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  • Mo., 08. November 2021, 10:17 Uhr
    GESANG: MGV 1902 Bürstadt und GV Volkschor proben mit neuem Dirigenten Herbert Ritzert

    „Wieder etwas aufbauen“

    Dirigent Herbert Ritzert und die vierzig Sängerinnen und Sänger im gemischten Chor der Singgemeinschaft aus MGV 1902 und GV Volkschor arbeiten am neuen Programm. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Endlich wieder in Gemeinschaft singen können. Dieses Glücksgefühl beflügelte die Stimmung des gemischten Chors der Singgemeinschaft der beiden Bürstädter Vereine MGV 1902 Bürstadt und GV Volkschor auch bei der ersten offiziellen Chorprobe mit dem neuen und fest verpflichteten Dirigenten Herbert Ritzert. Zuvor hatte man sich schon ausreichend bei Schnupperproben im September kennengelernt. Nachdem der Dirigent Helmut Vorschütz nach über dreißig Jahren sein Amt aus persönlichen Gründen aufgegeben hatte, übernahm Vizedirigent Roland Weinz die Chorleitung. Für den GV Volkschor war Vorschütz fünf Jahre tätig. Allerdings fanden wegen Corona die Chorproben von Frühjahr bis Ende August letzten Jahres im Freien statt, dann trafen sich die 40 Sängerinnen und Sänger erst wieder Ende Juli dieses Jahres im Freien. Am Freitagabend erklangen bei der Probe im Saal des MGV-Vereinsheims weihnachtliche Lieder, denn die Tradition des Friedhofsingens an Heilig Abend auf dem Bürstädter Friedhof soll wieder aufleben. Mit sichtlicher Vorfreude übten die Sängerinnen und Sänger „Advent ist ein Leuchten“ und „Wieder strahlt der heilige Stern“ ein. Die Vorsitzenden der beiden selbständigen Vereine, Klaus Ohl vom MGV 1902 und Anja Kuhn vom GV Volkschor, hatten zum Pressegespräch eingeladen, an dem auch Vizedirigent Weinz teilnahm, um über den Neuanfang und die weiteren Pläne zu sprechen. Im kommenden Frühjahr sollen bei der Generalversammlung Wahlen stattfinden, aber sonst sei alles noch in der Schwebe, auch wie das 75-jährige Jubiläum des Sängerkreises Bergstraße 2022 gefeiert wird. „Einfach, dass man wieder in Gemeinschaft singen kann und wieder etwas aufbauen“, findet GV-Vorsitzende Kuhn schön. Der MGV habe letztes Jahr gerade noch Glück gehabt, freute sich Vorsitzender Ohl, weil die Generalversammlung am 1. März noch kurz vor dem Lockdown stattgefunden habe. Für die Mitglieder sei im Dezember im MGV-Vereinsheim ein Adventscafé mit Ehrung der Jubilare geplant, teilte Ohl mit, der selbst erst kürzlich vom Kreis Bergstraße für sein 25-jähriges ehrenamtliches Engagement als Vereinsvorsitzender geehrt wurde. Gerne würden die beiden Vorsitzenden neue Sängerinnen und Sänger begrüßen. Zurzeit sei der gemischte Chor gut besetzt, dürfte aber größer und jünger werden. Der jüngste Sänger sei 53 Jahre alt, die jüngste Sängerin wohl 48 Jahre. Auch mit 87 Jahren und 80 Jahren macht das Singen Spaß, wie die beiden Ältesten, ein Sänger und eine Sängerin, beweisen. Vorsitzende Kuhn berichtete von einer abwechslungsreichen Chorliteratur. „Wir haben querbeet gesungen, auch auf Englisch und Volkslieder“. Freitags um 18 Uhr ist Chorprobe im MGV-Vereinsheim in der Waldgartenstraße 16. Hannelore Nowacki

     

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