Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Hirschhorn, Lampertheim, Lautertal, Lorsch, Neckarsteinach, Viernheim und Zwingenberg. In diesen Tagen lud die WFB diese zwölf Kommunen in den Nibelungensaal im Alten Rathaus Lorsch ein, um ihnen die Ergebnisse dieser Breitbandstudie vorzustellen und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Zunächst gab es einen Überblick über den Status Quo in den untersuchten Kommunen bezüglich der jeweiligen Internet-Geschwindigkeit und Versorger sowie über unterversorgte Anschlüsse und Ansätze wie diese erschlossen werden können. Im Hinblick auf das Gigabit-Ziel informierten sie über die unterschiedlichen Technologien sowie deren erreichbare Bandbreiten. „Die Digitalisierung ist der Treiber der aktuellen Entwicklung“, so die Referenten. In der neuen Gigabit-Gesellschaft seien alle gesellschaftlichen Akteure, vom Privathaushalt über die Wirtschaft bis hin zur öffentlichen Verwaltung, per Breitband miteinander vernetzt. In diesem Kontext betonten die Referenten die Wichtigkeit des Ausbaus von Glasfasernetzen. Dazu führten sie zu derzeitigen Aktivitäten privater Telekommunikationsunternehmen im Kreis Bergstraße sowie zu kommunalen Ausbaumodellen, Finanzierung und rechtlichen Hintergründen aus. „Die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen sind aktuell aufgrund der derzeitigen Regelungen und Rahmenbedingungen eingeschränkt“, resümierten sie. Die Kommunen haben nun die Gelegenheit die vorgestellten Ergebnisse weiter zu prüfen und einzuschätzen. zg