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  • Fr., 10. Juli 2015, 08:00 Uhr
    Engagierte Bürger gesucht - mit Behinderung oder als Betreuende

    Wer will im ersten Behindertenbeirat mitarbeiten?

    Als Dankeschön für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe überreichten Erster Stadtrat Jens Klingler (hinten links) und Michael Harres vom Fachbereich Familie und Soziales (hinten rechts) Thomas Gentgen, Jochen Halbauer, Petra Braun (sitzend) sowie Günther Baus von der Lebenshilfe und Ortrud Görtz vom VdK einen Gutschein für den Eisgenuss bei Eis Oberfeld. Nicht im Bild: Petra Brandt von der Agendagruppe und Iris Schnur von der Lebenshilfe. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Seit die Stadtverordnetenversammlung am 19. Juni einstimmig beschlossen hatte, dass es in Lampertheim einen Behindertenbeirat geben soll, hat die Arbeitsgruppe Behindertenbeirat einige Vorarbeit geleistet. In der Arbeitsgruppe haben Mitglieder der Agenda-Gruppe, soziale Einrichtungen und die Stadtverwaltung zusammengearbeitet, die am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs mit ihrem Aufruf zur Mitarbeit im ersten Behindertenbeirat der Stadt Lampertheim an die Öffentlichkeit gingen. Erster Stadtrat Jens Klingler hofft, dass sich viele Lampertheimer melden. Der Behindertenbeirat habe die Möglichkeit, sich mit eigenen Anträgen und Beratung in die Politik einzubringen. Wer seine Stimme, Wissen und Erfahrung in den Behindertenbeirat der Stadt Lampertheim einbringen will, kann sich bis zum 31. Juli bei der Stadtverwaltung melden und sich den „Steckbrief zur Bewerbung als Mitglied“ im „Beirat für Menschen mit Behinderung“ in Lampertheim zuschicken lassen. Auch Betreuende können sich melden. Aus diesem Kreis der Bewerber wird der Magistrat eine Vorschlagliste zusammenstellen, über die abschließend die Stadtverordnetenversammlung entscheiden und die Mitglieder des Beirates ernennen wird. In den Beirat sollen auch Vertreter vom VdK-Ortsverband Lampertheim, der Lebenshilfe Lampertheim und Ried, der Nieder-Ramstädter Diakonie und der Bewegungssportgemeinschaft  entsandt werden, die diese selbst vorschlagen. Michael Harres stellte den Zeitplan vor: Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. Juli und am 6. November wird die Stadtverordnetenversammlung die Mitglieder des Behindertenbeirates ernennen, die ihr Ehrenamt bis ins Jahr 2021 entsprechend der fünfjährigen Kommunalwahlperiode ausüben werden. Harres wies darauf hin, dass der Grad der Behinderung keine Rolle spiele, bei einem Grad der Behinderung zwischen 20 und 50 Prozent muss der versorgungsamtliche Feststellungsbescheid als Nachweis vorgelegt werden, ab 50 Prozent der Schwerbehindertenausweis. Ziel sei, ein möglichst breites Erfahrungsspektrum abzudecken. Im 13-köpfigen Behindertenbeirat werden acht Menschen mit Behinderung (davon auch zwei Mitglieder als Betreuende möglich), vier Vertreter der Organisationen und ein nicht stimmberechtigter Vertreter der Stadtverwaltung tätig sein. Mit sechs Sitzungen im Jahr sei später zu rechnen, zu Beginn eher mehr, da in Lampertheim einige Themen und Projekte anstehen wie der Umbau von Bahnhof und Bushaltestellen sowie „Lampertheim inklusiv“, wie der Erste Stadtrat erklärte.  Der Behindertenbeirat hat die Aufgabe, die Interessen von Menschen mit Behinderungen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen in Lampertheim zu vertreten, den Magistrat und die politischen Gremien zu beraten. Im Sinne der UN-Behindertenkonvention und des Hessischen Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen soll der Behindertenbeirat die Selbstbestimmung und Eigenständigkeit bei der Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft fördern.  Hannelore Nowacki

    Information

    Wer Interesse an der Mitarbeit im Behindertenbeirat hat, soll sich bis zum 31. Juli bei der Stadt Lampertheim melden und einen Personalbogen anfordern – persönlich beim Rathaus-Service in der Domgasse 2, schriftlich beim Magistrat der Stadt Lampertheim, beim Fachbereich Familie und Soziales in der Römerstraße 102, 68623 Lampertheim, unter der Telefonnummer 06206/935-446 oder per E-Mail an m.harres@lampertheim.de.

     

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