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  • Mo., 29. November 2021, 14:47 Uhr
    VEREINSFÖRDERUNG: Stadt Lampertheim unterstützt drei Vereine mit Zuschüssen in Gesamthöhe von 3.174,85 Euro 

    Wichtige Unterstützung für DLRG, Hundefreunde und 1. Boxclub Punching   

    Vereinsförderung der Stadt Lampertheim: Erster Stadtrat Marius Schmidt (5. von links) hatte drei Zuschussurkunden mitgebracht. Im Bild (von links): Susanne Hanselmann, Britta Haczkiewicz, Felix Kröger, Alexander Klotz, Marius Schmidt, Marianne und Klaus Rößling. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Erster Stadtrat Marius Schmidt hatte am Samstagmorgen gute Nachrichten für drei Vereine und die entsprechenden Zuschussurkunden zum gemeinsamen Treffpunkt beim Verein der Hundefreunde OG Lampertheim In den Böllenruthen mitgebracht. Der Morgen und der Wind waren frisch, doch wegen der aktuellen Corona-Lage fand der Pressetermin im Freien auf dem weitläufigen Rasengelände der Hundefreunde statt, die Beteiligten hatten sich geeinigt, nicht in die Vereinsgaststätte zu gehen. Die versammelten Vereinsvorstände freuten sich über die ausgezahlten Beträge: Der Verein für Hundefreunde OG Lampertheim hat mit den bereits ausgezahlten 1.100 Euro einen Rasentraktor beschafft. Die Zuschussurkunde für den 1. Boxclub Punching Lampertheim war schon im März dieses Jahres von Bürgermeister Gottfried Störmer und Erstem Stadtrat Marius Schmidt unterzeichnet worden, wegen der Corona-Lage war die Aushändigung verschoben worden. Mit Hilfe der ausgezahlten 974,85 Euro konnte der Boxclub ein Fahrradergometer, ein Laufband und ein Kettleball-Set mit Ständer kaufen. Die Lampertheimer  Ortsgruppe der DLRG erhielt zum Ankauf eines Rettungshundetransporters und digitaler Funkmeldeempfänger 1.100 Euro. Wie der Erste Stadtrat auf Nachfrage erklärte, stehen für die Vereinsförderung in diesem Jahr insgesamt knapp 400.000 Euro als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung, wobei die Musikschule mit 180.000 Euro gefördert werde und auch die Subventionierung von Schwimmbahnen in den Biedensandbädern einen größeren Betrag erfordert. Gerne beantworteten die Vereinsvorstände die Fragen des Ersten Stadtrats, der wissen wollte, wie es den Vereinen geht. 

    Wie Corona den Vereinen zu schaffen macht

    Marianne Rößling, Vorsitzende und Zuchtwart der Hundefreunde, berichtete von schwierigen Monaten für Training und Züchten des 22 Mitglieder zählenden Vereins. Auch merkten sie, dass es Problemhunde mit Wesensmängeln gebe, weil sie in der Coronazeit wenig unter Menschen gekommen seien. Die neuen Pächter der Vereinsgaststätte könnten zurzeit nur Online-Bestellungen und Lieferservice anbieten. Während Gwenny vom Hause, ein acht Wochen altes süßes Schäferhundmädchen, die Besucher neugierig beschnuppert und sich gerne das dichte Fell streicheln lässt, erzählen die beiden Vorsitzenden Marianne und Klaus Rößling von der aufwändigen Schäferhundezucht, die sie betreiben. Drei Jahre dauere es bis ein Tier in die Zucht komme. Auf dem Rasenplatz ist dreimal in der Woche Sport angesagt, mit Unterordnungstraining, Fährtenarbeit und Schutzdiensttraining. Auch andere Hunderassen könnten ins Training kommen, vorausgesetzt sie haben Spaß daran. Beim Boxclub war im Juli nach Starkregen Landunter, das Wasser habe in den Vereinsräumen knietief gestanden und Geräte beschädigt. Aus dem Gully sei das Wasser hochgedrückt worden, berichtete der 1. Vorsitzende Alexander Klotz. Gerade als Kontaktsportart habe es der Boxclub im langen Lockdown schwer gehabt und vor dem Wasserschaden erst wieder seit drei Wochen trainieren können. Im Freien ohne Säcke zu trainieren habe man versucht. Hilfreich seien die neu angeschafften Geräte. Von den 150 Mitgliedern sei etwa ein Drittel sportlich aktiv. Seit das sanierte und modernisierte Hallenbad wieder geöffnet ist, bietet die DLRG ihren jungen Mitgliedern in der Schwimmschule wieder montags, dienstags, mittwochs und sonntags Trainingszeiten an, wobei die Kinder nur in kleinen Gruppen trainieren. Die begleitenden Eltern müssen seit 25. November ihren Impf- oder Genesenennachweis vorlegen, die Kinder und Jugendlichen im Schulalter bis 17 Jahre Testheft oder Schülerausweis. Schon vorher galten Nachweispflichten. Auch das Maskentragen in den Umkleiden werde überprüft. Diese Kontrollaufgaben hätten anfänglich Jugendliche der DLRG übernommen, die das wie die Trainer ehrenamtlich in ihrer Freizeit tun, berichteten die 1. Vorsitzende Susanne Hanselmann und Vorstandsmitglied Britta Haczkiewicz. Aber nach vielen verbalen Entgleisungen gegenüber den jungen Leuten haben Vorstandsmitglieder die Kontrollen übernommen. „Die Leute sind unheimlich aggressiv zurzeit“, mussten auch sie feststellen. „Ich finde das unmöglich und unverschämt“, empörte sich Susanne Hanselmann. Ihr Appell in dieser Lage: „Das schaffen wir nur gemeinsam“. Die Weihnachtsfeier sei abgesagt, die Geschenke können die Kinder zu gegebener Zeit abholen. Unterricht für die Einsatzkräfte und Sport für die Jugendlichen wird digital geboten. Der neue Anhänger für die Rettungshunde, eine Spezialanfertigung, sei schon im Frühjahr bestellt, aber nicht lieferbar, aber teurer geworden.  Nachdem die Leitstelle auf Digitalfunk umstellt, habe die DLRG zehn digitale Funkmeldeempfänger gebraucht. Die DLRG Lampertheim ist in der Wasserrettung und im Katastrophenschutz tätig, finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge und hat etwa 400 Mitglieder. Viele Anfragen gebe es wieder wegen der Corona-Tests. Da die Halle ungeheizt sei, aber auch besondere Schutzvorschriften gelten, will sich Erster Stadtrat Schmidt um Räumlichkeiten kümmern, damit die DLRG wieder ein Testzentrum betreiben kann.Hannelore Nowacki

    Foto: Hannelore Nowacki

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