Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Di., 10. März 2020, 08:51 Uhr
    Bürstadt hisst die tibetanische Fahne als Zeichen der Solidarität

    „Weit mehr als symbolischer Akt“

    Die Vertreter der Stadt ums Bürgermeisterin Barbara Schader (l.) hissten zum Tibet-Tag die tibetische Fahne am Rathaus, um auf das Leid der Menschen aufmerksam zu machen. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Es sind rund 400 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland: Sie hissen die Flagge für das unterdrückte Land Tibet. Jedes Jahr am 10. März – dem Jahrestag des tibetischen Volksaufstands von 1959 – ruft die Tibet Initiative Deutschland e.V. seit 1996 zu der gemeinsamen Aktion auf, Bürstadt beteiligt sich seit 2001. „Es ist ein wichtiges Zeichen: Flagge zeigen für ein unterdrücktes Land, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden“, betonte Bürgermeisterin Barbara Schader im Rahmen der diesjährigen Aktion. Mit dieser erinnert die Tibet Initiative an den Jahrestag des Volksaufstandes gegen die Besetzung Tibets durch China, der blutig niedergeschlagen wurde und bei dem es zu über 80.000 Toten kam. Besonders in diesem Jahr soll unter dem Motto „70 Jahre in Tibet – Time to say Goodbye“ zudem daran erinnert werden, dass die chinesischen Truppen vor nun genau 70 Jahren in Tibet einmarschierten.

    Die Initiatoren wollen auf das anhaltende Leid aufmerksam machen, die Folter und menschenrechtsverletzende Behandlung, denen die Tibeter seit Jahren ausgesetzt sind. Denn „in Tibet kommt man bereits ins Gefängnis, wenn man ein Bild vom Dalai Lama besitzt, zudem dürfen Kinder an Schulen nicht in ihrer Muttersprache unterrichtet werden”, ergänzte Bürgermeisterin Schader. Eigentlich wollen die Menschen dort nur ihre Religion ausüben und ihre Sprache sprechen, das ist nicht mehr möglich. Daher setzt sich die Tibet Initiative für das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung, für die Einhaltung der Menschenrechte wie Religions-, Presse- und Meinungsfreiheit, für das Recht auf kulturelle Identität, wie die eigene Sprache und Lebensweise, für gesellschaftliche Partizipation und gegen soziale Diskriminierung und Marginalisierung von Tibeterinnen und Tibetern in Tibet und für eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts mittels Dialog zwischen Vertretern der tibetischen Exilregierung und chinesischen Führung ein. 

    „Wir hissen die Flagge als Zeichen für die Menschen in Tibet. Denn es ist wichtig, ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen in diesem Land zu setzen”, so Bürgermeisterin Schader abschließend. Benjamin Kloos

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1