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  • So., 16. August 2015, 19:08 Uhr
    Hüttenfeld feierte drei Tage geselliges Beisammensein / Kerwelauf und Kerwerede als Höhepunkte

    „Wem gehört die Kerwe – unser!“

    Sparglkönigin Elena I. gab den Startschuss für den diesjährigen Hüttenfelder Kerwelauf – hier bei den 10.000 Metern der Männer. Foto: ehr


    HÜTTENFELD –  „Wem gehört die Kerwe – unser!“ – in Begleitung dieses Rufs und der Aufstellung des Kerwebaums wurde die diesjährige Hüttenfelder Kerwe am Freitag durch Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg und Bürgermeister Gottfried Störmer feierlich eröffnet.

    Wie im letzten Jahr begann das dreitägige Treiben auch 2015 bereits am Freitagabend, da auch heuer wegen Personalmangels bei den Vereinen auf den Kerwemontag verzichtet wurde. Der 28. Kerwelauf, organisiert von Hans-Jürgen Kock und seinen unzähligen Mitarbeitern von der SG Hüttenfeld, fand wie gewohnt am späten Samstagnachmittag statt. Die Hitzewelle der letzten Tage war glücklicherweise etwas abgeebbt und so fanden die 176 Läuferinnen und Läufer optimale Bedingungen.

    Die aus Hüttenfeld stammende Spargelkönigin Elena I. hatte ein Heimspiel und gab, assistiert von Ortsvorsteher Berg, den Startschuss zu den drei Disziplinen – dem 2000-Meter-Lauf der Schüler,  dem 10.000.Meter-Lauf sowie dem Halbmarathon, die durch die Wälder rund um Hüttenfeld führten. Auch bei der Siegerehrung stand die Hoheit dem Organisator Hans-Jürgen Kock zur Seite.

    Nur fünf Kinder – wohl den Sommerferien geschuldet – nahmen am Schülerlauf teil, 121 Teilnehmer gingen zu den 10.000 Metern an den Start und 50 Läuferinnen und Läufer versuchten sich im Halbmarathon über 21.300 Meter. Bei den Schülern kam Lukas Bach von der SG Hüttenfeld auf den ersten Platz, gefolgt von Pascal Fischer, ebenfalls von der SGH. Auf der 10-Kilometer-Strecke war Mario Steiner  vom 1.FC Kaiserslautern der schnellste Mann vor Mirco Ruhs vom Schwimmclub Heppenheim. Michelle Giehl aus Speyer  war hier die schnellste Frau. Und in der Königsklasse, dem Halbmarathon, konnte bei den Herren Lars Kegler die Konkurrenz hinter sich lassen. Bei den Damen war Kim Mess aus Marburg die Schnellste.

    Bei ihrem Heimspiel konnte die Hüttenfelderin Elena I. gemeinsam mit Hans-Jürgen Kock die Sieger ehren. Foto: ehr


    Geselligkeit im Vordergrund

    Die Hüttenfelder Kerwe ist ein Fest, wo es noch familiär zugeht. Das ganze Dorf versammelt sich auf dem Platz neben dem Bürgerhaus, man wechselt von einem Vereinsstand zum nächsten, isst und trinkt zusammen und tauscht sich aus. Alles ist übersichtlich und intim.

    Die SGH und der TC Hüttenfeld stockten ihr kulinarisches Angebot auf, damit es für die Kerwebesucher keine Angebotslücken gab. So standen neben den üblichen Grillspezialitäten Curry-Hähnchen, Gyros und Schnitzelvariationen auf dem Programm. Bei den Vogelfreunden gab es zünftige Brote mit Hausmacherwurst und ein pikantes Chilli con Carne. Auch die Feuerwehr, deren neue Gebäudekomplexe endlich fertiggestellt sind, reihte sich in das kulinarische Angebot mit ein. Am Sonntagmittag gab es Kaffee und Kuchen. Ein Discozelt war der Renner bei der Jugend, denn die  Fahrgeschäfte hatten mit Karussell und Schiffschaukel eher etwas für die Kinder im Programm. Die Temperaturen waren nach der Hitzeperiode eher angenehm, der Sonntag leicht regnerisch – und was wäre eine Kerwe ohne Zuckerwatte und gebrannten Mandeln.

    Für die Kerwerede zeigte sich wieder der Theaterverein „ZwiBuR“ verantwortlich, die in diesem Jahr von Ronald Ehret geschrieben und vorgetragen wurde. Darin ging es zum einen über den neuen Feuerwehrgerätehausanbau und das damit verbundene Parkverbot rund ums Bürgerhaus.

    Auch die eigenartige „Einbahnstraße“ in der Viernheimer Straße, deren Regelung kaum einer versteht, bekam ihr Fett weg , ebenso scheint das Ordnungsamt damit seine Probleme zu haben.

    Unterstützt wurde „Ronny“ Ehret von seinen ZwiBuR-Kollegen, die zwischen den Strophen immer wieder das Hüttenfelder Lied „Zwische Bergstroß‘ un Rhoi“ mit den Kerwegästen anstimmten. ehr

    Ein Höhepunkt der Hüttenfelder Kerwe: Die Kerwered von „ZwiBuR”. Foto: ehr

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