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  • Do., 30. Januar 2014, 14:51 Uhr
    Arbeitslosenzahl hat sich im Januar um 1.569 auf 22.709 Personen erhöht / Quote liegt bei 5,4 Prozent

    „Weiterer saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar“

    Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim beträgt im Januar 5,3 Prozent. Ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Foto: Philipp Guelland/dapd


    SÜDHESSEN – „Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit war in diesem Monat trotz der noch recht milden Temperaturen zu rechnen. Die Gründe für die starke Zunahme sind überwiegend saisonal bedingt. In vielen witterungsabhängigen
    Branchen sind weniger Aufträge zu verzeichnen. Firmen trennten sich zeitweise von ihren Mitarbeitern, die dann kurzzeitig arbeitslos werden, zum Frühjahr hin in der Regel wieder eingestellt werden. Ebenso baut der Einzelhandel nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts Stellen ab und auch sonstige befristete Arbeitsverträge endeten zum Jahresende“, betont Birgit Förster, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Darmstadt.

    Im Januar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 22.709 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 1.596 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenzahl liegt immer noch um 559 Personen (+2,5 Prozent) über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 5,4 Prozent (Vormonat: 5,0 Prozent). Im Vorjahr waren es 5,3 Prozent.

    Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim

    Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar im Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim um 175 auf 2.657 Personen gestiegen. Das waren 125 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 5,3%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,6%. Dabei meldeten sich 594 Personen (neu oder erneut) arbeitslos,96 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 425 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+31). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 66 Stellen auf 382 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 137 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 102 neue Arbeitsstellen, 41 mehr als vor einem Jahr.

    Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), also im beschäftigungsnahen Bereich, nahm die Zahl der Arbeitslosen um 1.206 (Bestand 8.054) Personen zu. In der Grundsicherung (SGB II) kam es zu einem Anstieg von 363 Personen (Bestand 14.655 Arbeitslose).

    Männer und Frauen

    Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer um 1.012 (+9,1 Prozent, Bestand 12.146). Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Anstieg +2,1 Prozent (absolut +255). Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im Januar bei 10.563. Hier kam es in diesem Monat zu einem Anstieg von 557 Frauen (+5,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Anstieg von 304 Frauen (+3,0 Prozent). „Männer sind wesentlich stärker von dem Anstieg betroffen als Frauen. Das liegt daran, dass Männer eher in den saisonabhängigen Außenberufen (Baubranche, Garten- und Landschaftsbau) beschäftigt sind. Generell betraf der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber alle Personengruppen“, so Förster.

    Jugendliche unter 25 Jahre

    Im Agenturbezirk waren in diesem Monat 1.963 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist im Januar auch die Jugendarbeitslosigkeit gestiegen. Der Anteil der 15- bis unter 25-Jährigen ist von 8,3 Prozent im Dezember auf 8,6 Prozent im Januar gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 202 jungen Jobsuchenden. Die spezifische Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe ist weit unterdurchschnittlich und liegt bei 4,4 Prozent.

    Ältere Arbeitnehmer

    Im Januar waren 7.251 Arbeitslose 50 Jahre und älter. Erneut kam es bei dieser Personengruppe zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit (Vormonat: 6.725). Die spezifische Arbeitslosenquote bei den 50- bis unter 65-Jährigen ist damit auf 5,8 Prozent gestiegen. Im Vorjahr lag sie bei 5,7 Prozent.

    Ausländer

    Im aktuellen Berichtsmonat waren 6.026 Ausländer im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt arbeitslos gemeldet (Vormonat: 5.701).

    Gesonderte Betrachtung der Landkreise / Landkreis Bergstraße:

    Im Januar waren im Landkreis Bergstraße 6.486 (Vormonat: 6.029 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 457 Personen (+7,6 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 6.649) sank die Arbeitslosenzahl um 163 Personen (-2,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,7 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,8 Prozent.

    Gemeldete Stellen (ungefördert)

    Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im Januar 991 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen. 38 (-3,7 %) weniger im Vergleich zum Dezember und 1 (+0,1 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Stellen wurden vorwiegend aus den Bereichen Zeitarbeit, Dienstleistung, Handel und verarbeitendes Gewerbe gemeldet. Insgesamt waren im Januar 3.420 offene Stellen im Bestand, also 329 (-8,8 Prozent) weniger als noch vor einem Monat und 476 (+16,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Unternehmen in Südhessen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch kostenfrei unter der Arbeitgeber-Rufnummer 0800 4555520 oder per E- Mail unter Darmstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de  zg


    BU: Die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim beträgt im Januar 5,3 Prozent. Ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Foto: Philipp Guelland/dapd

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