Empfang für Peace Run auf dem Europaplatz / D-Jugend des TV begleitete das Läuferteam für den Frieden
Weltweiter Fackellauf für Frieden
Im Geist von Freundschaft und Frieden, über die Grenzen von Nationalität, Kultur, Religion und Weltanschauung will die Organisation Sri Oneness-Home Peace Run die Menschen miteinander verbinden. In Europa sollen in diesem Jahr 45 Länder besucht werden. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Vor dem Alten Rathaus war am Montagnachmittag alles für den Empfang des Läuferteams vorbereitet – der Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt hatte Stehtische mit Getränken für die erwarteten durstigen Läufer aufgestellt und Bürgermeister Gottfried Störmer hatte ein kleines, aber dennoch außergewöhnliches Präsent mitgebracht: Eine Kerze mit besonderem Halter, die im Liegen brennt. Hans Schlatter, Vorsitzender der Sportkommission und Fachbereichsleiter Rolf Hecher warteten mit dem Bürgermeister ein paar Minuten länger als ursprünglich geplant, aber dann erreichte die elfköpfige Laufgruppe mit ihrer Fackel aus Richtung Bergstraße kommend über die Römerstraße den Europaplatz. Sieben Jungen von der D-Jugend der TV-Fußballer mit ihrem Trainer Axel Ernst waren schon frühzeitig da, mit ihren Trikots perfekt für das geplante begleitende Mitlaufen ausgerüstet. Als Teil der Organisation „Sri Chinmoy oneness-home Peace Run“ hatte sich das internationale Läuferteam im Februar in Lissabon mit der Fackel für den Frieden auf den Weg gemacht und war heute von Aschaffenburg aus mit zwei Begleitfahrzeugen mit dem Ziel Worms aufgebrochen. Bei der Stadt Lampertheim waren sie mit ihrem Anliegen auf offene Ohren gestoßen, Mitläufer für den Frieden zu finden, auch Übernachtungsmöglichkeiten waren im Gespräch. Beim TV Lampertheim war Trainer Axel Ernst sofort bereit die Jungen der D-Jugend zusammenzutrommeln. „Das ist eine gute Sache“, meinte er. Vom Bürgermeister gab es ein großes Lob: „Ich finde es ganz große Klasse, dass ihr für uns die Läufer für Peace Run stellvertretend begleitet“. In seiner Begrüßungsansprache knüpfte Bürgermeister Störmer an den Friedensgedanken von Peace Run an: „Es ist mehr Verbindendes als Trennendes zwischen den Menschen“. Störmer zollte dem Läuferteam seine persönliche Hochachtung „für diese Leistung, die Sie erbringen“ und dankte den Peace-run-Läufern für ihren Besuch und den Einblick in ihre Gedankenwelt. Teamleiter Dipavajan Renner aus Österreich erklärte, dass jeder verantwortlich sei für die Welt, jeder könne etwas lernen, sich selbst verändern und mit gutem Beispiel vorangehen. In über 80 Ländern sei er bereits gewesen und habe erfahren: „Überall finde ich Menschen, die in Frieden und Harmonie zusammenleben wollen“. Die Fackel sei in über 150 Länder getragen worden, sogar bis in die russische Raumstation habe sie es geschafft. Der weltweite Fackellauf für den Frieden findet seit 1987 statt, gegründet wurde Peace Run vom gebürtigen Inder und Friedensvisionär Sri Chinmoy, der in Anerkennung für sein Wirken unter anderem mit dem Preis „Pilger des Friedens“ ausgezeichnet wurde, der auch Mutter Teresa und Michail Gorbatschow verliehen wurde, heißt es in der Pressemitteilung von Peace Run. Die Läufer auf dem Europaplatz nannten ihre Herkunftsländer: Russland, Polen, England, Italien, Serbien, Österreich und Guatemala. Die beiden Deutschen kamen aus Heidelberg und Berlin. Sie alle seien ehrenamtlich dabei und hätten sich für die Teilnahme Urlaub genommen, erklärte Teamleiter Renner. Zwei Läufer engagieren sich sieben Monate. Meistens joggen die einzelnen Läufer in Staffeln zehn bis zwanzig Kilometer täglich. Insgesamt lege das Team 80 bis 120 Kilometer am Tag zurück. Die gut gelaunte Gruppe machte sich bald wieder auf den Weg - bis zur Lampertheimer Stadtgrenze in Richtung Worms hatten sie ortskundige Begleitung durch TV-Trainer Axel Ernst und seine Fußball-D-Jugend. Bei den ersten Metern im leichtfüßigen Lauf bis zur St. Andreas-Kirche übernahm Bürgermeister Störmer die Fackel. Hannelore Nowacki