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Mo., 24. August 2020, 14:25 Uhr
SPD LAMPERTHEIM: Trinkgelder vom Corona-Einkaufsservice an Lebenshilfe Lampertheim und Ried gespendet
Weiterhin Hilfe bei Einkauf und Alltagsbewältig als Angebot
Bei der Lebenshilfe Lampertheim und Ried kam die 150-Euro-Spende der SPD Lampertheim aus Trinkgeldern während des Einkaufsservice in der Coronakrise gut an. Im Bild (von links): Erich Thomas, Nils Thomas, Marius Schmidt, Günther Baus und Susanne Bürkelbach. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein freudiger Anlass führte die SPD Lampertheim und die Lebenshilfe Lampertheim und Ried am Freitag zusammen. Die Abordnung der SPD mit Marius Schmidt, Erich Thomas und Enkel Nils hatte einen Spendenumschlag mitgebracht, der einen Betrag von 150 Euro zur freien Verwendung für die Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe in der Saarstraße 56 enthielt. Kein kleiner Betrag, denn wie Schmidt erläuterte, waren dies die Trinkgelder, die den fleißigen Helfern der SPD von den Menschen zugesteckt wurden, die in der Zeit der Coronakrise nicht selbst einkaufen gehen konnten, auch weil sie einer Risikogruppe angehörten und daher bei der SPD Lampertheim Unterstützung erhielten. Günther Baus, Erster Vorsitzender der Lebenshilfe Lampertheim, und Susanne Bürkelbach, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle, freuten sich über die Spende, die bei stets knappem Budget willkommen ist und für die „unterstützende Kommunikation“ in der integrativen Kita Schwalbennest und in der Frühförderung eingesetzt werden soll. Die iPad-Geräte seien bereits finanziert, aber die App müsste noch angeschafft werden. Bürkelbach erklärte, dass die Geräte als zusätzliches Medium unter Anleitung das Sprechen unter anderem mit Symbolen und Spielen begleiten, fördern und ermöglichen sollen. Ihr großes Lob an die Helfer: „Ihr habt vielen Familien eine echte Lebenshilfe gegeben“. Der jüngste Helfer war der 14-jährige Nils Thomas, der älteste sein Opa Erich Thomas. Wobei im 17-köpfigen Helferkreis nicht nur SPD-Mitglieder vertreten waren, machte Schmidt deutlich. Über den Einkaufsservice hinaus waren die Helfer auch zur Stelle, wenn ein Rezept zur Apotheke gebracht werden musste oder eine Krankmeldung abzuholen war. „Regelmäßig sind wir für 26 Personen oder Familien gefahren“, berichtete Schmidt. Dabei hätten sich längerfristige Beziehungen gefunden, die auch nach dem Lockdown weitergingen. Warum nehmen die Helfer diese Arbeit auf sich? „Wir machen es aus Hilfsbereitschaft und es macht auch Spaß“, sprach Schmidt im Namen aller. Als Belohnung habe es ein kleines Helfertreffen bei Eis Oberfeld gegeben. Eine besondere Beziehung zur Lebenshilfe hat Erich Thomas als früherer Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Vereins, ebenso Nils, der als Kind die Kita Schwalbennest besuchte. Erich Thomas hat die Erfahrung gemacht, dass die Menschen neben der Einkaufshilfe auch mal ein Gespräch gebraucht haben. „Wir könnten ganz viele Geschichten erzählen“, sagte Schmidt, von Menschen, die wegen Schließung der Tafel Probleme hatten oder von zwei ehemals Selbständigen, die zu einem Hilfefonds vermittelt werden konnten. In Zusammenarbeit mit Stephanie Rapp, in Lampertheim für die aufsuchende Sozialarbeit zuständig, konnten weitere Kontakte geknüpft werden. Was beim Einkaufen wichtig ist, lernten die Helfer im Einzelfall. Die Einkaufszettel seien ganz individuell gewesen, mal sollte es eine bestimmte Marke sein, mal auf jeden Fall nur ein günstiges Katzenfutter, damit sich der Stubentiger nicht an Delikatessen gewöhnt. Wegen der guten Erfahrungen und weil es den Bedarf ganz offensichtlich gibt, bietet die SPD Lampertheim ihre Hilfe beim Einkauf und in der Alltagsbewältigung weiterhin an. Anfragen an Marius Schmidt, Telefon 0176 63772475 oder E-Mail mariusschmidt77@gmail.com und Erich Thomas, Telefon0171 4760106 oder E-Mail erichthms@gmail.com.Hannelore Nowacki