MUSIK: Liederabend zum 110-jährigen Jubiläum des Sängerquartett Liederkranz
„Weniger reden, mehr singen“
Zwar kein klassisches Jubiläum, aber dennoch Grund genug zum Feiern: Das Sängerquartett Liederkranz hat am Samstag zu seinem 110 jährige Jubiläum zum Liederabends in das Bürgerhaus Hofheim eingeladen. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM - „Weniger reden, mehr singen“ war das Motto des Liederabends beim Männerchor des Sängerquartett Liederkranz, der in diesem Jahr sein 110jähriges Jubiläum feiert. Das zumindest waren die Worte mit denen der zweite Vorsitzende Rolf Philippi und Moderator des Abends schließlich wieder die Bühne freigab für die zahlreichen Chöre, die das Programm am Samstagabend im Hofheimer Bürgerhaus gestalteten. Gekommen waren Frauenchöre und Männerchöre befreundeter Vereine: der Gesangverein Concordia 1883 Worms-Abenheim, MGV 1902 Bürstadt, MGV Sängerlust Bürstadt und MGV Cäcilia-Sängerrose Lampertheim. Sie füllten den Abend mit schönen Liedern. Den Anfang machte der Jubel-Chor. Unter der Regie des neuen Chorleiters Herbert Ritzert begrüßte der Verein seine Gäste gleich mit seinem ersten Liedbeitrag „Es strahlt die Welt“ und auch der erste Vorsitzende Gerd Bauer ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Besucher zu richten. Als allererstes lobte er die Stadt Lampertheim, die gerade im Bereich Kultur für die Vereine und Ehrenamtlichen sehr viel leiste. Auf seinen Männerchor beim Sängerquartett Liederkranz ist der Vorsitzende sehr stolz, das machte er in seiner Begrüßung klar deutlich: „Wir wissen alle, wie schön das gemeinsame Singen ist“, dennoch gäbe es kein Patentrezept, wie man neue, junge Sänger gewinnen könne. Umso mehr hoffte er, dass sich an diesem Abend womöglich Leute begeistern ließen, einmal eine Singstunde zu besuchen. Diesen Appell, sich doch dem Chor anzuschließen, richtete Bauer dann auch gleich an Bürgermeister Gottfried Störmer. Dieser allerdings musste passen und erklärte hierzu scherzhaft: Zu viele Anfragen erreichen ihn diesbezüglich, er wolle niemanden auf die Füße treten, bleibt deshalb zu Hause und singt nur für seine Frau. In seinen Grußworten gratulierte er dem Verein dann ganz herzlich persönlich, aber auch im Namen des Magistrats. Grußworte gab es auch vom Kreisvorsitzenden des Sängerkreis Bergstraße, Heinz Ritsert, sowie von Ortsvorsteher Alexander Scholl, allerdings nicht persönlich, denn dieser war für den Abend entschuldigt. Selbst passionierter Sänger, dankte Scholl den Sängern per Brief für ihren Einsatz und ihr Engagement, welches das Vereinsleben in Hofheim bereichere. Der weitere Abend stand dann ganz im Zeichen des Gesangs - einmal quer durch die Chor-Welt. Eva Wiegand