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  • Fr., 30. Juni 2023, 12:29 Uhr
    STADTVERWALTUNG BÜRSTADT: „Vergrämungsaktion” in Absprache mit der örtlichen Jägerschaft 

    Wildschweine im Biotop Flur 21

    Im Biotop in Bürstadt waren zuletzt wieder Wildschweine heimisch geworden – ein erneuter Zuzug soll auch mithilfe von Zäunen verhindert werden. Foto: oh


    BÜRSTADT – Mit viel Elan wurde zuletzt seitens der Stadt Bürstadt die Neugestaltung des Biotops Flur 21 vorangetrieben. Unter Beibehaltung naturnaher Strukturen konnten Staudenbeete und Gehölze gepflanzt, Wege und Bänke erneuert, Plätze und Begegnungsinseln geschaffen werden. Witterungsbedingt ist zwar manche Blühwiesen-Einsaat noch nicht aufgegangen, aber es wäre endlich an der Zeit, die Bauzäune zu beseitigen und alles wieder zu öffnen. Dieses Vorhaben lässt sich allerdings noch nicht umsetzen und muss noch etwas auf sich warten lassen. Der Grund hierfür sind die sich niedergelassenen Wildschweine. Diese hatten das Biotop zwar zu Beginn der Bauarbeiten im Februar zunächst verlassen, worauf auch verschiedene Maßnahmen ergriffen wurden, den Vierbeinern die Rückkehr in dieses Gebiet zu unterbinden. Wider Erwarten kehrte dann vor einigen Wochen allerdings eine kleine Rotte mit zwei weiblichen Tieren und einigen Frischlingen in das Biotop zurück, was von vielen Anwohnern gesehen und auch der Stadt gemeldet wurde. Da ein Bejagen im Siedlungsbereich generell verboten ist, wurde von den städtischen Verantwortlichen in Absprache mit der örtlichen Jägerschaft eine „Vergrämungsaktion“ organisiert und am zurückliegenden Mittwochabend auch durchgeführt. Acht ehrenamtliche Jäger und ihre Hunde durchkämmten mit großem Einsatz das Dickicht im Biotop systematisch, um das Schwarzwild durch den geöffneten Bauzaun über die Straße „Im Röschen“ hinauszutreiben. Doch die Wildschweine waren den Treibern offensichtlich zuvorgekommen, hatten das Biotop bereits verlassen. Ein zunächst ernüchterndes Ergebnis der Aktion, bei der kein Schwarzwild angetroffen wurde. „Nun gilt es erst einmal die Tiere nicht wieder hinein zu lassen“ lautet die Maxime von Henry Riechmann, dem städtischen Umweltbeauftragten. Dafür wurde der Bauzaun noch einmal ergänzt, ist jetzt noch dichter und lückenloser aufgestellt. Ob diese Maßnahme letztendlich erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. Da die aktuelle Zuwanderung über den Eingang am Röschen erfolgte, muss hier eventuell mittelfristig noch ein regulärer Zaun installiert werden. Über den genauen Zeitpunkt und die Form der Öffnung des Biotops Flur 21 für die Allgemeinheit wird vor diesem Hintergrund derzeit beraten. Um ein möglichst vollständiges Bild der Situation zu bekommen, bittet der Umweltbeauftragte insbesondere die Anwohner des Biotops um Mitteilung aktueller "Wildschweinbewegungen" in und um das Biotop herum, vor allem in den Straßen Im Röschen inklusive der Unterführung, dem Krieglachring, Graf-von-Stauffenberg-Straße und dem jetzt kurzgehaltenen Grünstreifen parallel der gerodeten Böschung entlang der Bundesstraße. Henry Riechmann ist per Email unter henry.riechmann@buerstadt.de erreichbar, im Rathaus telefonisch unter der Rufnummer 06206/701271, mobil unter 01782845047. zg

     

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