
LAMPERTHEIM – Im 41. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) vom 17. bis 21. August hatten 16 hessische Oberstufenschülerinnen und -schüler mit Bestnoten in den MINT-Fächern aus 16 Schulen eine Woche lang an der Philipps-Universität Marburg zu aktuellen Fragen der Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung geforscht. Ihre Ergebnisse präsentierten die Hochleister in der altehrwürdigen Aula der Philipps-Universität Marburg vor 170 Gästen, darunter auch der Hessische Kultusminister Armin Schwarz. Mit dabei: Emilia Kabus vom Privaten Litauischen Gymnasium in Lampertheim.
Stammzellen, Stress und ihre Schutzfunktion – mit diesem Thema beschäftigte sich Emilia Kabus. Gemeinsam mit drei Teammitgliedern untersuchte die 18-Jährige die Rolle von Stammzellen und ihre schützenden Funktionen für den Körper, besonders im Hinblick auf Therapieansätze für Erkrankungen wie Diabetes und Parkinson. Ziel war es, zu erforschen, ob gestresste oder absterbende Stammzellen protektive Signale aussenden, die umliegendes Gewebe schützen könnten. Emilia erklärt: „Es klingt paradox, dass sterbende Zellen heilen könnten, doch unsere Forschung hatte genau das im Blick.“
Die intensiven Forschungstage boten dabei nicht nur spannende wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch den Austausch mit anderen Interessierten. Emilia betont: „Das Erfinderlabor ist ein absolutes Gesamtpaket: Man taucht in aktuelle Forschung ein – etwas, das im Schulalltag kaum möglich ist. Gleichzeitig lernt man Menschen kennen, die ähnliche, aber vielfältige Interessen und beeindruckende Erfahrungen mitbringen. Unsere Gruppe war einfach bereichernd.“
Zu ihrem persönlichen Highlight meint Emilia: „Es ist einfach ein unglaubliches Erlebnis, im weißen Kittel im Labor zu stehen und zu wissen: Das, was ich hier tue, ist echte Forschung. Noch schöner war es, mit so inspirierenden Menschen zusammenzuarbeiten – sowohl in unserer Gruppe als auch mit den Forschenden vor Ort. Diese Erfahrung ist einfach unglaublich schön.“
Als Fazit hält sie fest: Stammzellen würden leider nicht mit Worten reden. Deshalb sei es so wichtig zu forschen, um die Sprache der Zellen Stück für Stück besser zu verstehen. zg
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