
LAMPERTHEIM – Im Rahmen ihrer Reihe „GfL vor Ort“ besuchte die GfL-Fraktion „Gemeinsam für Lampertheim“ die Regionale Diakonie Südhessen. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen sozialen Angebote, die tägliche Arbeit und die Bedeutung der Diakonie für die Menschen in Lampertheim. Für die GfL nahmen Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz „Kalle“ Horstfeld, Karl-Heinz Lepper, Helmut Steffan, Thomas Martin und Markus Eitner teil. Gesprächspartner der Diakonie waren Marion Persson, Stefan Grünewald, Kerstin Biehal und Sarah Dickmeis. Ein Schwerpunkt war die Jugendberufshilfe, die Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf unterstützt. Das Angebot umfasst unter anderem individuelle Beratung, die Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsstellen, Bewerbungshilfe sowie einen Ausbildungs- und Bewerbungstreff. Für die GfL ist diese persönliche Begleitung eine wichtige Unterstützung für junge Menschen, denen der Einstieg in Ausbildung und Beruf nicht immer leichtfällt.
Ausführlich wurde auch über Migration und Integration gesprochen. Das Projekt „MitWIRken – Integration und Teilhabe im Sozialraum Lampertheim“ setzt neben Beratung auf Begegnung und Beteiligung. So bringt beispielsweise eine Kochgruppe Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Darüber hinaus gehören Migrationsberatung für Erwachsene, Jugendmigrationsdienst, Flüchtlingsberatung, Unterstützung bei Aufenthalts- und Behördenfragen sowie Sprachförderung zum Angebot der Diakonie. Auch die Tafel-Ausgabestelle in Lampertheim wurde vorgestellt. Sie unterstützt Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation auf zusätzliche Hilfe angewiesen sind. „Hinter jedem Menschen, der Hilfe benötigt, steht eine persönliche Geschichte. Deshalb ist es wichtig, nicht nur über soziale Probleme zu reden, sondern auch die Menschen zu sehen, die davon betroffen sind“, so GfL-Pressesprecher Helmut Steffan. Ein weiterer Bereich ist die Unterstützung wohnungsloser Menschen und von Menschen, denen der Verlust ihrer Wohnung droht. Die Diakonie hilft unter anderem bei Behördenangelegenheiten und Leistungsansprüchen, bei der Wohnungssuche und bei drohendem Wohnungsverlust. In Lampertheim gibt es zudem eine Tagessatzauszahlung für Menschen ohne festen Wohnsitz.
Vorgestellt wurde außerdem die Gemeinwesenarbeit (GWA). Sie stärkt das soziale Zusammenleben in den Stadtteilen, fördert Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement und bringt Bewohnerinnen und Bewohner, Vereine, Organisationen und Einrichtungen miteinander ins Gespräch. Dazu gehören auch Beratungsangebote, Veranstaltungen und Quartiersfeste sowie die Unterstützung von Bürgerinitiativen. „Eine Stadt lebt nicht allein von ihrer Infrastruktur. Sie lebt vor allem von den Menschen, die hier wohnen, sich engagieren und füreinander da sind“, betont Fraktionsvorsitzender Kalle Horstfeld. Die GWA könne dazu beitragen, Menschen zusammenzubringen, Barrieren abzubauen und neue Begegnungen zu ermöglichen.
Insgesamt wurde deutlich, wie breit das Angebot der Regionalen Diakonie aufgestellt ist. Es reicht von Familienberatung, Kinder- und Jugendhilfe und Jugendberufshilfe über Migration und Integration, Wohnungslosenhilfe, Schuldner- und psychosoziale Beratung sowie Suchtberatung bis hin zu Senioren- und Demenzberatung, Unterstützung für Menschen mit Behinderung und Gemeinwesen- und Quartiersarbeit. „Damit ist die Diakonie ein wichtiger Bestandteil des sozialen Netzes in Lampertheim“, so Karl-Heinz Lepper von der GfL-Fraktion. Für die GfL war der Besuch zugleich Anlass, darüber zu sprechen, wie soziale Angebote in Lampertheim weiterentwickelt und unterstützt werden können. „Wir wollen als GfL nah an den Menschen sein. Dazu gehört für uns auch, Einrichtungen wie die Diakonie zu besuchen, zuzuhören und zu verstehen, welche Herausforderungen dort täglich bewältigt werden“, erklärt Kalle Horstfeld. Die GfL bedankte sich bei Marion Persson, Stefan Grünewald, Kerstin Biehal und Sarah Dickmeis für den offenen, informativen und interessanten Austausch. zg
Beitrag aus der Rubrik