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  • Mo., 11. Januar 2016, 23:41 Uhr
    Starkenburg Philharmoniker verzauberten mit festlichem Neujahrskonzert

    Wie aus 1001 Nacht

    Eine spannende musikalische Reise vom Orient zum Okzident erwartete die Besucher des Neujahrskonzert mit den Starkenburg Philharmonikern. Foto: Meike Paul


    LAMPERTHEIM – Über zwei Stunden musikalische Unterhaltung vom Feinsten, mit der Magie des Orients und der Energie des wilden Westens, boten die Starkenburg Philharmoniker beim fünften Neujahrskonzert, zu dem die Bürgerstiftung gemeinsam mit „cultur communal“ am vergangenen Sonntag in die Hans-Pfeiffer-Halle geladen hatte. Vor beinahe ausverkauftem Haus wollte man unter der Leitung von Dirigent Günther Stegmüller die unterschiedlichen Kulturen thematisieren und unter der Überschrift „Vom Orient zum Okzident“ eine multikulturelle Brücke von der arabischen zur westlichen Welt schlagen. Dies unterstrich Moderatorin Dagmar Weber und stellte klar: „Schon Mozart wusste, und das ließ er auch in seinen Werken anklingen, dass es in jedem Land gute und böse Menschen gibt!“ Das Publikum, allen voran Bürgermeister Gottfried Störmer, honorierte die hervorragende Leistung das 50-köpfigen Orchesters mit tosendem Applaus, der nicht zuletzt auch den grandiosen Solisten Cornelia Lanz (Mezzosopran) und Ricardo Frenzel-Baudisch (Tenor) galt.

    Den schwungvollen Auftakt machte die Ouvertüre aus dem Singspiel „Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem das Publikum auf orientalische Klänge eingestimmt wurde. Während das Orchester gleich zu Beginn zu Hochtouren lief, bot Moderatorin Weber spannende Hintergrundinformationen zu Werk und Komponist. So erfuhren die Zuhörer beispielsweise, dass das Werk den Verkauf der Spanierin Constanze an einen ehemaligen Christ, jetzt Moslem, behandelt. Die Solisten glänzten stimmgewaltig zu Stücken aus dem Singspiel „Zaide“, ebenfalls von Mozart, wobei sie schauspielerisch von Rosmin als Tiger und Maja als Löwe auf der Bühne unterstützt wurden. Cornelia Lanz, die unteranderem in New York studiert hatte, begeisterte zu „Tiger, wetze nur die Klauen“, während Ricardo Frenzel-Baudisch, Schauspieler und Sänger, „Der stolze Löw“ schmetterte. So bildeten Sänger, Orchester und Kinderschauspieler eine ergreifende Symbiose, die unter die Haut ging. Bei der Ouvertüre „Der Kalif von Bagdad“ wurden noch weitere visuelle Anreize geschaffen: So projizierte man Wüsten und Oasenfotos an die Leinwände. Wer sich treiben lassen wollte, konnte das, denn was die Musiker zu Gehör brachten lud zum Träumen ein. Ein Gefühl, das von Orienttänzerin Samira nur noch verstärkt wurde: Sie ließ die Hüften zu „Auf einem persischen Markt“ von Albert W. Ketèlbey kreisen.

    Nach der Pause fand die musikalische Reise im Wilden Westen Fortsetzung. Besonders die Filmmusik aus „The Magnificent Seven“ von Elmer Bernstein oder „Tonight“ aus dem Musical West Side Story von Leonard Bernstein fand hier großen Anklang. Doch auch andere Kompositionen, wie etwa der „Donauwellen-Walzer“ von Iosif Ivanovicii oder die Ouvertüre aus dem Musical „Annie get your gun“ fanden Gefallen. Das James Bond-Medley von Victor Lopez tat es ihm gleich. Verständlich, dass die Philharmoniker mit lang anhaltendem Beifall zum Ende des diesjährigen Neujahrskonzerts gefeiert wurden. Meike Paul

     

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