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  • Mi., 12. August 2015, 12:12 Uhr
    Europastaatssekretär Mark Weinmeister von Firma Heess beeindruckt

    Weltmarktführer für Härtung von Amerika bis Asien

    Europastaatssekretär Mark Weinmeister (3. von links) zeigte sich bei der Betriebsbesichtigung in den Hallen der Firma Heess mit den Geschäftsführern Karl Heeß (Mitte) und Thomas Streng (2. von rechts) sehr beeindruckt, ebenso die CDU-Delegation mit Klaus Schmerse (von links), Lisa Galvagno, Bernhard Hoßner und Bernhard Appelt. Im Hintergrund ein Getriebegehäuse von gewaltigen Ausmaßen. Foto: Hannelore Nowacki


    HOFHEIM – Die Anlagen der Firma Heess sind weltweit im Einsatz und das Unternehmen gilt in seinem Spezialgebiet der Fixtur-Härtung von Metallen als Weltmarktführer. Fast jeder im Ried ist schon einmal am Firmenschild, das die Einfahrt von der Bahnhofstraße aus markiert, vorbeigefahren. Der Heimatstandort Hofheim ist der Mittelpunkt der weltweiten Aktivitäten, die von Vertriebsstandorten auf dem amerikanischen Kontinent in Detroit und Rio de Janeiro bis Seoul, Tokio und Peking in Asien reichen. Die Hälfte des Geschäfts läuft jedoch mit China. Im europäischen Raum spielt Skandinavien eine Hauptrolle. Im Rahmen seiner Sommerreise zu mittelständischen Firmenstandorten in Hessen machte am Dienstag der Europastaatssekretär der Hessischen Landesregierung Mark Weinmeister bei der Firma Heess Station. „Die Firma Heess ist mir empfohlen worden“, erklärte er, „aber dass Sie in Ihrem Bereich Weltmarktführer sind, wissen sicher die wenigsten“. Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten arbeite eng mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) in Hessen zusammen. Bei der IHK Darmstadt ist Geschäftsführer Karl Heeß als Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses aktiv, außerdem ist er Mitglied in Fachausschüssen und öffentlichen Förderprojekten.  Mit der TU Darmstadt, der Fraunhofer Gesellschaft und Herstellern wird eng zusammengearbeitet. Thomas Streng, ebenfalls Geschäftsführer, ist Neffe von Karl Heeß und wie dieser Diplom-Wirtschafts-Ingenieur. Beide haben an der TU Darmstadt studiert. In einer informativen Gesprächsrunde mit den beiden Geschäftsführern des mittelständischen Familienunternehmens, das sie in vierter Generation führen, erhielt Staatssekretär Weinmeister einen Überblick über wirtschaftliche und technische Aspekte. Eine Betriebsbesichtigung durch die Hallen folgte, wobei die riesigen Anlagen und Bauteile beeindruckten. Weitere Teilnehmer waren Mandatsträger und Mitglieder der Lampertheimer und Hofheimer CDU.

    Beim Rundgang durch die Hallen gab es viel zu sehen. Im Gespräch Geschäftsführer Karl Heeß (links) und Europastaatssekretär Mark Weinmeister. Foto: Hannelore Nowacki


    Ein erster Telefonkontakt mit dem Staatsekretär sei über sie zustande gekommen, erzählte Stadtverordnete Lisa Galvagno. Die Vernetzung unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ und die wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Binnenmarktes für die mittelständischen Unternehmen in Hessen wollte Weinmeister näher kennenlernen und verbesserte Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten. Die 1945 als Schmiede- und Reparaturbetrieb in Hofheim gegründete Firma Heess blickt auf eine stetige Entwicklung zurück – vor 45 Jahren wurde die erste Härtemaschine verkauft, zehn Jahre später waren in der Autoindustrie die automatisierten Härteanlagen gefragt, vor drei Jahren kam die Fixtur-Härtung mit Gasabschreckung auf den Markt. Mit 110 Mitarbeitern macht die Firma Heess 16 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Die hohe Fertigungstiefe und Qualität nannte Heeß als Basis des Erfolgs – von der Konstruktion und Projektplanung bis zur Fertigung, Montage, Wartung, Informationsmanagement, Inbetriebnahme und Bedienerschulung. Die Maschinen und digitale Elektroanlagen werden vor allem an die Automobil- und Zulieferindustrie sowie den Getriebe- und Maschinenbau verkauft, weitere Bereiche sind Agrartechnik, Flugzeugindustrie, Schiffbau und Windenergie sowie die kundenspezifische Fertigung. Mit den Härtungsanlagen werden dort wiederum Achsen, Kupplungen, Walzen, Wellen, Zahnräder und anderes gehärtet. Die Heess-Mitarbeiter kommen aus einem Umkreis von etwa 20 Kilometern. Zehn Prozent sind Auszubildende, die als Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker und in kaufmännischen Berufen auch in anderen Firmen glänzende Aussichten hätten, betonte Geschäftsführer Streng.  „Mit der ungewöhnlich hohen Ausbildungsquote steht der Betrieb auch für Nachhaltigkeit und Verantwortung“, meinte Staatssekretär Weinmeister abschließend, „junge Erwachsene in Ausbildungsberufen oder in einem Dualen Studium erhalten berufliche Perspektiven in der Heimat“. Hannelore Nowacki

     

     

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