Bürstadt hisst die tibetanische Fahne als Zeichen der Solidarität
„Weit mehr als symbolischer Akt“
Die Vertreter der Stadt hissten gemeinsam mit Günther Hilgartner zum Tibet-Tag die tibetische Fahne am Rathaus, um auf das Leid der Menschen aufmerksam zu machen. Von links: Erster Stadtrat Walter Wiedemann, Bürgermeisterin Barbara Schader, Günter Hilgartner, Magistratsmitglied Herbert Röchner und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Mittlerweile sind es 1250 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland: sie hissen die Flagge für das unterdrückte Land Tibet. Jedes Jahr am 10. März ruft die Tibet Initiative Deutschland e.V. seit 1996 zu der gemeinsamen Aktion auf, Bürstadt beteiligt sich seit 2001. „Es ist ein wichtiges Zeichen: Flagge zeigen für ein unterdrücktes Land, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Ich habe diese Tradition von meinem Vorgänger übernommen“, meinte Bürgermeisterin Barbara Schader. Mit der Aktion erinnert die Tibet Initiative an den 55. Jahrestag des Volksaufstandes gegen die Besetzung Tibets durch China, der blutig niedergeschlagen wurde und bei dem es zu über 80.000 Toten kam. Die Initiatoren wollen auf das anhaltende Leid aufmerksam machen, die Folter und menschenrechtsverletzende Behandlung, denen die Tibeter seit Jahren ausgesetzt sind. Eigentlich wollen die Menschen dort nur ihre Religion ausüben und ihre Sprache sprechen, das ist nicht mehr möglich.
„In Tibet wird bereits der Beitz einer tibetischen Flagge unter Strafe gestellt“, berichtete Günther Hilgartner, Vertreter der Tibet Initiative und Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, deshalb sei das Hissen der Flagge weit mehr als ein symbolischer Akt. Innerhalb der letzten eineinhalb Jahre kam es zu 130 Selbstverbrennungen in Tibet als Protest gegen die chinesische Unterdrückungspolitik. Eva Wiegand