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Mo., 30. November 2015, 10:58 Uhr
Am nächsten Wochenende wieder kulinarische Genüsse, Glühwein und Kinderkarussell
Weihnachtsmarkt auf dem Europaplatz beliebter Treffpunkt zum Verweilen
Der Lampertheimer Weihnachtsmarkt steht für Gemütlichkeit mit Essen und Trinken, Unterhaltung im Kreise von Freunden und anderen netten Menschen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Verweilen und genießen, sich mit Freunden unterhalten und überlegen, was man im Lichterglanz der weihnachtlich geschmückten Holzhäuschen noch probieren und naschen könnte - so fing der Weihnachtsmarkt am Freitag an und so wird es am nächsten Wochenende weitergehen. Dann dreht sich am späten Freitagnachmittag auch wieder einladend das Kinderkarussell. Ganz gleich wie das Wetter wird, bei der weihnachtlichen Bastelaktion für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit der Stadtjugendförderung im Sitzungssaal des Alten Rathauses am Samstag ab 16 Uhr ist es warm und trocken. Für die Weihnachtsbäckerei am Sonntag mit Susi Hausmann für Kinder ab 6 Jahre wird der Holzofen kräftig eingeheizt. Eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl notwendig. Anmeldebögen können im Rathaus-Service in der Domgasse 2 abgegeben werden. Wie schon am vergangenen Wochenende wird die Musiker-Initiative Lampertheim am frühen Sonntagabend die Stimmung bei ihren Auftritten mit Rundgang über den Weihnachtsmarkt musikalisch auf Touren bringen. Die fröhliche Grundstimmung wird ganz nach Geschmack mit einer Feuerzangenbowle, Glühwein und alkoholfreiem Punsch befeuert.
Für den großen und kleinen Hunger ist beim Weihnachtsmarkt bestens gesorgt. Auch für den guten Zweck kann man hier speisen und trinken. Foto: Hannelore Nowacki
Winzerglühwein ist das Markenzeichen des Lampertheimer Weihnachtsmarktes geworden, der an gut 20 Buden zudem eine überwältigende Vielfalt kulinarischer Genüsse bereithält. Belgische und Brüsseler Waffeln liegen in der Gunst der Süßschnäbel aller Altersgruppen vorn, die sich aber auch vom Duft gebrannter Mandeln und Zuckerwatte verführen lassen dürfen. „Winterzeit, Weihnachtszeit“ war das erste Lied des Kinderchors der Goetheschule zur feierlichen Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitag. Tatsächlich lag ein Hauch von Winter in der Luft, viele Hände wärmten sich an heißen Glühweinbechern. Unter der Leitung von Bettina Wosch sangen die Kinder unter anderem das Sternreiselied und erzählten in kleinen Geschichten von den weihnachtlichen Bräuchen in Deutschland und anderen Ländern wie Italien, Schweden, Spanien und Österreich, wo vor fast 200 Jahren das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ die Menschen an Heilig Abend zum ersten Mal im tiefsten Innern berührte. Bürgermeister Gottfried Störmer und Spargelkönigin Elena I. begrüßten die Weihnachtsmarktbesucher, die in großer Runde vor der kleinen Bühne das Geschehen verfolgten und auch in Begleitung des Akkordeon- und Gitarrenduos mit Christa Armbruster, Mary Komarek sowie Annelie Thomas und Stan Svoboda zum Mitsingen eingeladen waren. Zuvor hatte der Nikolaus in Person von Otto Edinger vom Wirtschafts- und Verkehrsverein seinen großen Auftritt. Den Ansturm der jungen Weihnachtsmarktbesucher bewältigte er gemeinsam mit Spargelkönigin Elena I., die ihm hilfreich zur Seite stand. Das riesige Angebot kulinarischer und flüssiger Köstlichkeiten von Vereinen und privaten Initiativen zog bis in den späten Abend hinein die Besucher in großer Zahl an. Das Deutsche Rote Kreuz versorgt die Hungrigen unter anderem mit heißen Ofenkartoffeln, während die Karnevalisten vom CGT auf Gulaschsuppe in Kronen-Qualität setzen. Kürbiscremesuppe und Reibekuchen gab es beim LKV, der auch Besuch von seinen Biedensandhexen bekam. An anderer Stelle war Winzersteak im Angebot, das perfekt zum Winzerglühwein passte. Anziehungspunkte waren auch die Buden der Fördervereine der Kita Europaring und Guldenweg, wo es unter den Heizpilzen besonders gemütlich war. Am Stand für die Klasse 3b der Goetheschule ging es darum, möglichst viel Geld einzunehmen, um den Erlös zu spenden. Denn nicht alle Kinder können sich die Klassenfahrt im nächsten Jahr ins schöne Büdingen am Vogelsberg ohne weiteres leisten. Wie Bürgermeister Störmer anregte, kann der Weihnachtsmarkt die Hektik des Alltags mit der besinnlichen Adventszeit verbinden. Auf jeden Fall sind gemütliche Stunden angesagt, wie sie Spargelkönigin Elena I. den Besuchern wünschte. Hannelore Nowacki