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  • Mo., 26. März 2018, 12:32 Uhr
    Verkehrsunfallstatistik 2017 für Südhessen liegt vor / Wildunfälle auf Höchststand

    Weniger Verkehrsunfälle mit getöteten Personen

    SÜDHESSEN – Am Montag hat das Polizeipräsidium Südhessen die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2017 präsentiert. Dabei lassen sich aus Sicht des Polizeipräsidiums folgende wesentliche Aussagen treffen: Bedauerlicherweise gab es einen Anstieg der Unfallzahlen, wobei im Gegenzug erfreulicherweise ein Rückgang bei schwerem Personenschaden zu verzeichnen ist. Zudem gab es die niedrigste Zahl an Schwerverletzten seit Einführung der elektronischen Unfallerfassung. Allerdings sind sowohl die Verkehrsunfallfluchten als auch die Wildunfälle auf einem historischem Höchststand.
    Die Anzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Südhessen ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent angestiegen. Der Zuwachs ist überwiegend leichteren Sachschadensunfällen zuzurechnen, die zur polizeilichen Unfallaufnahme gekommen sind. Für die Polizei in Südhessen ist die Reduzierung der Gefahren im Straßenverkehr, insbesondere aber die Senkung der Zahl schwerer Verkehrsunfälle sowie deren Folgen, ein sehr bedeutsames Anliegen. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl von 672 Schwerverletzten den niedrigsten Wert seit Einführung der elektronischen Unfallerfassung im Jahr 2006 darstellt.
Auch bei Unfällen mit tödlichem Ausgang ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen.
Bei 44 Unfällen wurden 47 Verkehrsteilnehmer tödlich verletzt. Im vorangegangenen Jahr waren es 51 Getötete bei 47 Verkehrsunfällen. Nichts desto trotz bleibt es weiter oberstes Ziel die Zahl der Unfälle - und im Besonderen die mit schweren Unfallfolgen - noch weiter zu reduzieren, denn mit all diesen statistischen Zahlen ist auch jeweils ein persönliches Schicksal verbunden ist.
    Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten hat gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen und mit 6.897 registrierten Unfällen einen historischen Höchststand erreicht. Das bedeutet, dass sich bei 27,5 Prozent aller in 2017 polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle die Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort entfernt haben.
    Neben Schwerpunktkontrollen im Rahmen des landesweiten Programms „Verkehrssicher in Hessen 2016 - 2018“ zu den Themen Motorräder, Geschwindigkeit, schwächere Verkehrsteilnehmer und die Überwachung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs werden auch Alkohol und Drogen am Steuer weiterhin genauso im Fokus liegen, wie auch das Thema Ablenkung.
Es gilt die schwächeren Verkehrsteilnehmer – Kinder, Senioren und Fußgänger – zu schützen und alle Verkehrsteilnehmer zu einem verkehrsgerechten Verhalten zu bewegen. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn sich jeder seiner Verantwortung für die Sicherheit im Verkehr bewusst wäre, sich mit ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht auf den Straßen bewegen und an bestehende Verkehrsregeln halten würde. Deshalb ist es weiter Ziel der Polizei, die Verkehrsmoral nachhaltig zu steigern. Machen Sie mit! zg

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