Di., 31. März 2015, 10:35 Uhr
Arbeitslosenzahl hat sich im März um 529 auf 21.439 Personen verringert / Quote sinkt auf 5,0 Prozent
Weiterer saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit im März
KREIS BERGSTRASSE - „Durchaus saisontypisch ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in diesem Monat. Die milden Temperaturen sorgten bereits im vergangenen Monat für einen Abbau der Arbeitslosigkeit in Südhessen, damit konnten die Außentätigkeiten bereits sehr früh wieder aufgenommen werden “, so Birgit Förster, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Darmstadt.
Im März waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt 21.439 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 529 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt bei 5,0 Prozent. Im Vorjahr waren es 5,2 Prozent.
Bereich der Geschäftsstelle Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 50 auf 2.413 Personen verringert. Das waren 267 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 4,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,3%. Dabei meldeten sich 527 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 14 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 578 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+68). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1.631 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 23 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1.522 Abmeldungen von Arbeitslosen (+62).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 73 Stellen auf 431 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 63 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 188 neue Arbeitsstellen, 39 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 435 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 26.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von Februar auf März um 44 auf 899 Personen verringert. Das waren 85 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 1,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,0%.
Dabei meldeten sich 340 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 9 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 369 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+64). Seit Beginn des Jahres gab es 1.059 Arbeitslosmeldungen, die Veränderung zum Vorjahreszeitraum ist nur gering (+4); dem stehen 943 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+79).
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Februar auf März geringfügig um 6 auf 1.514 Personen verringert. Das waren 182 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,4%.
Dabei meldeten sich 187 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 5 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 209 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 4 mehr als vor einem Jahr. Seit Beginn des Jahres gab es 572 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 27 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 579 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (–17).
Gesonderte Betrachtung des Landkreises Bergstraße
Im März waren im Landkreis Bergstraße 5.860 (Vormonat: 6.076 Menschen) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen um 216 Personen (-3,6 Prozent) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Bestand: 6.234) sank die Arbeitslosenzahl um 374 Personen (-6,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 4,5 Prozent.
Gemeldete Stellen (ungefördert)
Die südhessischen Betriebe und Verwaltungen meldeten im März 1.735 neu zu besetzende sozialversicherungspflichtige Stellen; -49 (-2,7 Prozent) weniger im Vergleich zum Februar, und 308 (+21,6 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Stellen wurden vorwiegend aus den Bereichen Zeitarbeit, Dienstleistung, Handel und verarbeitendes Gewerbe gemeldet. Insgesamt waren im März 4.803 offene Stellen im Bestand, also 513 (+12,0 Prozent) mehr als noch vor einem Monat und 1.011 (+26,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.
„Gerade der enorme Anstieg der gemeldeten offenen Stellen im Vorjahresvergleich ist ein Indiz für den enormen Fachkräftebedarf. Positiv wirkt sich die Entwicklung der Wirtschaft aus. Trotz der Unruhen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der insgesamt schleppenden Entwicklung in der Eurozone hat sich auch der Export gut entwickelt. Der schwache Eurokurs begünstigt den Absatz deutscher Exportgüter im Ausland, “ erläutert Birgit Förster. Unternehmen in Südhessen, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen die Arbeitsagentur telefonisch kostenfrei unter der Arbeitgeber- Rufnummer 0800 4555520 oder per E- Mail unter
Darmstadt.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de
Ausbildungsmarkt
Die Konjunktur hat an Fahrt gewonnen und wirkt sich positiv auf dem Ausbildungsmarkt aus.
Mehr als 80 Prozent der Betriebe melden ihre Ausbildungsplätze der Agentur für Arbeit.
Seit Oktober letzten Jahres wurden 3.157 Ausbildungsstellen gemeldet, 258 mehr als im Vorjahresvergleich (+8,9 Prozent).
Zugleich gab es 3.996 Bewerbermeldungen, 80 mehr als im Vorjahresvergleich, was einem Anstieg von 2,0 Prozent entspricht.
„Die Bereitschaft der Unternehmen auszubilden ist unverändert hoch. Der Fachkräftebedarf lässt sich in Zeiten des demografischen Wandels und der sinkenden Schülerzahlen allerdings zunehmend schwerer decken – um geeignete Nachwuchskräfte für die angebotenen Ausbildungsstellen konkurrieren häufig mehrere Unternehmen. Diese Situation birgt für die ausbildungsplatzsuchenden Schülerinnen und Schüler der Region große Chancen“, betont Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt.
Termine für Beratungsgespräche können telefonisch unter Rufnummer: 0800 4 5555 00 oder persönlich in der Agentur für Arbeit vereinbart werden. Betriebe, die noch Ausbildungsstellen anbieten können, erreichen die Agentur für Arbeit unter der Hotline 0800 4 5555 01.
Männer und Frauen
Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer um 297 (-2,5 Prozent, Bestand 11.441). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Rückgang von 268 Männern (-2,3 Prozent). Bei den Frauen lag die Arbeitslosenzahl im März bei 9.998. Hier kam es in diesem Monat zu einem Rückgang von 232Frauen (-2,3 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem Rückgang von 412 Frauen (-4,0 Prozent).
Jugendliche unter 25 Jahre
Im Agenturbezirk waren in diesem Monat 1.949 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist im März die Jugendarbeitslosigkeit saisonüblich um 48 (-2,4 Prozent) gesunken. Der Anteil der 15- bis unter 25-Jährigen beträgt 9,1 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe liegt bei 4,4 Prozent.
„Viele gut ausgebildete Jugendliche fanden bereits nach sehr kurzer Übergangsarbeitslosigkeit wieder eine Beschäftigung und dies wird sich in den nächsten Monaten noch fortsetzen“, betont Förster.
Ältere Arbeitnehmer
Im März waren 6.883 Arbeitslose 50 Jahre und älter. Hier kam es zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe von 111 Personen (Vormonat: 6.994). Die spezifische Arbeitslosenquote bei den über 50-Jährigen liegt bei 5,2 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,7 Prozent.
Ausländer
Im aktuellen Berichtsmonat waren 6.165 Ausländer im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt arbeitslos gemeldet (Vormonat: 6.273). zg